2/23 Von günstig bis billig : 18 günstige Tastaturen für unter 15 Euro im Test

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Obwohl alle 18 Tastaturen mit Rubberdome-Schaltern auf die gleiche Ausgangsbasis setzen, unterscheiden sich die einzelnen Ergebnisse teils stark voneinander.

Ausformung und Materialwahl der Glocken sowie Kappen lassen Spielraum bei der resultierenden Charakteristik. Von taktil bis eher weich, umgangssprachlich „schwammig“, sind entsprechende Ausprägungen vertreten. Nur zwei Produkte, die Cherry G85 und KW 3000, stabilisieren Schalter und Gehäuse mit einer Metallplatte, ansonsten liegen Folien sowie entweder einzelne Gummiglocken oder die Gummiglockenmatte direkt im Kunststoff-Chassis.

einzelne Gummiglocken
einzelne Gummiglocken
Drei Folienschichte, einzelne Gummiglocken
Drei Folienschichte, einzelne Gummiglocken
Rückseite mit Metallplatte
Rückseite mit Metallplatte

Auch die Lautstärke der verschiedenen Tastaturen unterscheidet sich erheblich, was neben dem Volumen der Tastenkappen mitunter in der Einbindung der speziell bei Geräten für weniger als 10 Euro sparsam verwendeten Drahtbügelstabilisatoren begründet liegt. Die Kompensation dieser Sparmaßnahmen gelingt gerade im unteren Preissegment nicht immer vollständig, was zusammen mit der unterschiedlich gelungenen Führung der Tastenkappen den Widerstand breiterer Tasten erhöhen kann, sofern die Betätigung nicht direkt über dem Stempel erfolgt. Qualität und Preis korrelieren wie beim Klangbild auch hier. Die meisten Hersteller verbauen dabei flachen Kappen, was nicht nur die Geräuschkulisse entschärft, sondern auch die Ergonomie selbst ohne Handballenauflage verbessert.

fast immer werden flache Tastenkappen verwendet
fast immer werden flache Tastenkappen verwendet

Abseits der gemeinsamen Technik gab es viele Versuche zu beobachten, das standardisierte ISO-Layout zu verbessern. Während manche Ideen für sehr spezielle Anwendungsgebiete tatsächliche Vorteile versprechen, gelang es keinem Hersteller, insgesamt als positiv zu bewertende Änderungen zu ersinnen. Am besten fahren Nutzer daher immer mit unveränderter Tastenanordnung, die bei höherpreisigen Produkten nicht ohne Grund fast nie angetastet wird. Bei den häufiger zu findenden, um das ISO-Layout herum platzierten Zusatztasten sinkt das Fehlerpotential, wenngleich kleine Tastenkappen, schlecht lesbare Beschriftungen am Gehäuse sowie unsinnig angeordnete und sortierte Tasten respektive Funktionen zeigen, dass nur ein paar weitere Funktionen nicht automatisch Erfolg garantieren. Dies gilt ebenso für die Verwendung potentiell langlebigerer Tastenbeschriftungen. Während überwiegend das kostengünstige „Pad-printed“-Verfahren genutzt wird, sind immerhin eine Handvoll Tastaturen mit potentiell langlebigeren „Laser-etched“-Beschriftungen ausgestattet. Bei besonders günstigen Produkten überzeugt die qualitative Umsetzung jedoch nicht.

Zusatztasten: Zu klein, zu viel
Zusatztasten: Zu klein, zu viel
Zusatztasten: Überflüssige Funktionen
Zusatztasten: Überflüssige Funktionen
verändertes ISO-Layout bringt selten Gewinne
verändertes ISO-Layout bringt selten Gewinne

Am Gehäuse selbst unterscheiden sich die Probanden ebenfalls stark. Biegefreudige Chassis waren ebenso wie „Krümelspalten“ die absolute Ausnahme, glänzende Elemente erfreuten sich allerdings größerer Beliebtheit – die Nachteile solcher Applikationen an Teilen oder gar dem gesamten Gehäuse sind durch die Empfindlichkeit gegenüber Kratzern und Schmutz massiv. Andere, eigentlich selbstverständliche Eckpunkte sind zum kleinen Preis einen Blick wert: Sowohl von der Effektivität der Rutschsicherungen als auch von der Erreichbarkeit der Hochstellfüße kann nicht im positiven Sinne ausgegangen werden. Nicht zuletzt duellieren sich Hersteller respektive gewisse Produkte mit der Helligkeit ihrer Status-LEDs, was die Alltagstauglichkeit massiv einschränken kann.

Hochglanz ist fast nie hochwertig
Hochglanz ist fast nie hochwertig
Hochstellfüße schlecht ausgeführt
Hochstellfüße schlecht ausgeführt
nicht jeder Hersteller stabilisiert alle größeren Tasten
nicht jeder Hersteller stabilisiert alle größeren Tasten

Die Angabe des Key-Rollovers (Anzahl der gleichzeitig zu drückenden Tasten) erfolgte in jedem Fall für den Kunden nachteilig, das heißt suggestiv und und entgegen dem üblichen Gebrauch der Bezeichnung als Angabe der minimal gleichzeitig möglichen Tastenkombinationen. Verwendet wurde das K-RO jedoch als Maximalwert inklusive „Modifier“-Tasten, was unrealistisch hohe Ziffernwerte generiert, die im Alltag niemals erreicht werden. Ohnehin kam keine Tastatur über einfaches 2-KRO hinaus, wenngleich die Kombinationsmöglichkeiten darüber hinaus – wie im „WASD“-Bereich getestet – unterschiedlich hoch ausfallen. Die Spieletauglichkeit unterscheidet sich demnach tatsächlich. Allerdings müssen nicht zwingend viele Tasten gleichzeitig gedrückt werden können, um problemlos spielen zu können. Fast alle Tastaturen schränken unabhängig dieser Werte ihren Nutzer zumeist nur sehr selten ein – wenn überhaupt.

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