2/3 LG G2 Mini im Test : Das Topmodell G2 auf Diät

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Performance & Oberfläche

LGs neuer Anspruch auf Aktualität wirkt sich positiv auf das G2 Mini aus: Das Modell kommt ab Werk mit der aktuellen Android-Version 4.4.2 „KitKat“, darüber stülpt LG wie gewohnt seine eigene Oberfläche. Diese unterscheidet sich allen voran optisch vom „reinen“ Android, LG setzt auf viele knallige Farben und ein insgesamt sehr buntes Erscheinungsbild. Funktionell ergänzt LG das Betriebssystem erneut durch seine „QSlide“-Anwendungen, die sich als Miniatur über geöffnete Programme legen, und eigene Widgets.

Zudem bietet LG neben dem bekannten „KnockON“ – dem Aufwecken und Sperren per Doppeltipp auf den Bildschirm – erstmals „Knock Code“. Innerhalb dieser Methode wird der Bildschirm in vier virtuelle Quadrate geteilt, in welchen der Nutzer verschiedene Muster der Fingerberührungen tippen kann. Dieses Muster wird anschließend genutzt, um das Smartphone zu entsperren. Im Zusammenspiel mit den Knöpfen auf der Rückseite geht das Bedienkonzept, wie auch beim G2, erneut auf. Liegt das Smartphone auf dem Tisch, lässt es sich so schnell entsperren, in der Hand ist hingegen der Knopf auf der Rückseite schnell erreichbar.

Für genug Leistung soll der Snapdragon 400 im Zusammenspiel mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher sorgen. Als GPU kommt eine Adreno 305 zum Einsatz. Diese Kombination reicht für eine weitgehend flüssige Bedienung im Alltag, bei Multitasking oder größeren Anwendungen wie der Kamera kommt es allerdings häufiger zu Ladezeiten von mehreren Sekunden. Wird die Nutzung zurückgeschraubt, erweist sich das G2 Mini als reaktionsfreudiger und befriedigend flott, für Power-User sind allerdings sowohl Prozessor als auch Arbeitsspeicher zu knapp bemessen. Kürzlich geöffnete Programme müssen bereits nach kurzer Zeit komplett neu geladen werden, da sie aus dem RAM entfernt wurden. Für 3D-Spiele ist das Smartphone nur bedingt geeignet. Fordern diese viel Leistung, muss mit längeren Ladezeiten und Darstellungseinbußen gerechnet werden.

Kamera

LG G2 Mini im Test
LG G2 Mini im Test

Das G2 Mini schießt Fotos mit einer 8-Megapixel-Kamera und einer f/2,4-Blende, bei schlechteren Lichtverhältnissen soll eine LED-Leuchte aushelfen. Auf der Front stehen dem Nutzer 1,3 Megapixel für „Selfies“ und Videotelefonate zur Verfügung. Bei guten Lichtverhältnissen fängt das G2 Mini Farben sehr kräftig, aber stets natürlich ein. Im Vordergrund sind Details gut zu erkennen, weiter im Hintergrund sinkt allerdings auch bei Landschaftsaufnahmen der Detailgrad merklich. In diesen Bereichen verlaufen die Farben ineinander, wodurch Details und Schärfe verloren gehen. Für Schnappschüsse reicht die Kamera indes aus, ambitionierte Fotografie kann mit dem G2 Mini jedoch nicht betrieben werden.

LG G2 Mini im Test – Kamera

Die Videoaufnahmen zeigen ebenfalls natürliche Farben und homogenes und klares Bild, bei Aufnahmen näherer Objekte gehen allerdings einige Details verloren. Tonaufnahmen zeigten sich ruhig, das Grundrauschen der Aufnahmen blieb leise. Lediglich bei Gegenwind stießen die Aufnahmen an ihre Grenzen. Sowohl für Fotos als auch Videos gilt, dass diese bei schlechteren Lichtverhältnissen an Qualität einbüßen, die Farben verwaschen stärker und die Aufnahmen verlieren an Schärfe.

LG G2 Mini im Test – Videokamera

Der interne Speicher des G2 Mini beträgt 8 Gigabyte und lässt sich für größere Sammlungen an Multimedia-Inhalten per microSD-Karte erweitern.

Konnektivität

Obwohl LG gegenüber dem G2 den Rotstift angesetzt hat, kommt der kleine Bruder mit einer umfangreichen Ausstattung an Schnittstellen und Verbindungen. So sind nicht nur HSPA+ und Bluetooth 4.0 LE enthalten, sondern auch LTE mit bis zu 150 Mbit/s im Download und ein Infrarot-Sender für den Einsatz als Universalfernbedienung. WLAN nach ac-Standard hat das G2 der kompakteren Variante hingegen voraus. Telefonie und mobiles Internet testeten wir im Netz von o2 im Ruhrgebiet und konnten keinerlei Probleme feststellen. Downloads und Webseiten luden schnell, das Netz blieb stets stabil. Es kam zu keinem Abbruch von Internet oder Telefonaten. Gesprächspartner waren laut und deutlich zu hören. Für die drahtlose Übertragung von Inhalten steht dem Käufer Miracast und Wi-Fi-Direct zur Verfügung, dank MHL lässt sich das G2 Mini mit optionalem Adapter auch per HDMI an einen Fernseher oder Monitor anschließen.

Laufzeiten

Der Snapdragon 400 sorgt im Zusammenspiel mit dem 2.440 mAh (9,3 Wh) messenden Akku für eine sehr gute Akkulaufzeit im Alltag. Dies liegt an der stromsparenden Cortex-A7-Architektur des Prozessors und dessen Fertigung in 28 Nanometer auf der einen, und der relativ geringen Displayauflösung auf der anderen Seite. Auch bei umfangreicher Nutzung von mobilen Internet beim Surfen und durch Messenger als auch Telefonaten von rund einer halben Stunde und durchschnittlicher Helligkeit auf 50 Prozent meistert das G2 Mini problemlos einen Tag mit ausreichend Restladung, bei weniger intensiver Nutzung sind auch zwei Tage kein Problem – auch mit 3G und WLAN im Hintergrund, ein sehr guter Wert. Auch in unserem Video- und Browser-Dauertest zeigte das G2 Mini mit rund sieben Stunden überdurchschnittliche Werte, kann jedoch nicht mit dem überragenden Samsung Galaxy S4 mini und dem Sony Xperia Z1 Compact mithalten.

LG G2 Mini im Test
LG G2 Mini im Test

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