13/15 Radeon R9 285 im Test : Schneller Tonga mit kastriertem Speicher

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Takt-Skalierung

Bei einer Grafikkarte limitiert entweder die Rohleistung der GPU oder die Speicherbandbreite. Welcher dieser Faktoren bei der AMD Radeon R9 285 und somit der neuen Tonga-GPU entscheidend ist, lässt sich durch Veränderung der jeweils relevanten Taktrate bestimmen. Ist ein schnellerer Speicher aufgrund des verkleinerten (aber effizienteren) Speicherinterfaces von Vorteil, oder limitiert der GPU-Takt?

Rating - Taktraten
Angaben in Prozent
    • R9 285 @ 1.100/3.000
      114,8
    • R9 285 @ 1.100/2.750
      112,7
    • R9 285 @ 1.000/2.750
      106,1
    • R9 285 @ 918/3.000
      101,0
    • R9 285 @ 918/2.850
      100,1
    • R9 285 @ 918/2.750
      100,0

AMDs Verbesserungen bei der Speicherbandbreiteneffizienz greifen offensichtlich voll, denn die Speicherbandbreite der Radeon R9 285 ist für Spiele völlig ausreichend. Mehr Speichertakt bringt keinerlei Vorteile. Selbst bei einer höheren Rohleistung durch mehr Chiptakt (1.110 statt 918 MHz) steigt die Leistung durch mehr Speicherbandbreite (3.000 statt 2.750 MHz) kaum.

Ganz anders sieht es dagegen bei der Chipgeschwindigkeit selbst aus, die bei der Radeon R9 285 deutlich limitiert. Einen um neun Prozent höheren GPU-Takt setzt die Radeon R9 285 in sechs Prozent mehr Leistung um. Eine um knapp 20 Prozent höhere Frequenz resultiert noch in 14 Prozent mehr Leistung. Das sind zwar keine optimalen, aber dennoch sehr gute Werte. Beim Übertakten der Radeon R9 285 sollte deshalb insbesondere Wert auf eine Erhöhung des GPU-Taktes gelegt werden.

Dies zeigt auch, in welche Richtung es bei einer Radeon R9 285X gehen könnte: Mehr Speichertakt wird AMD kaum brauchen, beim Chiptakt ist hingegen noch Luft nach oben.

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