5/8 Intel SSD 750 Series im Test : Brachial schnelle SSD mit hoher Leistungsaufnahme

, 97 Kommentare

Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zum Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Iometer

Die Messung der sequenziellen Leserate mit Iometer lieferte hohe Werte, aber mit rund 1.160 MB/s lange nicht die vom Hersteller versprochene Leistung von 2.400 MB/s. Entsprechend blieb die Samsung SM951 mit deutlichem Vorsprung an der Spitze.

Beim Schreiben werden wiederum die versprochenen 1.200 MB/s geboten, die Intel SSD 750 setzt sich knapp vor das schnelle Samsung-Modell.

Die zu niedrig erscheinende Leserate veranlasste die Redaktion zu zusätzlichen Tests. Es zeigte sich, dass die maximale Leserate erst bei einer höheren Anzahl ausstehender Befehle (Queue Depth) erreicht wird. Mit einer Queue Depth von 16 oder mehr Befehlen wurden schließlich 2.700 MB/s erzielt, was die versprochenen Leistungswerte sogar deutlich übertrifft.

Der für die Vergleichbarkeit stets gleichbleibende Testablauf von ComputerBase sieht jedoch im Iometer-Benchmark eine Queue Depth von 3 vor, die sich näher am Alltagseinsatz bei Privatnutzung orientiert, während höhere Werte eher bei Server- und Mehrbenutzerumgebungen zu finden sind. Doch dieses Szenario schmeckt der SSD 750 nicht, erreicht diese bei niedrigen Warteschlangentiefen nur Transferraten im Bereich von 1.100 bis 1.200 MB/s.

Für die sequenziellen Tests mit AS SSD oder CrystalDiskMark gilt diese Einschränkung aber nicht.

AS SSD

Die sequenzielle Leserate fällt bei diesem Benchmark etwa doppelt so hoch aus wie bei Iometer. Der Vorsprung zur Samsung SM951 beträgt 18 Prozent. Beim Schreiben liegt die Intel-SSD sieben Prozent in Front. Nach Rücksprache mit ComputerBase bestätigte Alex Schepeljanski, der Entwickler von AS SSD, dass der Benchmark die sequenziellen Tests mit nur einem ausstehenden Befehl (QD=1) ausführt. Bei Iometer führte diese Konstellation aber zu einer deutlich verringerten Leserate.

Beim wahlfreien Lesen von 4-KB-Daten bleiben vier Samsung-SSDs vor der Intel 750, beim Schreiben ist sie dafür fast 50 Prozent schneller als die SM951 und mindestens 79 Prozent schneller als alle SATA-SSDs im Testfeld.

Dass die NVMe-SSD gerade bei vielen Befehlen auf Touren kommt, zeigt der Test mit 64 Threads, wo die Konkurrenz lesend wie schreibend nicht einmal die halbe Transfergeschwindigkeit der SSD 750 erreicht. Ein weiterer Beleg für die versprochenen Vorteile von NVMe sind die niedrigen Zugriffszeiten: 18 Mikrosekunden beim Lesezugriff sind absoluter Bestwert. Ist die SSD völlig leer, können sogar 15 Mikrosekunden gemessen werden. Auch beim Schreiben ist die Zugriffszeit deutlich besser als bei allen anderen SSDs mit AHCI-Schnittstelle.

PCMark 8

Das Rennen um den Spitzenplatz im PCMark 8 entscheidet Samsungs SM951 mit einer im Schnitt sieben Prozent höheren Transferrate knapp für sich. In den Anwendungstests liegt mal die SM951 und mal Intels SSD 750 vorne, die zeitlichen Unterschiede sind auch gegenüber den SATA-SSDs marginal.

Auf der nächsten Seite: Praxistests