3/5 Synology DS216j im Test : Erneut kaum Veränderungen, erneut eine Empfehlung

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Benchmarks

Im Folgenden sind die Testergebnisse der Synology DS216j in verschiedene Untergruppen gegliedert. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit wird dabei im RAID1- und im JBOD-Festplattenverbund getestet – optional auch mit aktivierter Verschlüsselung im RAID1, die bei Synology ordnerbasiert gelöst ist, so dass nicht das ganze Laufwerk verschlüsselt werden muss. Da die DS216j mit nur einem Netzwerkanschluss keine Link Aggregation unterstützt, entfallen diese Testreihen.

Die Lautstärke und die Leistungsaufnahme werden ebenso wie das Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis des NAS gesondert behandelt. Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können über die Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden. Die Einzelheiten zur Testmethodik, die den Ergebnissen zugrundeliegt, sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase NAS-Systeme“ zusammengefasst.

Dateitransfer

Bei der Schreib- und Lesegeschwindigkeit zeigt die DS216j im Vergleich zur DS215j ein uneinheitliches Bild. Während die Lesevorgänger quasi gleichauf liegen, liegt die DS216j beim Schreiben einer großen einzelnen Datei 13 Prozent vor der DS215j, beim Schreiben eines großen Ordners mit vielen kleinen Dateien allerdings rund 8 Prozent zurück. Gemittelt liegt die DS216j in den CIFS-Dateitransfers somit knappe 2 Prozent vor der DS215j und 11 Prozent hinter dem schnellsten NAS in dieser Disziplin im Testfeld, der DS215+. Die QNAP HS-251 schafft es als einziges Nicht-Synology-2-Bay-NAS im Testfeld sich mit 6 Prozent vor die DS216j zu setzen.

Im Intel NAS Performance Toolkit beträgt der Vorsprung der DS216j vor der DS215j im Durchschnitt vier Prozent. Der Rückstand auf die DS215+ und DS716+ liegt in diesem Test bei 7 bzw. 8 Prozent. Die HS-251 von QNAP kann sich erneut vor die DS216j schieben und liegt 2 Prozent in Front.

Verschlüsselung

Auch die DS216j unterstützt erneut die von Synology bekannte, ordnerbasierte AES-256-Verschlüsselung. Synology wirbt dabei mit einem „Hardware-Verschlüsselungsmodul“, das die Verschlüsselung beschleunigen und so die Übertragungsraten hoch halten soll. Aufgrund des verbauten SoC mit ARM-Architektur werden Intels AES-N-Instruktionen jedoch nicht unterstützt, wie es etwa die Synology DS415+ bietet.

Bis zu 45 Prozent Leistungssteigerung im Vergleich zur DS215j“ könnte sich Synology als Werbebotschaft für die DS216j bei aktivierter AES-256-Verschlüsselung auf die Fahnen schreiben. Diesen Zuwachs erreicht die DS216j beim Schreiben einer einzelnen großen Datei. Beim Lesen fällt der Vorteil mit 9 bzw. 16 Prozent hingegen deutlich geringer aus, bei der Übertragung eines Ordners mit vielen kleinen Dateien liegt er aber immerhin noch bei 23 Prozent.

Mit den schnellsten NAS im Testfeld, der QNAP HS-251, Synology DS716+ und DS215+, kann die DS216j jedoch bei Weitem nicht mithalten. Diese Systeme bieten mitunter eine mehr als doppelt so hohe Übertragungsrate bei aktivierter Verschlüsselung.

Wie bereits erwähnt unterstützt die Synology DS216j keine Link Aggregation, bei der mehrere Netzwerkanschlüsse gebündelt werden können, um die Datenübertragungsraten zu erhöhen, da sie lediglich über einen Netzwerkanschluss verfügt.

Wer auf diese Funktion Wert legt, muss bei Synology aus der aktuellen Generation inzwischen auf die DS716+ setzen, da alle anderen 2-Bay-Modelle nur noch einen Netzwerkanschluss bieten.

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