6/6 Acer Predator 15 (2016) im Test : Mit kühler GeForce GTX 1070 auch ohne Zusatzlüfter

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Kein Windows Hello und schwacher Klang

Windows Hello wird vom Acer Predator nicht unterstützt. Anwender müssen sich deshalb klassisch anmelden, das Gesicht oder ein Fingerabdruck können nicht dafür herhalten. Der kleine Knopf neben dem Trackpad, der für einen Sensor gehalten werden könnte, schaltet lediglich das Trackpad und die Windows-Taste im Spielebetrieb ab.

Eine Enttäuschung ist der Klang aus den von einem Subwoofer unterstützten Stereolautsprechern. Bei (hoher) maximaler Lautstärke überschlägt sich der auch sonst farblose Klang schnell.

Acer Predator Sense und LED-Beleuchtung

Zur Anpassung des Notebooks an die eigenen Bedürfnisse gibt Acer dem Kunden die Software Predator Sense an die Hand. Mit ihr kann der Anwender:

  1. Die Lüfter dauerhaft mit der Maximaldrehzahl laufen lassen (nicht ratsam)
  2. Die LED-Beleuchtung der Tastatur in vier Zonen farblich anpassen oder abschalten
  3. Die GeForce GTX 1070 dauerhaft in Betrieb nehmen
  4. Makros anlegen und die fünf Programmtasten belegen

Weder das Bios, noch die Software gestatten es Anwendern, tiefgreifend in die Steuerung der Lüfter einzugreifen. Dafür lässt sich die mit einem Sound beim Booten eingeblendete Animation dort abschalten.

Fazit: schnell aber teuer

Das Acer Predator 15 erweist sich im Alltagstest als solide umgesetztes Gaming-Notebook mit schneller CPU und Nvidias zweitschnellster Grafikkarte. Mit nur zwei Dezibel höherer Geräuschentwicklung im Vergleich zum bereits getesteten Schenker XMG U507 Ultimate hält die im Notebook verbaute Kühlung die GPU zu jeder Zeit weit von der kritischen Temperaturschwelle von 90 °C entfernt. Die Lüfter könnten also auch langsamer drehen, die Option bietet Acer Käufern aber nicht.

Als überzeugend erweisen sich auch die Verarbeitung, die Ausstattung mit Anschlüssen und deren Position, das einfache Aufrüsten sowie die Möglichkeit, die LED-Beleuchtung der Tastatur in vier Zonen anzupassen. Auf die Beleuchtung sollten Käufer Wert legen, zusammen mit den roten LED-Streifen im Deckel und der Umrandung des Trackpads ist sie integraler Bestandteil des Konzepts. Nicht überzeugen kann hingegen der Klang der 2.1-Anlage.

Vergleichsweise teuer

Günstig ist das Acer Predator 15 (2016) nicht: Zum Preis von 1.899 Euro für die Basisversion mit GeForce GTX 1060 gibt es bei Medion mit ansonsten identischer Ausstattung ab September bereits die GeForce GTX 1070 und auch MSI bietet mir dem GT62VR-6RE Dominator bereits eine um 200 Euro günstigere Alternative am Markt. Das Schenker XMG U507 Ultimate mit Desktop-CPU kostet hingegen 250 Euro mehr. Zwei Jahre Garantie mit Pick&Return bieten alle vier Hersteller. Testwerte zu den Modellen von Medion und MSI liegen ComputerBase allerdings noch nicht vor.

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