Nvidia Pascal im Notebook im Test: Sehr schnelle GeForce GTX 1070 im XMG U507 Ultimate

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Wolfgang Andermahr
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Testergebnisse

Die mobile GeForce GTX 1070 wurde mit dem für die Grafikeinheit optimierten GeForce 372.53 getestet. Als Vergleichsmodelle halten sämtliche in letzter Zeit getesteten Grafikkarten und damit auch das Grafikkarten-Testsystem her. Es ist zu bedenken, dass dieses als Basis zwar auf fast den gleichen Prozessor (Core i7-6700K) setzt, aber deutlich höhere Taktraten nutzt.

Die Taktraten unter Last

Die mobile GeForce GTX 1070 verhält sich beim Boost wie die Desktop-Grafikkarte – nur mit anders konfigurierten Parametern. So rennt die Grafikeinheit im Schenker XMG U507 in Spielen sofort ins nicht verstellbare Power Target und taktet deshalb deutlicher herunter. Die maximal möglichen 1.898 MHz sind in Notebooks nur ein theoretischer Wert. Darüber hinaus gibt es wie auf der GeForce GTX 1070 Founders Edition das ebenfalls nicht verstellbare Temperature Target. Anders als bei der Grafikkarte für PCs liegt dieses mit 90 Grad Celsius aber deutlich höher.

Desktop vs. Notebook: Die Taktraten nach 30 Minuten Last
Spiel (3.840 × 2.160) GeForce GTX 1070 Founders Edition
Takt nach 20 Minuten
GeForce GTX 1070 im Schenker XMG U507
Takt nach 20 Minuten
(maximales PT/TT)
Anno 2205 1.645-1671 MHz [TT] 1.430-1.455 MHz [PT, TT]
Ashes of the Singularity 1.772-1.785 MHz [TT] 1.569-1.633 MHz [PT]
Assassin's Creed Syndicate 1.696-1.772 MHz [TT] 1.536-1.607 MHz [PT]
Call of Duty: Black Ops III 1.696-1.734 MHz [TT] 1.531-1.596 MHz [PT, TT]
Doom 1.683-1.759 MHz [TT] 1.468-1.557 MHz [PT, TT]
Fallout 4 1.721-1.759 MHz [TT] 1.539-1.596 MHz [PT]
Far Cry Primal 1.634-1.721 MHz [TT] 1.493-1.569 MHz [PT]
GTA V 1.683-1.734 MHz [TT] 1.569-1.596 MHz [PT]
Just Cause 3 1.683-1.721 MHz [TT] 1.569-1.607 MHz [PT]
Might & Magic: Heroes VII 1.645-1.683 MHz [TT] 1.506-1.544 MHz [PT, TT]
Mirror's Edge Catalyst 1.658-1.683 MHz [TT] 1.493-1.531 MHz [PT, TT]
Rise of the Tomb Raider 1.658-1.696 MHz [TT] 1.506-1.557 MHz [PT]
Star Wars: Battlefront 1.620-1.645 MHz [TT] 1.455-1.481 MHz [PT, TT]
The Witcher 3 1.645-1.683 MHz [TT] 1.468-1.506 MHz [PT, TT]
[PT] = Power-Target limitiert, [TT] = Temperature-Target limitiert

Auch wenn die mobile GeForce GTX 1070 im Schenker XMG U507 Ultimate die theoretische Möglichkeit hat, genauso hoch wie die Founders Edition in einem Desktop-PC zu takten, ist sie weit von diesem Maximaltakt entfernt. Zusätzlich zum Power Target, das in jedem Spiel greift, kommt in manchen Titeln nach einiger Zeit zusätzlich das Temperature Target ins Spiel.

Neun Prozent weniger Takt unter Last

In dem Notebook taktet die GeForce GTX 1070 je nach Spiel letztendlich zwischen 1.430 und 1.633 MHz. In den meisten Spielen liegen rund 1.550 MHz an. Auffallend ist, dass die Taktraten zwar nicht ganz so schnell schwanken wie auf der Desktop-Karte, die Sprünge dafür aber größer sind. Der Taktunterschied zur Founders Edition beträgt damit circa 150 MHz oder rund neun Prozent.

Schenker XMG 507 – Taktratenverlauf in Anno 2205
04008001.2001.6002.000MHz 11002003004005006007008009001.0001.1001.2001.3001.400

Im Akku-Betrieb taktet sich auch der Speicher herunter

Wer das Notebook am Akku betreibt, muss in jedem Fall auf 1.000 MHz VRAM-Takt verzichten, nur noch 3.000 MHz liegen dann an. Auch der GPU-Takt wird deutlich reduziert: Je nach Spiel beträgt er nur noch zwischen 800 MHz und 1.400 MHz.

Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

Im Schenker XMG U507 hält die mobile GeForce GTX 1070 das Versprechen, keine 10 Prozent langsamer als die Desktop-Variante zu sein. In 1.920 × 1.080 beträgt die Differenz als Resultat aus dem niedrigeren Takt und mehr Shadern gerade einmal drei Prozent. Damit ist die mobile GeForce GTX 1070 immer noch schneller als eine durchschnittlich übertaktete GeForce GTX 980 Ti und weit vor den mobilen Grafikeinheiten von AMD.

Performancerating
Performancerating – 1.920 × 1.080
    • Gigabyte GTX 1080 Gaming (8GB)
      100,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      93,1
    • Gigabyte GTX 1070 Gaming (8GB)
      81,6
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      81,2
    • Nvidia GeForce GTX 1070 (8GB)
      76,5
    • Schenker XMG U507 (GTX 1070)
      74,1
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      70,3
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      65,5
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      61,9
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      61,7
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      60,4
    • MSI GeForce GTX 1060 Gaming (6GB)
      59,1
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      58,5
    • Schenker XMG U507 @ Akku (GTX 1070)
      58,4
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      56,2
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      55,7
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      55,7
    • Nvidia GeForce GTX 1060 (6GB)
      55,2
    • AMD Radeon RX 480 (8GB)
      52,9
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      52,6
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      52,3
    • AMD Radeon R9 390 (8GB)
      51,3
    • Nvidia GeForce GTX 970 (4GB)
      48,7
    • AMD Radeon R9 290 (4GB)
      46,8
    • Asus Radeon RX 470 Strix (4GB)
      45,4
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti (3GB)
      43,4
    • Sapphire R9 380X Nitro (4GB)
      39,6
    • AMD Radeon R9 380X (4GB)
      37,4
    • AMD Radeon R9 280X (3GB)
      35,9
    • Asus Radeon R9 380 Strix (4GB)
      35,2
    • AMD Radeon R9 380 (4GB)
      34,9
    • Asus GeForce GTX 960 Strix (4GB)
      34,6
    • Nvidia GeForce GTX 960 (4GB)
      31,5
    • Nvidia GeForce GTX 770 (2GB)
      30,7
    • Asus GeForce GTX 950 Strix (2GB)
      28,5
    • Sapphire RX 460 Nitro (4GB)
      26,3
    • Asus Radeon R7 370 Strix (4GB)
      26,2
    • Nvidia GeForce GTX 950 (2GB)
      25,0
    • AMD Radeon R7 370 (4GB)
      24,8
    • AMD Radeon RX 460 (2GB)
      21,8
Einheit: Prozent

Auch wenn für diesen Test kurzfristig kein Notebook mit der Vorgängergeneration zum Test verfügbar war, lässt sich die neue Grafikeinheit leicht zum mobilen Maxwell einordnen. So war das ehemalige mobile Flaggschiff GeForce GTX 980 etwas langsamer als eine GeForce GTX 980 im Referenzdesign für den Deskop-Rechner. Somit ist die mobile GeForce GTX 1070 auf Pascal-Basis in etwa 35 Prozent schneller als das ehemalige Flaggschiff – ohne selbst das neue Flaggschiff zu sein.

Schnell auch in Ultra HD

Die GeForce GTX 1070 hält die Performance nicht nur in niedrigen Auflösungen wie Full HD. Mit Hilfe eines externen Monitors kann die Grafik auch Ultra HD berechnen. Auch dann beträgt der Abstand zur GeForce GTX 1070 Founders Edition gerade einmal drei Prozent.

Auch im Akku-Betrieb ist die Leistung noch hoch

Im Akku-Betrieb fällt die Performance geringer aus. Weil die FPS im Schnitt aber nur um 21 Prozent fallen, werden eine GeForce GTX 980 oder GeForce GTX 1060 auch dann noch geschlagen. Damit ist die GeForce GTX 1070 selbst am Akku im Notebook von Schenker immer noch schneller als das Flaggschiff mit Maxwell. Positiv fällt dabei auf, dass die Spiele weiterhin rund laufen – das ist nicht bei allen Notebooks im Akkumodus der Fall.

1.920 × 1.080
Anno 2205 – 1.920 × 1.080
    • Gigabyte GTX 1080 Gaming (8GB)
      86,5
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      78,7
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      70,8
    • Gigabyte GTX 1070 Gaming (8GB)
      67,8
    • Schenker XMG U507 (GTX 1070)
      60,1
    • Nvidia GeForce GTX 1070 (8GB)
      60,0
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      58,8
    • Schenker XMG U507 @ Akku (GTX 1070)
      51,3
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      51,2
    • MSI GeForce GTX 1060 Gaming (6GB)
      47,4
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      46,0
    • Nvidia GeForce GTX 1060 (6GB)
      44,0
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      42,7
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      41,7
    • Nvidia GeForce GTX 970 (4GB)
      38,9
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      37,0
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      36,6
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      36,5
    • AMD Radeon RX 480 (8GB)
      33,0
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      33,0
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      32,8
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti (3GB)
      31,4
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      29,9
    • AMD Radeon R9 390 (8GB)
      29,2
    • Asus GeForce GTX 960 Strix (4GB)
      28,2
    • Asus Radeon RX 470 Strix (4GB)
      27,4
    • AMD Radeon R9 290 (4GB)
      26,8
    • Sapphire R9 380X Nitro (4GB)
      25,4
    • Nvidia GeForce GTX 960 (4GB)
      25,1
    • AMD Radeon R9 280X (3GB)
      24,6
    • Asus GeForce GTX 950 Strix (2GB)
      23,8
    • AMD Radeon R9 380X (4GB)
      22,9
    • Asus Radeon R9 380 Strix (4GB)
      21,5
    • AMD Radeon R9 380 (4GB)
      21,2
    • Nvidia GeForce GTX 770 (2GB)
      20,2
    • Nvidia GeForce GTX 950 (2GB)
      20,1
    • Sapphire RX 460 Nitro (4GB)
      16,4
    • AMD Radeon RX 460 (2GB)
      15,2
    • Asus Radeon R7 370 Strix (4GB)
      14,8
    • AMD Radeon R7 370 (4GB)
      13,8
3.840 × 2.160
Anno 2205 – 3.840 × 2.160
    • Gigabyte GTX 1080 Gaming (8GB)
      53,2
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      48,2
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      43,4
    • Gigabyte GTX 1070 Gaming (8GB)
      41,4
    • Nvidia GeForce GTX 1070 (8GB)
      38,0
    • Schenker XMG U507 (GTX 1070)
      35,8
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      34,9
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      32,2
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      29,8
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      29,7
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      28,4
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      28,1
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      26,2
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      24,8
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      24,7

In den einzelnen Spielen zeigt sich, dass die Abstände mal kleiner und mal größer ausfallen. So ist die GeForce GTX 1070 im Notebook zum Beispiel in Anno 2205 und Ashes of the Singularity gleich schnell wie die Desktop-Karte – und in Doom sogar minimal schneller. In Assassin's Creed Syndicate und Call of Duty: Black Ops III hingegen ist die Desktop-Variante sieben Prozent schneller unterwegs als das Notebook.