4/5 Samsung Galaxy Note 7 im Test : Für Stylus-Fans genau das Richtige

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Schnelles Exynos-SoC

Im Vorfeld der Galaxy-Note-7-Vorstellung war spekuliert worden, das Smartphone könnte mit einem neuen Exynos-SoC auf den Markt kommen, das 8893 heißt und mit angehobenen Taktspitzen daherkommt. Daraus ist allerdings nichts geworden, wie nun auch im Rahmen der Fachmesse Hot Chips 28 von Samsung begründet wurde.

Deshalb steckt im Galaxy Note 7 der aus dem Galaxy S7 (edge) übernommene Exynos 8890, der deswegen aber nicht weniger schnell ist. Vier von Samsung selbst entwickelte M1-Kerne und vier Cortex-A53 treffen auf eine potente Mali-T880-MP12-Grafikeinheit und vier Gigabyte LPDDR4-Arbeitsspeicher. Diese Kombination hat nichts an ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber der ersten Verfügbarkeit im Frühjahr eingebüßt und zählt weiterhin zum schnellsten, das der Markt zu bieten hat.

Mit an Bord ist auch wieder Samsungs schneller UFS-2.0-Speicher, von dem diesmal gleich 64 GByte verbaut sind. Nach der Ersteinrichtung bleiben davon 50,3 GByte frei. Ein 32-GB-Modell gibt es beim Galaxy Note 7 nicht mehr. Wahlweise lässt sich der interne Speicher über maximal 256 GByte große microSD-Karten (ohne Adoptable Storage) erweitern.

Kamera bleibt sehr gut

Die Kamera ist für die Note-Serie eine der größeren Veränderungen, sie ist aber eins zu eins vom Galaxy S7 übernommen worden und deshalb nur innerhalb der Note-Serie neu. Samsung hat die Auflösung des Sensors gegenüber dem zuletzt in Europa verfügbaren Galaxy Note 4 von 16 auf 12 Megapixel reduziert, dafür aber die Pixelgröße von 1,12 auf 1,4 Mikrometer erhöht. Mit f/1.7 ist die neue Blende außerdem lichtstärker als beim Vorgänger (f/2.2). Beide Veränderungen sollen die Bildqualität steigern – insbesondere unter schlechten Lichtbedingungen. Dass sich diese Maßnahmen positiv bewahrheitet haben, haben schon die Tests zum Galaxy S7 und Galaxy S7 edge gezeigt. Beim Galaxy Note 7 ist das aufgrund der Baugleichheit deshalb nicht anders.

Samsung Galaxy Note 7 im Test – Kamera

Weitere Eindrücke zur Kamera liefert der Test zum Galaxy S7. Verbaute Technik und Ergebnisse fallen mit Galaxy Note 7, Galaxy S7 und Galaxy S7 edge identisch aus.

Kameravergleich
Samsung
Galaxy Note 7
Samsung
Galaxy S7 (edge)
Samsung
Galaxy S6
Apple
iPhone 6s Plus
Hauptkamera Auflösung 12,0 MP 16,0 MP 12,0 MP
Sensorgröße 1/2.5" 1/2.6" 1/3"
Sensorformat 4:3 16:9 4:3
Blendenzahl f/1.7 f/1.9 f/2.2
OIS
Blitz LED Dual-LED
Dual-Tone
Video 2.160p/30 FPS
1.440p/30 FPS
1.080p/60 FPS
1.080p/30 FPS
720p/30 FPS
480p/30 FPS
2.160p/30 FPS
1.080p/60 FPS
1.080p/30 FPS
720p/30 FPS
Zeitlupe 240 FPS/720p 120 FPS/720p 240 FPS/720p
120 FPS/1.080p
Frontkamera Auflösung 5,0 MP
Blitz Display × Display
Video 1.440p/30 FPS
1.080p/30 FPS
720p/30 FPS
480p/30 FPS
720p/30 FPS

100 Prozent Phase-Detection-Autofokus

Ein neues Merkmal des Sensors sind die sogenannten Fokus-Pixel. Dieses technische Merkmal ist an für sich nicht neu bei Smartphones, jetzt spricht Samsung aber von 100 Prozent Phase-Detection-Autofokus oder auch einem Dual-Pixel-Sensor. Das bedeutet, dass für jedes normale Pixel ein Fokus-Pixel für den passiven Autofokus per Phasenvergleich zur Verfügung steht, während Konkurrenzprodukte wie das iPhone 6s (Plus), bei dem Apple ebenfalls mit den Fokus-Pixeln wirbt, nur fünf Prozent der Sensorfläche dafür nutzen. Das sorgt beim Galaxy Note 7 sowohl bei Fotos als auch bei Videos für einen sehr schnellen Autofokus. Sehr schnell geht auch wieder der Start der Kamera vonstatten, besonders dann, wenn dieser über den Home-Button ausgeführt wird. Keine andere Smartphone-Kamera am Markt ist schneller einsatzbereit.

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