5/5 Samsung Galaxy Note 7 im Test : Für Stylus-Fans genau das Richtige

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Akku hält sehr lange

Weil Samsung in dem größeren Gehäuse des Note 7 auch den Stylus unterbringen muss, ist die Akkukapazität nicht gewachsen, sondern sogar leicht gegenüber dem Galaxy S7 edge geschrumpft. 3.500 mAh respektive 13,48 Wh nennt das Datenblatt, das S7 edge liegt mit 3.600 mAh (13,86 Wh) knapp davor. Im Zusammenspiel mit dem etwas größeren Display fallen die Laufzeiten in YouTube (WLAN, 720p) und PCMark für Android deshalb etwas kürzer aus. Große Unterschiede gibt es aber nicht: YouTube läuft mit zwölfeinhalb Stunden eine halbe Stunde kürzer, im PCMark sind es mit neun Stunden rund 20 Minuten weniger. Auch im Alltag gibt es keine spürbar kürzere Laufzeit. Selbst Intensivnutzer kommen locker über den Tag, sparsame Nutzer auch über zwei.

Geladen wird das Galaxy Note 7 erstmals für Samsung über USB Typ C. Über die Schnellladefunktion ist das Smartphone nach circa 100 Minuten voll geladen, alternativ steht auch das kabellose Laden zur Auswahl. Laut Samsungs Datenblatt handelt es sich bei der Typ-C-Buchse um USB 3.1, was eine Bruttodatenrate von 10 Gbit/s ermöglichen würde. Im Alltag ist davon aber nichts zu spüren, mehr als mit 34 MB/s (272 Mbit/s) ließ sich im Test weder von dem internen Speicher lesen oder auf diesen schreiben.

Nano-SIM-Fach nimmt auch microSD-Karte auf
Nano-SIM-Fach nimmt auch microSD-Karte auf

Gute Konnektivität

Das in das SoC integrierte LTE-Modem ist nach Cat. 12 (Downlink) und Cat. 13 (Uplink) spezifiziert. Das ermöglicht Geschwindigkeiten von theoretisch bis zu 600 Mbit/s im Downstream und 150 Mbit/s im Upstream. Vodafone als derzeit schnellster Anbieter Deutschlands ermöglicht bis zu 375 Mbit/s. Darüber hinaus bietet das Galaxy Note 7 Unterstützung für die Ortungsdienste A-GPS (USA), Galileo (Europa), GLONASS (Russland) und BeiDou (China), WLAN-ac (MU-MIMO), Bluetooth 4.2 und NFC.

Fazit: Nur für Stylus-Fans

Das Galaxy Note 7 setzt nahtlos dort an, wo Galaxy S7 und Galaxy S7 edge aufgehört haben, und geht noch einen kleinen Schritt weiter. Groß sind die Unterschiede allerdings nicht, genau genommen gibt es mit dem Stylus nur eine nennenswerte Neuerung. Wer den Stylus nicht benötigt, aber auf den großen Bildschirm und Akku nicht verzichten möchte, greift besser zum Galaxy S7 edge. Und wem das zu groß ist, aber nicht auf das edle Gehäuse mit schneller Hardware verzichten will, nimmt das normale Galaxy S7.

In dem einen Fall kommt man so 200 Euro, im anderen Fall sogar 300 Euro günstiger weg – das ist mehr als ein Drittel. Der neue Iris-Scanner ist dabei nicht entscheidungsrelevant.

Stylus-Sehnsüchtige, die einen Nachfolger für das zuletzt in Deutschland angebotene Galaxy Note 4 suchen, sind deshalb die einzige Zielgruppe für das Galaxy Note 7. Dieser Personenkreis kommt beim Galaxy Note 7 voll auf seine Kosten und wird mit sinnvollen und praktischen neuen Funktionen belohnt. Bei einem Preis von rund 850 Euro muss man allerdings schon ein sehr großes Verlangen nach dem Stylus haben, um Samsung so viel Geld in die Hand zu geben. Samsung bewegt sich mit dem aufgerufenen Preis an der Schmerzgrenze. Mit dem Stylus steht das Galaxy Note 7 aber alleine da, die Exklusivität kostet entsprechend viel.

Nur Stylus-Fans sollten beim Galaxy Note 7 zugreifen
Nur Stylus-Fans sollten beim Galaxy Note 7 zugreifen

Starke Konkurrenz im eigenen Haus

Vom Preis abgewandt ist das Galaxy Note 7 dennoch vor allem eines: ein sehr gutes Smartphone ohne eindeutige Schwäche. Nur aufgrund des neu hinzugekommenen Stylus und Iris-Scanners erhält es aber keine uneingeschränkte ComputerBase-Empfehlung, dafür ist die Konkurrenz im eigenen Haus viel zu stark und günstiger.

Samsung Galaxy Note 7
Produktgruppe Smartphones, 29.08.2016
  • Display++
  • Leistung Produktiv++
  • Leistung Unterhaltung++
  • Laufzeit++
  • Verarbeitung++
  • Referenz-AMOLED-Display
  • extrem schneller Exynos 8890
  • sehr schnelle und gute Kamera
  • Stylus ist präzise und praktisch
  • gute Ergonomie trotz 5,7 Zoll
  • außerordentlich gute Laufzeiten
  • IP68-Zertifizierung
  • sehr gute Verarbeitung
  • hochwertige Materialwahl
  • Speicher per microSD erweiterbar
  • schneller Fingerabdrucksensor
  • endlich USB Typ C
  • Iris-Scanner unpraktisch gelöst
  • langsames USB 3.1
  • noch kein Android 7.0 Nougat
  • kein Adoptable Storage

Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy Note 7 soll regulär ab dem 2. September zur unverbindlichen Preisempfehlung von 849 Euro im Handel erhältlich sein. Vorbesteller sollten das Gerät ursprünglich am 30. August und somit etwas früher ausgeliefert bekommen. Samsung hat allerdings bereits in den vergangenen Tagen mit der Auslieferung an Vorbesteller angefangen. Das Galaxy Note 7 ist in Deutschland ausschließlich mit 64 GByte internem Speicher in den Farben Schwarz, Silber und Blau erhältlich.

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