2/5 Samsung Galaxy Note 7 im Test : Für Stylus-Fans genau das Richtige

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Stylus mit neuen Features

Wer zum Galaxy Note 7 greift, möchte entweder das große Display und den großen Akku haben, was beides jetzt auch mit dem Galaxy S7 edge möglich ist, oder kauft das Smartphone speziell wegen seines einzigartigen Stylus – bei Samsung „S Pen“ genannt. Um letztgenannter Gruppe mehr Anreize für den Kauf zu geben, hat Samsung den Stylus für das Note 7 noch einmal gegenüber dem Galaxy Note 5 überarbeitet und auch in puncto Software nachgelegt – aber gleichzeitig auch ordentlich aufgeräumt.

Der neue Stylus erkennt 4.096 Druckstufen und die jetzt nur noch 0,7 Millimeter dünne Spitze zeichnet breiter, umso flacher der Stift zum Display angewinkelt wird. Die Taste ist etwas weiter nach oben gewandert, sodass sie nun seltener aus Versehen ausgelöst wird. Wie das Galaxy Note 7 selbst ist auch der neue S Pen mit einer IP68-Zertifizierung versehen, die den Einsatz im Nassen erlaubt. Auch bei vollständig benässtem Display funktioniert der Stylus noch zuverlässig, während Touch-Eingaben in diesem Szenario teilweise schon versagen. Selbst Unterwasser kann mit dem Stylus noch auf dem Display geschrieben werden. Die IP68-Zertifizierung des Galaxy Note 7 bleibt auch dann erhalten, wenn sich der Stift nicht im Gerät befindet. Falsch herum reinstecken und dadurch beschädigen lässt sich der S Pen nicht mehr.

Weiche und harte Spitzen stehen zur Auswahl

Ab Werk wird der S Pen mit weicher Spitze ausgeliefert. Mit dieser lässt sich im Test präzise und mit einem sehr guten Schreibgefühl auf dem Glas des Galaxy Note 7 schreiben und zeichnen. Im Lieferumfang befinden sich Ersatzspitzen desselben Typs sowie auch härtere Spitzen. Mit diesen fühlt sich das Schreiben dann aber deutlich mehr nach „Plastik auf Glas“ an, da es kaum noch einen Papier-ähnlichen Widerstand gibt. Die härteren Spitzen sollen insbesondere für Nutzer von Displayfolien ausgelegt sein.

Abgesehen von Veränderungen am S Pen selbst hat Samsung vor allem die Software überarbeitet. Screen-Off-Notizen sind für europäische Nutzer neu, diese gab es allerdings auch schon beim Galaxy Note 5. Wird der Stift bei ausgeschaltetem Display aus dem Gerät gezogen, kann sofort mit „weißer Farbe“ auf dem „ausgeschalteten“ Display geschrieben werden. Das ist praktisch, weil es besonders schnell gelingt. Die so gespeicherten Notizen lassen sich entweder direkt auf dem Always-on-Display oder regulär in der Notizen-App einsehen.

Genau hier setzt auch Samsungs zweite größere Stylus-Veränderung an. Anstatt für jede Funktion des Stiftes eine eigene App auf dem System zu installieren, sind alle Features jetzt in einer App mit dem bekannten Namen „S Note“ vereint. Hier können Notizen gespeichert, Zeichnungen angefertigt oder Screenshots (mit eigenen Modifikationen) abgelegt werden.

Air Command und neues Samsung Notes mit allen Funktionen
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GIF-Funktion und Google Translate

Der Schnellzugriff auf die Stylus-Features kann wieder automatisch oder manuell erfolgen. Ist das Display angeschaltet und das Gerät entsperrt, startet nach dem Herausziehen des Stiftes ein über Android gelegtes Sondermenü mit Stylus-Funktionen. Bereits bekannt sind „Notizen erstellen“, „Screenshot-Notiz“ sowie „Smart Select“. Bei Smart Select gibt es nun aber eine neue und überaus praktische GIF-Funktion. Jedwedes über das Gerät abgespielte Video lässt sich dabei schnell zu einem animierten GIF mit maximal 15 Sekunden Länge wandeln. Dafür muss einfach nur ein Rechteck um den gewünschten Bereich des Videos gezogen und die Aufnahme gestartet werden. Das erstellte GIF lässt sich im Handumdrehen über Facebook, Twitter und Co. sowie alle beliebten Messenger teilen oder einfach auf dem Gerät speichern.

Die zweite größere Neuerung ist ein Übersetzer, der als Basis Google Translate nutzt. Wird „Übersetzen“ im Stylus-Menü ausgewählt, muss der Stift nur noch über ein Wort gehalten werden und kurz darauf erscheint die Übersetzung. Bei den verfügbaren Sprachen steht das gesamte Sortiment von Google Translate zur Auswahl.

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