Nach Galaxy Note 7 : Samsung kassiert 2,1 Mrd. Euro Gewinnerwartung für Q3

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Nach Galaxy Note 7: Samsung kassiert 2,1 Mrd. Euro Gewinnerwartung für Q3

Nach dem endgültigen Verkaufsstopp für das Galaxy Note 7 hat Samsung den in der letzten Woche veröffentlichten Ausblick auf das Quartalsergebnis korrigiert. Entgegen der noch am 7. Oktober erwarteten 6,3 Milliarden Euro (7,8 Billionen Won) geht der Konzern jetzt von 4,2 Milliarden Euro (5,4 Billionen Won) Gewinn aus.

Mehr als 2,1 Milliarden Euro Kosten

Weil davon ausgegangen werden muss, dass erste Kosten oder Rückstellungen für Kosten aus dem ursprünglichen Rückruf bereits im ersten Ausblick berücksichtigt worden waren, schätzt Samsung den finanziellen Schaden aus dem Debakel um das Galaxy Note 7 offensichtlich auf mehr als die jetzt reduzierten 2,1 Milliarden Euro ein. Externe Schätzungen gehen von bis zu vier Milliarden US-Dollar aus.

Kompakte Abmessungen für solch ein großes Display
Kompakte Abmessungen für solch ein großes Display

In den Zahlen nicht enthalten sind jetzt nicht mehr realisierbare Gewinne aus dem Verkauf des Galaxy Note 7, die selbst wiederum schwer zu beziffern sind: Wie viele potentielle Käufer des Galaxy Note 7 zu einem anderen Gerät von Samsung greifen, ist dafür eine entscheidende Eingangsgröße. Bereits gestern kamen Gerüchte auf, Samsung würde die Produktion von Galaxy S7 und S7 edge kurzfristig signifikant steigern.

Auch die Zahl 17 Milliarden US-Dollar geisterte nur Stunden nach dem finalen Verkaufsstopp durch die Medien. Hierbei handelte es sich aber lediglich um den möglicherweise entfallenen Umsatz auf dem prognostizierten Verkauf von 16 Millionen Galaxy Note 7 zum Preis von rund 1.000 US-Dollar – die damit verbundenen Kosten wurden in dem Fall vollständig außer Acht gelassen.

Unsichere Auswirkungen auf den Absatz

Wie groß die Auswirkungen auf den Umsatz des Konzerns sein wird, darüber ist sich Samsung zum aktuellen Zeitpunkt offensichtlich selbst noch nicht sicher: Den Umsatz für das 3. Quartal im Fiskaljahr 2016 gibt Samsung im neuen Ausblick im Intervall von 37,1 bis 38,8 Milliarden Euro an. In der letzten Woche hatte der Konzern noch 39,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.