Crimson ReLive im Test: AMDs Treiber wird schneller, chillt und streamt 4/5

Wolfgang Andermahr 352 Kommentare

Benchmarks Crimson ReLive gegen Crimson

Sämtliche Testreihen wurden auf dem aktuellen Grafikkarten-Testsystem durchgeführt. Als Betriebssystem ist Windows 10 mit sämtlichen Updates installiert. Als Grafikkarte dient die Radeon RX 480 im Referenzdesign, die neben dem neuen Crimson ReLive 16.12.1 auch mit dem Crimson 16.6.2 (erster Polaris-Treiber) und dem neuesten Crimson 16.11.5 getestet wird. Sämtliche Benchmarks sind für den Artikel neu erstellt worden.

Neben den üblichen Spielen im Grafikkarten-Testparcours kommen darüber hinaus vier neue Titel zum Einsatz, die es zum Erscheinen des Crimson 16.6.2 noch nicht gegeben hat. Dies sind Battlefield 1 im Einzelspielermodus sowie Deus Ex: Mankind Divided, Dishonored 2 und Watch Dogs 2.

Testergebnisse mit Polaris und Hawaii

Auf einer Radeon RX 480 mit Polaris-Architektur kann der Crimson ReLive 16.12.1 gegenüber dem Crimson 16.11.5 zulegen. In 1.920 × 1.080 fällt die Performance im Durchschnitt um zwei Prozent höher aus, für einen Zugewinn durch den Treiber ein gutes Ergebnis. Im Vergleich zum Crimson 16.6.2, dem ersten offiziellen Treiber für Polaris, steigt die Performance um fünf Prozent an – wobei der Treiber jedoch noch einen Bug hatte und so die maximale Leistung nicht nutzen konnte.

Die Radeon R9 390 legt durch den Treiber dagegen nur im 0,x-Bereich zu und ist damit quasi gleich schnell wie der Crimson 16.11.5. Während der Treiber für Hawaii schon perfekt optimiert worden ist, gibt es für Polaris noch Raum für Verbesserungen.

Bis zu 12 Prozent mehr FPS in Spielen

In den Einzeltests zeigt sich, dass einige Spiele auch deutlich mehr zulegen. Einen großen Sprung macht Mirror's Edge Catalyst auf der Radeon RX 480, das um sieben Prozent schneller mit dem Crimson ReLive läuft. Doom legt mit der Vulkan-API um fünf Prozent durch den neuen Treiber zu und Rise of the Tomb Raider unter DirectX 12 gar um zwölf Prozent. In anderen Spielen zeigen sich Steigerungen von einem, zwei oder drei Prozent.

In einigen Titeln läuft der Crimson ReLive 16.12.1 auch langsamer, jedoch ist das nur selten der Fall. The Witcher 3 zeigt für die Radeon RX 480 den „schlimmsten“ Fall. Dort arbeitet der neue Treiber zwei Prozent langsamer als der Crimson 16.11.5.

Ähnliche Steigerungen in neuen Spielen

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Performancerating, neue Spiele – Radeon RX 480
Angaben in Prozent
    • Crimson ReLive 16.12.1
      100,0
    • Crimson 16.11.5
      97,6
    • Crimson 16.6.2
      96,1

In neuen Spielen zeigt sich interessanterweise genau das gleiche Bild. In Battlefield 1, Deus Ex: Mankind Divided, Dishonored 2 sowie Watch Dogs 2 liefert der Crimson ReLive 16.12.1 im Durchschnitt zwei Prozent mehr Bilder pro Sekunde als der Crimson 16.11.5. Den größten Sprung macht die neueste Version unter DirectX 12 in Deus Ex. Dort zeigen sich vier Prozent mehr Leistung.

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