MacBook Pro 13 Zoll im Test: Ohne Touch Bar, aber mit schneller 15-Watt-CPU 3/4

Jan-Frederik Timm 121 Kommentare

Überdurchschnittliche Laufzeit

Apple gibt die Laufzeit mit 10 Stunden beim Surfen über WLAN sowie dem Betrachten eines Filmes in iTunes an. Das sind in iTunes zwei Stunden weniger als beim Vorgänger. Die Helligkeit lag bei den internen Tests „bei 75 Prozent“, wobei sich Apple dabei auf die Skala zum Einstellen bezieht: Hier sind 12 von 16 Stufen aktiv. In der Praxis liegen dann nur 220 cd/m² an – das ist weniger als die Hälfte der maximal möglichen Helligkeit, bei Tageslicht aber ein realistischer Wert.

Wer Leistung abverlangt, senkt die Laufzeit drastisch

Auch die Laufzeit des MacBook Pro ist stark von der Nutzung abhängig. Im Alltag schwankte die Anzeige zwischen knapp zehn Stunden beim Leerlauf im Browser mit aktiviertem WLAN, sechs Stunden beim Arbeiten im Browser oder der Wiedergabe eines Audiogesprächs in Slack und dreieinhalb Stunden bei rechenintensiveren Anwendungen. Fünf bis sieben Stunden Laufzeit im Arbeitsalltag bei wechselnder Last sind damit ein realistischer Wert.

Im YouTube-Test schneidet das MacBook Pro trotz des um 20 Wattstunden geschrumpften Akkus gut ab. 8 Stunden und 32 Minuten bei eingestellten 200 cd/m² sind aber auch kein neuer Bestwert. Das Surface Book mit 69-Wattstunden-Akku zeigt, was mit Skylake trotz hochauflösendem Display möglich ist.

19 Einträge
YouTube-Akkutest 200 cd/m²
Angaben in Stunden, Minuten
    • Apple iPad Pro 9,7"
      12:20
    • Apple iPad Air 2
      11:56
    • Apple iPad mini 2
      11:29
    • Microsoft Surface Book i7 (Notebook)
      11:28
    • Google Pixel C
      11:27
    • Dell Venue 8 7840
      11:07
    • Huawei MediaPad X1 7.0
      10:35
    • Google Nexus 9
      10:15
    • Sony Xperia Z4 Tablet
      8:58
    • MacBook Pro 13 Zoll ohne Touch
      8:32
    • Lenovo Yoga Tab 3 Pro
      8:30
    • Samsung GalaxyTab Pro S
      8:30
    • Apple iPad Pro
      7:56
    • Huawei MediaPad M2 10.0
      7:36
    • Dell Latitude 7370
      7:32
    • Huawei MateBook Core m5
      7:28
    • Acer Switch Alpha 12
      6:48
    • Microsoft Surface 3
      6:37
    • Sony Xperia Z3 Tablet Compact
      6:26
    • Microsoft Surface Pro 3 i5
      6:02
    • Microsoft Surface Pro 4 i5
      6:00
    • Telekom Puls
      6:00
    • Nvidia Shield Tablet
      5:42
    • Microsoft Surface Pro 4 m3
      5:30
    • Acer Aspire Switch 10
      4:56
    • Acer Predator 15 (2016)
      4:25
    • Microsoft Surface Book i7 (Tablet)
      2:30
    • Schenker XMG U507 Ultimate
      2:25

Lautstärke & Temperatur

Das Kühlsystem mit nur einem Lüfter hat keine Probleme mit dem Core i5-6360U: Beim Surfen unter Windows ist der Lüfter nie zu hören, obwohl er wie bei allen MacBook Pro dauerhaft mit rund 2.000 U/min dreht. Bei Last auf der CPU, beispielsweise beim Encodieren in Handbrake, ist der Lüfter hörbar, aus einer Entfernung von 40 Zentimeter vor und 50 Zentimeter über dem Notebook liegt der Messwert aber weiterhin unter 30 Dezibel. Erst wenn auch die iGPU gefordert wird, wird das Kühlsystem lauter – der Geräuschpegel steigt dann auf messbare 37 Dezibel. Das entspricht dem Wert, den auch leise Gaming-Notebooks erreichen.

Weder auf der Ober- noch auf der Unterseite wird das MacBook unter Dauerlast unangenehm warm. Die wärmste Stelle findet sich im Bereich der Mitte der Tastatur bis rechts oben zum An/Aus-Schalter, wo die CPU beziehungsweise das Kühlsystem sitzen. Hier werden mit der Zeit bis zu 45 °C erreicht. Der Rest des Notebooks zeigt auf der Oberseite 30 bis 35 °C. Unter dem Notebook fallen die Temperaturen jeweils um ein paar Grad Celsius niedriger aus.

Wartung und Reparatur

Das kleine neue MacBook Pro ohne Touch Bar lässt sich so gut warten, reparieren und aufrüsten wie die Vorgänger: so gut wie gar nicht. Allerdings hat es den Varianten mit Touch Bar die noch nicht verlötete SSD voraus. Weil Apple hier allerdings erneut auf einen proprietären Anschluss setzt, muss davon ausgegangen werden, dass der Anwender sie nicht selber wechseln oder gar aufrüsten kann; für die Vorgänger gab es keine Alternativen im Handel. Immerhin dürften Reparaturen außerhalb der Garantie günstiger sein, weil Apple nur die SSD und nicht das gesamte PCB tauschen muss.

Die SSD hat einen proprietären Anschluss
Die SSD hat einen proprietären Anschluss (Bild: iFixit)

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