Mushkin Helix SSD: Comeback nach drei Jahren mit SMI statt SandForce

Michael Günsch 7 Kommentare
Mushkin Helix SSD: Comeback nach drei Jahren mit SMI statt SandForce
Bild: Legit Reviews

Von der erstmaligen Ankündigung bis zum Marktstart machen manche Produkte eine umfassende Wandlung durch. Dies gilt auch für die bereits vor drei Jahren als Prototyp gezeigte PCIe-SSD Mushkin Helix. Damals mit neuem SandForce-Chip vorgeführt, stecken nun ein Controller von Silicon Motion (SMI) und 3D-NAND auf dem M.2-Modul.

Auf der CES 2014 wurden die Pläne zur Mushkin Helix als neues High-End-Modell des Herstellers erstmals bekannt. Der gezeigte Prototyp war mit einem Controller aus der SF3700-Serie von LSI SandForce sowie 2D-NAND von Toshiba bestückt. Die SandForce-Chips sind zwischenzeitlich mit der Übernahme von LSI in den Besitz von Seagate übergegangen. Hier und dort gab es noch Lebenszeichen zu den seinerzeit vielversprechenden SSD-Controllern der Serien SF3700 und SF3500, doch bis heute ist keine SSD auf deren Basis erschienen. Inzwischen gilt die Technik angesichts der neuen PCIe-3.0-Generation mit NVMe auch längst als veraltet.

Mushkin Helix auf der CES 2014
Mushkin Helix auf der CES 2014 (Bild: thessdreview.com)

Comeback mit SM2260 und 3D-NAND

Die CES 2017 hat Mushkin nun für ein Comeback der Helix-SSD genutzt. Geblieben ist nur M.2 als Formfaktor, doch die verlöteten Komponenten sind grundlegend anders. Als Controller setzt Mushkin auf den SM2260, den auch Intel bei der günstigen 600p verwendet. Mushkin kombiniert den Acht-Kanal-Controller aber mit potentiell schnellerem MLC-3D-NAND. Ohnehin spielt die Neuauflage der Mushkin Helix eine Leistungsklasse höher als die 600p: Bis zu 2.500 MB/s beim Lesen und 1.100 MB/s beim Schreiben sollen möglich sein. Auch die IOPS von 232.000 lesend und 185.000 schreibend liegen weitaus höher als die Spezifikationen der 600p.

Mushkin Helix auf der CES 2017
Mushkin Helix auf der CES 2017 (Bild: Legit Reviews)

Als Gemeinsamkeit zur Intel-SSD verbleiben neben Format und Controller die PCIe-3.0-Schnittstelle, die NVMe-Unterstützung sowie der Flash-Hersteller IMFT (Intel/Micron). Mushkin will die Helix aber mit bis zu 2 TByte Speicherplatz anbieten.

Allüberall Silicon Motion

Wie Tom's Hardware außerdem erfuhr, soll in allen für dieses Jahr angekündigten Mushkin-SSDs der Controller von Silicon Motion stammen – Konkurrenzprodukte von Marvell oder Phison spielen demnach keine Rolle.

Mushkin Reactor Armor3D
Mushkin Reactor Armor3D (Bild: Legit Reviews)
Mushkin Triactor 3D
Mushkin Triactor 3D (Bild: Legit Reviews)

Die Helix bleibt dabei das einzige Modell mit PCIe und NVMe. Darüber hinaus sind die SATA-Serien Reactor Armor3D (MLC) und die Triactor 3D (TLC) als mit 3D-NAND und SM2258 aufgerüstete Nachfolger der Mushkin Reactor und Triactor geplant – die älteren Serien sollen aber zunächst weitergeführt werden. Genaue Einführungstermine sind noch nicht bekannt.

Helix (neu) Reactor Armor3D (neu) Reactor Triactor 3D (neu) Triactor
Kapazitäten 250 GB - 2 TB 240 GB - 1.920 GB 250 GB - 2 TB 256 GB - 2 TB 120 GB - 960 GB
Controller SMI SM2260 SMI SM2258 SMI SM2246EN SMI SM2258 SMI SM2256
Schnittstelle PCIe 3.0 x4 SATA 6Gbps
Protokoll NVMe AHCI
NAND-Flash 3D MLC MLC 3D TLC TLC
Seq. Lesen (max.) 2.500 MB/s 565 MB/s 560 MB/s 565 MB/s 560 MB/s
Seq. Schreiben (max.) 1.100 MB/s 525 MB/s 460 MB/s 520 MB/s 515 MB/s
Random Read (max.) 232.000 90.000 76.000 90.000 87.000
Random Write (max.) 185.000 90.000 76.000 90.000 87.000
Quelle: Mushkin via Tom's Hardware