Nvidia Game-Bundles: Gratis-Spiele erhalten Hardware-Bindung

Thomas Böhm 253 Kommentare
Nvidia Game-Bundles: Gratis-Spiele erhalten Hardware-Bindung
Bild: Nvidia

Nvidia bietet in Form von Game-Bundles in zeitlich begrenzten Aktionen Gratis-Spielecodes beim Hardwarekauf. Diese werden nun an die in der Aktion beteiligte Hardware gebunden. Damit wird ein unabhängiges Einlösen und somit das Verschenken oder Verkaufen des Spiels in Teilen unterbunden.

Prepare for Battle macht den Anfang

Das erste von der Umstellung betroffene Game-Bundle ist „Prepare for Battle“, bei dem Käufer einer GeForce GTX 1080 oder GTX 1070 wahlweise For Honor oder Tom Clancys Ghost Recon Wildlands kostenlos per Download-Code erhalten können.

Bei früheren Aktionen, wie der Watch-Dogs-2-Zugabe beim Kauf einer GTX 1080/1070 Ende 2016, konnten Käufer der Hardware unabhängig von der im eigenen PC-System verbauten Grafikkarte den Download-Code für das Gratis-Spiel anfordern. Dies ändert sich mit dem neuesten Bundle: Wie die FAQ von Nvidia erläutert, muss der Spielecode über das Nvidia-Tool GeForce Experience eingelöst werden. Dies ist aber nur möglich, sofern die zur Aktion zugehörige Grafikkarte auch im Rechner verbaut ist.

Im Rechner muss eine Grafikkarte aus der Aktion stecken

Die von Nvidia bereitgestellten Informationen zum aktuellen Game-Bundle klären nicht eindeutig, wie tief die Hardware-Bindung greift. Wie der Handel gegenüber ComputerBase erklärt, muss im Rechner aber eine Grafikkarte vom Typ der aktuellen Aktionsmodelle verbaut sein – in diesem Fall also eine GeForce GTX 1070 oder GeForce GTX 1080. Andernfalls lässt sich der Code nicht einlösen. Die Seriennummer wird hingegen nicht abgeglichen. Nvidia war diesbezüglich nicht kurzfristig für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Weitergabe wird erschwert, nicht unterbunden

Nvidia gibt an, die neuen Regelungen zum Einlösen von Spielecodes einzuführen, um sicherzustellen, dass der eigentliche Zweck des Spiele-Bundles eingehalten wird: Dem Käufer der Hardware soll ein Gratis-Spiel zugesprochen werden. Im Endeffekt bedeutet das für Käufer, dass für die Spiele nicht wie bisher die Möglichkeit besteht, sie an jeden Dritten zu verschenken oder zu verkaufen. An Inhaber einer entsprechenden Grafikkarte lässt sich der Code aber immer noch weiter geben.

Zugleich bedeutet dieser Schritt, dass für das Einlösen eines Spielecodes die Registrierung bei Nvidia notwendig wird. Es wird GeForce Experience vorausgesetzt, welches mittlerweile die Registrierung beim Hersteller für die Nutzung erfordert.

Update 20:51 Uhr

Ars Technica hat die Bestätigung von Nvidia erhalten, dass bei der Hardware-Prüfung durch GeForce Experience lediglich das GPU-Modell und nicht die Seriennummer analysiert wird. Die Spielecodes können also von jedem Besitzer einer Grafikkarte des Aktions-Typs eingelöst werden.

Die Spiele werden dabei ausschließlich an die Accounts der jeweiligen Spieleplattformen gekoppelt. Es erfolgt somit nach der Aktivierung keinerlei Bindung an die Aktions-Grafikkarte: Beim Wechsel der Hardware bleiben die Spiele auf jeden Fall verfügbar.