Star Citizen: Vulkan statt DirectX 12 und als Ablösung für DirectX 11

Jan-Frederik Timm 133 Kommentare
Star Citizen: Vulkan statt DirectX 12 und als Ablösung für DirectX 11
Bild: RSI

Das Weltraum-Epos Star Citizen wird die API DirectX 12 doch nicht unterstützen. Das haben die Entwickler gegenüber der Community verlauten lassen. Mit Vulkan der Khronos Group sei eine technisch ebenbürtige Alternative verfügbar, die nicht zum Umstieg auf Windows 10 zwingt. Langfristig steht damit auch DirectX 11 auf der Kippe.

Vulkan setzt kein Windows 10 voraus

DirectX 12 hätte für die Entwickler nur dann Sinn ergeben, wenn die API gegenüber Vulkan einen substantiellen Vorteil gehabt hätte. Aber das sei nicht der Fall. Beide seien sich sehr ähnlich, beide würden für die Umsetzung bedeuten, 95 Prozent der Grundfeste der Rendering-Pipeline im Vergleich zu DirectX 11 anzupassen. Ein bestimmter Vorteil von Vulkan tritt damit in den Vordergrund.

Vulkan öffnet die Tür für den Einsatz einer Grafik-API auf den Betriebssystemen Windows 7, 8 und 10 sowie Linux. Auf dieser Basis haben wir aktuell sogar vor, in Zukunft nur noch Vulkan zu nutzen und DirectX 11 letztendlich auch noch zu streichen“, teilt Ali Brown, Direktor für Graphics Engineering, mit. „Das sollte keinen unserer Backer [der Crowdfunding-Kampagne, Anm.d.Red.] negativ treffen“, fügt Brown hinzu.

In der Tat ist Vulkan technisch zu allen GPU-Generationen von AMD, Intel und Nvidia bis zurück zu den Architekturen TeraScale 1 (Radeon HD 2000), Westmere (1. Generation Intel Core) und Tesla (GeForce 8) kompatibel – entsprechende Treiber gibt es aber nur für neuere Generationen. Auf älteren ist der grafisch aufwändige Weltraum-Titel aber eh nicht mehr spielbar.

Vulkan setzt sich noch langsamer durch als DirectX 12

Zu was Vulkan in der Lage ist, hat im letzten Jahr Doom gezeigt. Bis heute bleibt der Ego-Shooter aber ein seltenes Aushängeschild. Auch DirectX-12-Titel, die die Vorzüge der nächsten Generation APIs zeigen, sind derzeit noch rar gesät: Ursache ist der hohe Zusatzaufwand, den die Implementierung der Low-Level-APIs gegenüber DirectX 11 für die Spielehersteller bedeutet.