Werbung: Neue AdSense-Regel lohnt sich für Publisher und Google

Nicolas La Rocco 14 Kommentare
Werbung: Neue AdSense-Regel lohnt sich für Publisher und Google
Bild: Google

Google will Publisher, die das Werbenetzwerk AdSense verwenden, in Zukunft genauer über vorliegende Verstöße informieren und AdSense nutzende Seiten präziser dafür bestrafen. Davon profitiert neben den Publishern vor allem Google selbst.

AdSense ist Googles Werbenetzwerk, das Publisher für ihre Webseiten nutzen können, um über eingebundene Werbung Umsätze zu generieren. Das ermöglicht einen für den Leser kostenlosen Webauftritt und der Publisher kann dennoch seine Kosten decken und von der Webseite leben. Auch ComputerBase nutzt teilweise Google AdSense.

Bisher Werbung auf gesamter Seite deaktiviert

Bisher war es so, dass Google bei Verstößen gegen die AdSense-Richtlinien, etwa das Fluten einer inhaltslosen Seite mit zahlreichen Werbebannern, vollständig die über das Netzwerk ausgespielte Werbung für die gesamte Seite deaktiviert hat. Das führte dazu, dass der Publisher keine Werbeumsätze mehr erhielt. Im Gegenzug wurde aber auch Google nicht mehr an den Einnahmen beteiligt, denn AdSense ist ein anteiliges Werbenetzwerk, bei dem der Publisher und Google von der Werbung profitieren.

Laut AdSense-Hilfe erhalten Publisher 68 Prozent des Umsatzes, der über AdSense verbucht wird, bei Suchergebnisseiten in der Google-Suche sind es 51 Prozent. Wird keine Werbung mehr auf einer Seite ausgeliefert, verbucht keine der beiden Parteien Werbeumsätze.

Google profitiert von neuer Regel

Google ändert die AdSense-Richtlinien nun dahingehend, dass bei Verstößen nur noch auf der betroffenen Unterseite des Webauftritts keine Werbung mehr ausgeliefert wird. Dem Publisher fallen bei einem Einzelverstoß somit nicht mehr die Umsätze der gesamten Webseite weg. Davon profitiert vor allem auch Google, denn durch die Regelanpassung schadet sich der Konzern durch eine Strafe nun weniger selbst. In Einzelfällen will Google, sofern benötigt, weiter an der Sperre für die gesamte Seite festhalten, etwa bei außergewöhnlichen oder wiederholten Verstößen, die neue Norm ist aber das Deaktivieren von AdSense für einzelne Seiten.

Neues Policy Center für Publisher

Im Zuge dieser Umstellung will Google mit einem neuen Policy Center für mehr Transparenz gegenüber dem AdSense nutzenden Publisher sorgen. Es soll als zentrale Anlaufstelle für Anliegen rund um das Thema AdSense dienen. Publisher können hier betroffene Seite und die Gründe für eine Sperrung der Werbung einsehen sowie Fehler beheben und Google die aktualisierte Seite zur erneuten Überprüfung vorlegen.