MSI Z270 Godlike Gaming: 3× LAN, 3× M.2 & ASM3142 beim Mainboard-Flaggschiff

Frank Meyer 45 Kommentare
MSI Z270 Godlike Gaming: 3× LAN, 3× M.2 & ASM3142 beim Mainboard-Flaggschiff
Bild: MSI

Mit einem neuen Meilenstein bei Mainboards läutet MSI die nächste Runde im Wettrüsten ein. Das Z270 Godlike Gaming ist als High-End-Unterbau für aktuelle Kaby-Lake-Prozessoren mit neuer „xTend-Technologie“ von Killer ausgestattet, bietet für alle drei M.2-Slots SSD-Kühler und erstmals den neuen USB-3.1-Chip von ASMedia.

Dreifache M.2-Aufnahme mit M2. Shield

Laut MSI soll das Z270 Godlike Gaming den „Motherboard-Olymp“ erklimmen und ist daher mit etlichen Zusatzfunktionen ausgestattet. Wie der Hersteller bereits in einem zuvor veröffentlichtem Bild zeigte, verfügt das neue Spitzenmodell über gleich drei M.2-Steckplätze, die zwischen den vier PCIe-Slots für Grafikkarten positioniert sind. Wie MSI nun weiter bekanntgibt, sind alle drei dieser Aufnahmen „Turbo M.2-Anschlüsse“ mit patentiertem M.2 Shield (Test), welches kompakte SSDs mittels Kühlblechen vor vorzeitigem Leistungsverlust bewahrt. Zudem weist die Kennzeichnung seitens MSI darauf hin, dass alle Slots über PCIe 3.0 x4 angebunden sind und somit die volle Bandbreite zur Verfügung steht. Zwei der drei Aufnahmen können Laufwerke mit einer Länge von 110 Millimetern aufnehmen.

Dreimal Killer-LAN über xTrend als Netzwerk-Switch nutzbar

Als echtes Highlight beim Z270 Godlike Gaming bezeichnet MSI die neue „Killer-xTend-Technologie“, welche als im Mainboard integrierter Netzwerk-Switch fungiert und so für weitere netzwerkfähige Endgeräte als zentrale Anlaufstelle für die Kommunikation mit dem Internet dienen soll. Auch ermöglichen die drei am I/O-Panel vorhandenen Gigabit-LAN-Ports via xTend und der Routing-Funktion den Datenaustausch der angeschlossenen Geräte untereinander.

Gaming-Konsolen, Mobile Devices oder andere PCs müssen somit nicht mehr umständlich über Switches oder Netzwerk-Extender angeschlossen werden, sondern können direkt mit dem Gaming PC verbunden werden.

MSI über die xTrend-Technologie

Die LAN-Schnittstellen realisiert MSI beim Z270 Godlike Gaming über den aktuellen Zusatzchip von Killer (E2500). MSI verspricht, dass weitere Mainboard-Modelle mit Killer xTend-Technologie demnächst folgen sollen. Über den damit gemeinten Zeitrahmen lässt sich nur spekulieren. Möglich wäre eine Vorstellung auf der in der kommenden Woche beginnenden Computex 2017. Des Weiteren bietet das neue Flaggschiff-Modell zum Datenaustausch im Netzwerk auch ein WLAN-ac-Modul, welches für theoretische Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 867 Mbit/s spezifiziert ist und auch als Range-Extender für die kabellose Datenübertragung nutzbar sein soll.

USB 3.1 Gen2 über den neuen ASMedia ASM3142 Zusatzchip

Eine weitere Besonderheit ist beim Z270 Godlike Gaming bei den USB-3.1-Anschlüssen gegeben, denn mit breiter Brust verkündet MSI diese über die neue Generation der USB-Controller von ASMedia mit der Bezeichnung ASM3142 umgesetzt zu haben. Nach dem Gen2-Standard eingestuft, soll der über PCIe-3.0-x2 (16 Gbit/s) angebundene Zusatzchip theoretisch maximale Transferraten von bis zu 1.140 MB/s ermöglichen, wobei die X-Boost-Software mithilft.

MSI Z270 Godlike Gaming

Den „Performance-Boost“ im Zusammenspiel mit entsprechenden Gegenstellen gibt es auch für den ASM2142, allerdings soll er beim ASM3142 nun auch bei zwei angeschlossenen Geräten zur Verfügung stehen. Ohne den Turbo-Modus sollen die möglichen Übertragungsraten immer noch bei 950 MB/s liegen. Darüber hinaus soll der neue ASM3142 im Vergleich zur vorangegangenen Generation der USB-Controller 50 Prozent weniger Energie benötigen.

LED-Beleuchtung noch individueller konfigurierbar

Ebenfalls überarbeitet hat MSI beim neuen Spitzenmodell Z270 Godlike Gaming die LED-Beleuchtung. Ausgestattet mit dem „LED-Rainbow-Strip von Phantek“, sollen sich damit noch mehr Möglichkeiten bei der Ausleuchtung von Gehäusen ergeben. Die 15 Leuchtdioden sind nach Angaben von MSI dank des neuen 4Pin-Headers unabhängig voneinander ansteuerbar, wodurch unterschiedliche Farben zeitgleich ausgestrahlt werden können. Die Konfiguration beziehungsweise die Steuerung erfolgt wie gewohnt über die bekannte Mystic-Light-Software.

18-Phasen-Spannungsversorgung nebst Statusanzeige für OC

Zu den klassischen Merkmalen wie beispielsweise der Kompatibilität zu Arbeitsspeicher und der Bestückung mit SATA-Buchsen verliert MSI aktuell keine Worte. Die vom Hersteller veröffentlichten Bilder lassen noch einen U.2-Anschluss erkennen, genau wie etliche PIN-Header für USB und Lüfter respektive Wasserpumpen. Für große Übertaktungsvorhaben soll das Z270 Godlike Gaming via 18-phasigem VRM-Design obendrein ebenfalls noch gut gerüstet sein. Zudem wird laut den Bildern eine Statusanzeige für den Betriebszustand geboten, die in unmittelbarer Nähe zum Power- und Reset-Schalter positioniert ist. Als Audiolösung ist „AudioBoost 4 Xtreme“ vorhanden, die über zwei Audioprozessoren den parallelen Betrieb der rückseitigen Anschlüsse am I/O-Panel mit den Frontanschlüssen zulässt.

Einen konkreten Termin für den Marktstart nennt MSI für das Z270 Godlike Gaming zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Ebenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt will der Hersteller den Endkundenpreis bekannt geben.