NoCoin: Opera geht gegen verstecktes Mining im Browser vor

Frank Hüber 43 Kommentare
NoCoin: Opera geht gegen verstecktes Mining im Browser vor
Bild: Opera

Mit Opera 50 geht Opera gegen das ungewollte und versteckte Cryptomining im Browser vor. Opera 50 ist somit der erste Browser, der einen entsprechenden Schutz bietet. Im Zuge des Booms der Kryptowährungen hatten Websites die CPU des Nutzers im Hintergrund für Cryptomining genutzt, teils mit versteckten Pop-under-Browserfenstern.

Opera beschreibt im Blogeintrag, der auch auf die anderen Neuheiten von Opera 50 genauer eingeht, dass rund 500 Millionen Nutzer weltweit unbewusst Kryptowährung auf diese Art für andere Nutzer im Hintergrund unwissentlich berechnen. Insbesondere bei Notebooks wirkt sich dies abseits einer starken Auslastung und hoch drehender Lüfter vor allem auch enorm auf die Akkulaufzeit aus. Einige Websites sind in den letzten Wochen sogar dazu übergegangen, Captchas (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) einzusetzen, die eine zeitliche Verzögerung beinhaltet, während derer im Hintergrund Mining auf der CPU des Besuchers abläuft.

Anti-Mining ist an Adblocker geknüpft

Opera 50 unterdrückt das Cryptomining jedoch nur, wenn der Benutzer den integrierten Werbeblocker des Browsers aktiviert, wodurch auch die entsprechenden Skripte gesperrt werden. In den Einstellungen des Browsers findet sich unter dem Abschnitt „Block ads“ nun der Eintrag „NoCoin (Cryptocurrency Mining Protection)“ in den empfohlenen Filterlisten. Wer nicht, wie Opera 50 als Standard hinterlegt, alle Werbung unterdrücken und somit auch harmlose Websites abstrafen möchte, muss manuell die Checkbox „EasyList“ deaktivieren und „NoCoin“ aktiviert lassen, um den Mining-Schutz nutzen zu können, jedoch keine Werbung zu deaktivieren.

Opera 50 mit Mining-Schutz
Opera 50 mit Mining-Schutz (Bild: Opera)

Chromecast- und Oculus-Rift-Unterstützung

Abseits des Mining-Schutzes bietet Opera 50 eine Chromecast-Unterstützung, so dass der Inhalt des Browsers auf einem Display mit verbundenem Chromecast angezeigt werden kann. Auch die VR360-Unterstützung wurde verbessert und der VR-Player unterstützt nun Oculus Rift.

Opera 50 mit Chromecast-Unterstützung
Opera 50 mit Chromecast-Unterstützung (Bild: Opera)
Opera 50 VR-Player
Opera 50 VR-Player (Bild: Opera)
Opera 50 automatische VR-Format-Erkennung
Opera 50 automatische VR-Format-Erkennung (Bild: Opera)

Darüber hinaus können Websites nun als PDF abgespeichert werden und Opera hat das Kontextmenü für Tabs überarbeitet.

Downloads

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    4,5 Sterne

    Alternativer Browser, nutzt ab Version 15 die von Chrome bekannte Rendering-Engine Blink.

    • Version 53.0.2907.99 Deutsch
    • Version 45.0.2552.898, Linux Deutsch
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