Corsair Obsidian 500D im Test: Viel Platz im edlen Alu‑Glas‑Gewand

Carsten Lissack 95 Kommentare
Corsair Obsidian 500D im Test: Viel Platz im edlen Alu‑Glas‑Gewand

tl;dr: Das neue Corsair Obsidian 500D ist ein nobles Gehäuse, bei dem viel Aluminium und Glas zum Einsatz kommen. Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig. Auch die inneren Werte sowie die Vielfältigkeit überzeugen im Test.

High-End-Computergehäuse

Die Obsidian-Serie von Corsair ist inzwischen etabliert und war schon früher ein Synonym für High-End-Computergehäuse. Daran hat sich auch heute im Wesentlichen nichts geändert, auch wenn die Produktvielfalt der Obsidian-Familie inzwischen breiter gefächert ist.

Heute steht der Test des neuen Corsair Obsidian 500D an. Gleich beim Auspacken ereilt einen das Gefühl, es mit einem sehr hochwertigen Produkt zu tun zu haben. Der Midi-Tower besteht an vielen Stellen aus sehr dickem gebürsteten Aluminium und besitzt zwei massive Glasseitenteile, die dunkel getönt sind.

Corsair Obsidian 500D
Corsair Obsidian 500D

Zahlreiche Details am Obsidian 500D warten darauf, entdeckt zu werden. Die nachfolgenden Seiten zeigen, was der neue Midi-Tower, der zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 154,90 Euro den Besitzer wechselt, zu bieten hat.

Lieferumfang und Ausstattung

Dem Corsair Obsidian 500D liegen das obligatorische Schraubenmaterial und fünf Kabelbinder bei, weitere Dreingaben gibt es nicht.

Die Gebrauchsanweisung ist mehrsprachig und sehr einfach gestaltet. Mehr als kurze und wenig präzise Zweiwortsätze verliert der Hersteller zu seinem neuen Produkt oft nicht, was die Vorfreude auf das noch kommende etwas trübt. Einige technische Informationen wie zum Beispiel die Anzahl der möglichen Festplatten fehlen und sind nur aus dem Kontext der Skizzen erkennbar. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Anleitung ist eines Obsidian-Gehäuses nicht würdig.

Merkmale der vorinstallierten Lüfter
Position Größe U/min Anschluss Anlaufspannung
Front 1 × 120 mm 1.000 3-Pin 3,2 Volt
Heck 1 × 120 mm 1.000 3-Pin 3,2 Volt

Corsair stattet das Obsidian 500D ab Werk mit zwei 120-mm-Lüftern aus, die mit maximal 1.000 Umdrehungen pro Minute drehen und eine Anlaufspannung von 3,2 Volt besitzen. Mit seinen äußeren Abmessungen von 500 × 237 × 507 mm (L × B × H) erreicht das Gehäuse ein Volumen von 60,08 Liter und gesellt sich damit zu den klassischen und noch immer weit verbreiteten Midi-Towern.

Die Kombination aus Stahl, Aluminium, Glas und ein wenig Kunststoff an den Standfüßen bringt es auf ein Leergewicht von 10,5 kg. Vorbildlich ist der im Panel verbaute USB-3.1-Typ-C-Anschluss, der im Markt für Computergehäuse noch eine seltene Erscheinung ist.

Bis zu sechs Ventilatoren nimmt das Obsidian 500D auf, womit es für jedes Hardware-Szenario gerüstet ist. Fünf Festplattenstauräume, davon drei für 2,5"-SSDs, genügen meistens den heutigen Anforderungen.

Corsair Obsidian 500D
Mainboard-Format: ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Chassis (L × B × H): 500 × 237 × 507 mm (60,08 Liter)
Seitenfenster
Material: Stahl, Aluminium, Glas
Nettogewicht: 10,50 kg
I/O-Ports: 1 × USB 3.1 Type C, 2 × USB 3.0, HD-Audio
Einschübe: 2 × 3,5"/2,5" (intern)
3 × 2,5" (intern)
vollmodulare Laufwerkskäfige
Erweiterungsslots: 7
Lüfter: Front: 2 × 140 mm oder 3 × 120 mm (1 × 120 mm inklusive)
Heck: 1 × 120 mm (1 × 120 mm inklusive)
Deckel: 2 × 140 mm oder 2 × 120 mm
Staubfilter: Deckel, Front, Netzteil
Kompatibilität: CPU-Kühler: 168 mm
GPU: 400 mm – 425 mm
Netzteil: 275 mm
Preis: 154,90 €

Alu, Alu und noch mehr Alu

Corsair ist es auf den ersten Blick gelungen, einen sehr gut aussehenden Midi-Tower zu entwerfen, der zum Großteil aus sehr dickem und vertikal gebürstetem Aluminium besteht. Die wenigen Ausnahmen sind die getönten Echtglasseitenteile und die Standfüße aus Kunststoff sowie die noch verborgenen Staubfilter. Optisch macht das Obsidian 500D also ordentlich was her.

An der Rückseite sind neben einem vorinstallierten 120-mm-Hecklüfter sieben vertikale und zwei horizontale Erweiterungsslots zu finden. In die beiden Letzteren kann mittels einer optional erhältlichen Riser-Karte eine Dual-Slot-Grafikkarte befestigt werden. Das Netzteil wird, wie inzwischen üblich und weit verbreitet, am Boden verbaut.

Die beiden schweren Seitenteile sind über jeweils zwei Metallscharniere eingehängt und durch eine Schraube gesichert. Sie lassen sich seitlich aufklappen und werden an der Front durch Magnete am Korpus gehalten. Um sie abzunehmen, ist vorher die Schraube am Scharnier zu entfernen.

Bei der Gestaltung des Topcovers weicht Corsair von den sonst unter Computergehäusen weit verbreiteten kreisrunden Löchern ab und wählt stattdessen gleichwinklige Dreiecke als Luftdurchlass. Ein Stück Individualität gibt es also gratis obendrauf.

USB-Typ-C ab Werk

Das an der Vorderseite des Deckels eingelassene Panel umfasst zwei USB-3.0-Anschlüsse und einen im Markt der Gehäuse noch selten vorzufindenden USB-3.1-Typ-C-Anschluss. Auf der rechten Seite des Panels bilden zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Soundaus- und Mikrofoneingang den Abschluss. Links sind ein kleiner runder Reset-Knopf und ein quadratischer Taster eingelassen, um den PC zu starten.

Jeweils ein großer Nylonstaubfilter ist in der Front und im Deckel verborgen. Sie sind magnetisch befestigt und lassen sich zur Seite herausziehen. Mittels Bracket können drei 120-mm-Lüfter oder zwei größere Exemplare mit 140 mm in der Front montiert werden. Im Deckel ist Platz für zwei 120- oder 140-mm-Ventilatoren.

Unter dem Corsair Obsidian 500D gibt es außer einem weiteren Nylonstaubfilter und Kunststoffstandfüßen mit Gummisohle nichts weiter zu entdecken. Das letzte Foto zeigt das Logo an der Front beziehungsweise das, was nach dem Abziehen der Schutzfolie noch davon übrig geblieben ist. Sicher ist das von Corsair so nicht vorgesehen.

Das Obsidian 500D ist hervorragend verarbeitet und bietet eine erstklassige Materialzusammensetzung. Jeder Winkel des neuen Midi-Towers ist robust und überzeugt hinsichtlich seiner Qualität.

Auf der nächsten Seite: Geräumiger Innenraum mit dezentem Raumteiler