Musikstreaming: Spotify plant offenbar eigene smarte Lautsprecher

Frank Hüber 25 Kommentare
Musikstreaming: Spotify plant offenbar eigene smarte Lautsprecher
Bild: PhotoMIX-Company | CC0 1.0

Durch eine Stellenanzeige verrät der Musikstreaming-Dienst Spotify seine Pläne bezüglich eigener Hardware. Spotify sucht nämlich nach Projektmanagern, die für die Produktion, den Vertrieb und die Vermarktung des geplanten Produkts zuständig sein sollen.

Naheliegend wäre, dass Spotify einen eigenen smarten Lautsprecher für die Nutzung des eigenen Dienstes anbietet. Gerüchte, dass das Unternehmen dies plane, halten sich bereits seit knapp einem Jahr, wurden bislang jedoch öffentlich nicht konkretisiert. Die Stellenanzeige ist jedoch ein erster Hinweis, dass die Pläne nun konkreter werden. Bis zu einem finalen Produkt kann jedoch noch einige Zeit vergehen. Die Stellenausschreibung macht dabei deutlich, dass es nicht etwa nur um die Integration des Musikstreaming-Dienstes in neue oder bestehende Produkte anderer Hersteller geht. Um was für Hardware es sich tatsächlich handelt, für die Spotify neue Mitarbeiter sucht, darauf geht die Stellenanzeige allerdings nicht genauer ein.

Spotify kommt derzeit auf mehr als 70 Millionen Abonnenten und ist Marktführer im Bereich des Musikstreamings, so dass eine breite Basis für das Angebot eigener Hardware gegeben wäre.

Spotify Connect

Bislang kann Spotify auf Lautsprechern anderer Hersteller vor allem durch die Funktion „Spotify Connect“ genutzt werden, bei der die Wiedergabe von einem Smartphone oder Tablet aus gestartet und gesteuert wird, der Stream selbst jedoch direkt auf den Lautsprecher ohne Umweg über das mobile Endgerät übertragen wird. Während dies neben der direkten Wiedergabe und Steuerung über Alexa etwa auf Amazons Echo Lautsprechern (Test) möglich ist, unterstützt Apple mit dem HomePod derzeit Spotify Connect nicht, sondern setzt in erster Linie auf den eigenen Musikdienst Apple Music. Es ist davon auszugehen, dass Spotify bei einem eigenen Lautsprecher ebenso verfahren und lediglich den eigenen Musikdienst unterstützen würde.