vivo Apex: Studie zeigt den Weg zu 98 Prozent Screen-to-Body-Ratio

Jan-Frederik Timm 64 Kommentare
vivo Apex: Studie zeigt den Weg zu 98 Prozent Screen-to-Body-Ratio
Bild: vivo

Zur CES 2018 im Januar war vivo der erste Anbieter eines Smartphones mit Fingerabdruckscanner im Display überhaupt. Zum MWC 2018 zeigt der Hersteller aus China bereits die nächste Evolutionsstufe: Die Konzeptstudie vivo Apex erweitert den vom Scanner erfassten Bereich deutlich. Aber das ist nicht das einzige interessante Detail.

Größerer Display-Fingerabdruckscanner

Das mittlerweile als X20 Plus UD in China verkaufte Smartphone von der CES 2018 basierte auf dem von Synaptics präsentierten Sensor Clear ID FS9500, der allerdings nur eine Fläche so groß wie die Fingerspitze erfassen kann.

Die Studie Apex ermöglicht das jetzt auf einer deutlich größeren Fläche. vivo nennt das „Half-Screen In-Display Fingerprint Scanning Technology“ und verspricht, dass Anwender überall auf der unteren Hälfte des Bildschirmes ihren Fingerabdruck verifizieren können sollen. Zumindest bei der zur Messe gezeigten Studie ist das aber noch nicht der Fall, berichtet The Verge. Groß ist die Fläche trotzdem.

Konzeptstudie vivo Apex mit großem Display-Fingerabdruckscanner
Konzeptstudie vivo Apex mit großem Display-Fingerabdruckscanner (Bild: The Verge)

Ob abermals Synaptics die Technik liefert, verrät vivo zwar bisher nicht, es ist aber davon auszugehen. Auch in diesem Fall bedarf es eines OLEDs, das den Fingerabdruck hell erleuchtet, damit der unter dem Display sitzende Sensor ihn lesen kann.

Die Selfie-Kamera verschwindet im Gehäuse

Das Apex ist allerdings mehr als eine Konzeptstudie für den Fingerabdruckscanner. Es bietet noch mehr Funktionen, die Smartphones mit rahmenlosen Displays in Zukunft ausmachen sollen – darunter eine im Gehäuse versenkbare Selfie-Kamera. Für die ist im nur noch 1,8 mm dicken Rahmen über und seitlich des Displays nämlich kein Platz mehr. Sie auszufahren dauert allerdings 0,8 Sekunden.

Ohrmuschel-Audio über Knochenschall

Auch der Sound der Ohrmuschel wird im Apex anders erzeugt als in herkömmlichen Mobiltelefonen. Denn anstelle eines klassischen Lautsprechers soll das vollständig zum Schwingen gebrachte Display die Schallwellen erzeugen, die beim Telefonieren per Knochenschall an das Trommelfell übertragen werden. Die klassischen Lautsprecher finden sich hingegen wie gehabt an der unteren Gehäuseseite.

Ziel sind 98 Prozent Screen-to-Body-Ratio

Ziel sei es, auch unterhalb des Displays auf 1,8 mm zu kommen, aktuell sind es noch 4,3 mm, erklärt vivo. Der Anteil des Displays an der Fläche auf der Vorderseite läge dann bei 98 Prozent. Das Xiaomi Mi Mix 2 kommt auf 93 Prozent und hat die Frontkamera noch im Rahmen unter dem Display verborgen, der Fingerabdrucksensor sitzt auf der Rückseite. Wann vivo mit Apex gezeigte Technologien in Serie fertigen wird, ist nicht bekannt.