AMD Adrenalin 18.3.1: Mehr FPS in DOTA 2, Fortnite, Overwatch, PUBG und Co.

Wolfgang Andermahr 44 Kommentare
AMD Adrenalin 18.3.1: Mehr FPS in DOTA 2, Fortnite, Overwatch, PUBG und Co.
Bild: Bluehole

tl;dr: AMD verspricht mehr Leistung für eigene GPUs in Spielen wie CS:GO, DOTA 2, Fortnite, Overwatch und PUBG. Der erste Treiber, der das Versprechen einlösen soll, ist der Adrenalin 18.3.1. Im Test mit einer Radeon RX Vega 64 sind die Zugewinne in der Tat vergleichsweise groß. Auch Polaris profitiert, wenn auch weniger.

Adrenalin 18.3.1 und die Performance

AMD hat sich vorgenommen, die Geschwindigkeit der eigenen GPUs und das Spielerlebnis in beliebten Online-Spielen wie zum Beispiel DOTA 2, Fortnite, Overwatch oder PUBG sukzessive zu verbessern. Dieser Fokus ist neu. Bis jetzt hatte sich AMD primär den großen und auch deutlich anspruchsvolleren AAA-Spielen angenommen.

Den Auftakt in diesen Bestrebungen hat der erste Treiber für März, der Adrenalin 18.3.1, gemacht. Viele der genannten Titeln sollen mit dem neuen Treiber deutlich an Leistung zulegen. ComputerBase ist diesen Ankündigungen nachgegangen.

Ausgangspunkt sind Benchmarks mit dem Adrenalin 18.2.3 aus dem Februar. Auf dessen Basis war die Redaktion bereits an einem umfassenden Artikel zur Leistung in beliebten Online-Multiplayer-Spielen dran. Der neue und genau für diese Spiele optimierte Treiber kam ComputerBase jetzt einerseits in die Quere, andererseits waren Vergleichswerte schnell erstellt.

Benchmarks auf einer RX 580 und RX Vega 64

In diesem Test treten vorerst die Radeon RX 580 und die Radeon RX Vega 64 stellvertretend für alle aktuellen Radeon-Beschleuniger an. Der komplette Artikel wird später auch Messwerte mit Grafikkarten von Nvidia enthalten.

Testsystem & die Einstellungen

Sämtliche Tests wurden auf einem auf 4,7 GHz übertakteten Core i7-8700K sowie einem 32 Gigabyte großen DDR4-Speicher (Dual Rank, DDR4-3200, 16-16-16-38-1T) durchgeführt. Als Betriebssystem war Windows 10 inklusive sämtlicher Updates installiert. Die Grafikkarten takten mit den Referenz-Vorgaben.

Sämtliche genutzten Spiele wurden in Abhängig der Anforderung an die Grafikkarte in der Auflösung 2.560 × 1.440 oder in 3.840 × 2.160 getestet. Die meisten Spiele wurden in der maximalen Detailstufe getestet, einzig in PUBG wurde diese reduziert, um höhere Frameraten zu erzielen.

Die Benchmarks in PUBG und Co.

In der Tat, der Adrenalin 18.3.1 liefert in vielen Online-Spielen eine bessere Performance als der Adrenalin 18.2.3. Wenn, ja wenn er mit einer Radeon RX Vega 64 kombiniert wird. In DOTA 2 steigt die Leistung um neun Prozent, in Counter-Strike: GO und in World of Warcraft sind es sechs Prozent und Overwatch läuft um vier Prozent schneller. Im Durchschnitt steigt die Framerate in den ausgesuchten Spielen um vier Prozent an, die 99-Percentil-Frametimes um fünf Prozent.

Auch die Radeon RX 580 auf Basis von Polaris wird mit dem Adrenalin 18.3.1 schneller, allerdings nicht so stark wie Vega. Im Durchschnitt steigen die FPS um ein Prozent an, die Frametimes um immerhin um zwei Prozent.

In den einzelnen Spielen findet man den größten Sprung in Counter-Strike: GO. In dem First-Person-Shooter steigt die Framerate um vier Prozent an, die Frametimes um acht Prozent. Aber auch in DOTA 2 gibt es mit drei beziehungsweise vier Prozent eine ordentliche Steigerung. In den restlichen Spielen tut sich dagegen kaum etwas bis gar nichts. Die gute Nachricht: Langsamer ist der neue Treiber aber nirgendwo.

Ein Schritt nach vorne

Der Adrenalin 18.3.1, der inzwischen um eine fehlerbereinigte Version für Final Fantasy XV abgelöst wurde, bringt für Radeon-Grafikkarten in beliebten Online-Spielen wie DOTA 2, Fortnite, Overwatch und PUBG in der Tat mehr Leistung. Einen kleinen Schub gibt es aber nur auf einer Radeon RX Vega. Auf einer älteren Grafikkarte mit einer älteren Architektur wie der Radeon RX 580 ist der Fortschritt hingegen kleiner. Langsamer ist der neue Treiber aber nie. AMD hat das Versprechen also eingelöst. Gleichzeitig kündigt der Hersteller weitere Optimierungen für die nahe Zukunft an.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.