Black Ops IIII: Battle Royale ersetzt Einzelspieler-Modus

Max Doll 151 Kommentare
Black Ops IIII: Battle Royale ersetzt Einzelspieler-Modus
Bild: Activision

Dieses Jahr kann Call of Duty mit gleich mehreren größeren Neuerungen aufwarten. Während die Serie spielerisch gemessen an den Ankündigungen traditionellen Pfaden folgt, wird ausgerechnet das Konzept erheblich geändert: Der Einzelspieler-Modus entfällt zugunsten von Battle Royale.

Während der offiziellen Präsentation war dieses Element dasjenige, das mehrfach als Beleg für die innovative Kraft der Serie und das Hinterfragen der gewohnten Strukturen bei Entwickler Treyarch herangezogen wurde. Unter surreal anmutendem Jubel des Publikums bestätigte Treyarch auf der Bühne die jüngsten Gerüchte zum Spiel.

Battle Royale ist Recycling

Der hier „Blackout“ genannte Modus wird, erläuterten die Entwickler, einen „Black-Ops-Spin“ erhalten, also die Call-of-Duty-Interpretation des Genres werden. Als Umgebung für den Kampf auf Leben und Tod wird eine neue, riesige Karte geschaffen, die Highlights und ikonische Stellen der Multiplayer-Karten aus der gesamten Black-Ops-Serie vereint. Scherzend hieß es, dass die Umgebung „1.500 Mal größer als Nuktetown“ werde.

Dieses Best-of-Recycling setzt sich bei Charakteren und Waffen fort. Auch hier wird die Auswahl unter anderem aus Highlights der ersten drei Black-Ops-Spiele bestehen, wobei auf alle Spielmodi, also auch den Zombie-Part, zurückgegriffen wird. Gekämpft wird nicht nur zu Fuß. Treyarch verspricht Fahrzeuge an Land, zu See und in der Luft, gab aber noch keine Details preis.

Live-Service-Konzept als Story-Ersatz

Ganz auf Geschichten müssen Spieler nicht verzichten. Klassischer Mehrspieler-, Zombie- und Battle-Royale-Modus sollen als „narrative Erfahrungen“ kleine Geschichten erzählen. Der Kampf gegen Untote wird dabei über drei Karten hinweg und wahlweise mit Bots erfolgen. Das Angebot werde zudem permanent erweitert, sagte Treyarch. Black Ops IIII folgt damit dem Live-Service-Konzept, ist also klar ein Online-Spiel, das „auf Jahre hinaus“ mit neuen Inhalten versorgt wird – und, was Treyarch nicht erwähnte, mit Mikrotransaktionen zur Verkaufsfläche wird.

Kleine Änderungen am alten Multiplayer

Im herkömmlichen Mehrspieler-Modus werden die Charaktere zurückkehren. Jede Figur hat, wie in Hero-Shootern nach Overwatch-Muster, eine Spezialfertigkeit und Spezialisierung. Änderungen erfährt das Gameplay ansonsten nur sanft. An Wänden zu laufen, wird nicht mehr möglich sein, das Heilen erfolgt wiederum nicht mehr automatisch, sondern manuell per Tastendruck. Dadurch versprechen sich die Entwickler mehr strategische Tiefe.

Waffen sollen darüber hinaus ebenfalls zu Charakteren werden. Jedes Modell erhält dazu eine individuelle Auswahl Zubehör sowie „Operator Mods“. Dabei handelt es sich um einzigartige Modifikatoren, die die Funktion der Waffe beeinflussen. Ein Maschinengewehr kann so etwa einen Unterdrückungseffekt generieren. Als weitere Änderung wurde die Einführung eines „vorhersehbaren Rückstoßes“ präsentiert. Spieler können daher künftig durch Mausbewegungen den Rückstoß kompensieren. Insgesamt bleiben die Änderungen also überschaubar.

Call of Duty verlässt Steam

Erscheinen wird Black Ops IIII am 12. Oktober für Windows-PCs, die Xbox One und die PlayStation 4. Wie das ebenfalls von Activision produzierte Destiny 2 wird Call of Duty ausschließlich über das Battle.net vertrieben. Weil Blizzard zu Activision gehört, spart sich der Publisher dadurch den Plattformanteil, den Valve bei einer Veröffentlichung auf Steam von Verkaufserlösen einstreicht.