Deepcool New Ark 90 im Test: Das PC-Gehäuse mit Wasserkühlung ab Werk 2/4

Carsten Lissack 36 Kommentare

Praktische Erfahrungen

Platz ist etwas, woran bei einem Big-Tower selten Mangel besteht. Folglich ist ein Großteil der Hardware innerhalb kurzer Zeit im Deepcool New Ark 90 verbaut. Die Installation der Wasserkühlung gestaltet sich trotz wortkarger Bedienungsanleitung verhältnismäßig einfach und erfreut sich einer hohen Sockelkompatibilität. Wer hätte gedacht, das eine AiO-Wasserkühlung aus dem Jahr 2018 noch eine CPU auf AM3-Sockel kühlen würde?

Etwas umständlicher ist da schon der Einbau von 3,5"-Festplatten in den dafür vorgesehenen Käfig. Hierfür ist zunächst die Frontverkleidung zu entfernen, anschließend muss an der linken Seite eine Sicherungsschraube entnommen werden. Erst jetzt lässt sich die Festplattenschiene entnehmen und eine HDD mit ihr verschrauben.

Der restliche Hardware-Einbau gestaltet sich sehr einfach und geht wieder schnell von der Hand. Dank zahlreicher Aussparungen im Mainboardtray sind zufriedenstellende Ergebnisse beim Kabelmanagement ohne größeren Aufwand zu erreichen.

Auch wenn das Deepcool New Ark 90 den Betrieb mit der integrierten AiO-Wasserkühlung vorsieht, lassen sich alternativ auch klassische luftgekühlte Prozessorkühler im Big-Tower verbauen. Diese dürfen eine Höhe von bis zu 188 mm aufweisen. Grafikkarten sind auf eine maximale Länge von 490 mm beschränkt, bei dem Netzteil sind es 312 mm. Hinter dem Mainboardtray ist mit 26 mm ausreichend Platz für das Verlegen dickerer Kabelstränge.

Kompatibilität von Radiatoren

Kein Wunder, dass im New Ark 90 von Deepcool viel Platz für interne Wasserkühlungen vorhanden ist. Schließlich liegt der Schwerpunkt des Big-Towers darauf. Der Hersteller gibt übrigens an, dass die verbaute AiO-Wasserkühlung nicht für die Erweiterung mit zusätzlichen Komponenten vorgesehen ist. Dies ist für versierte Anwender zwar ohne Weiteres möglich, allerdings geht in diesem Fall die Garantie des Herstellers verloren.

Davon unbeeindruckt lassen sich bei bereits vorinstallierter Wasserkühlung mit einem Dual-Radiator (280 mm) im Innenraum in der Front ein Quad-Wärmetauscher (420 mm) und im Deckel ein etwas kleinerer Triple-Kühler (360 mm) einbauen. Auch am Heck ist Platz für ein 140-mm-Single-Modell.

Deepcool New Ark 90 – Testsystem
Deepcool New Ark 90 – Testsystem

Ist im Deckel ein Triple-Radiator verbaut, stehen dem Wärmetauscher in der Front maximal 63 mm inklusive Lüfter an Platz zur Verfügung. Ohne den Wasserkühler im Deckel können selbst die dicksten Radiatoren ohne Probleme verbaut werden. Dann wird allerdings der bereits im Innenraum eingesetzte Radiator verdeckt, ein Ausbau ist somit ratsam.

Deepcool New Ark 90 – 63 mm stehen in der Front zur Verfügung
Deepcool New Ark 90 – 63 mm stehen in der Front zur Verfügung
Deepcool New Ark 90 – Ist der Frontradiator dicker, werden die innenliegenden Lüfter verdeckt
Deepcool New Ark 90 – Ist der Frontradiator dicker, werden die innenliegenden Lüfter verdeckt

Dem Wärmetauscher im Deckel stehen bei verbautem Heckradiator ebenfalls bis zu 63 mm inklusive Ventilatoren zur Verfügung. Letzterer erzeugt dabei keinen Konflikt mit der mitgelieferten Wasserpumpe, die auf dem Sockel befestigt wird.

Deepcool New Ark 90 – Im Deckel dürfen es ebenfalls 63 mm Tiefe sein.
Deepcool New Ark 90 – Im Deckel dürfen es ebenfalls 63 mm Tiefe sein.
Deepcool New Ark 90 – Ein 30-mm-tiefer-Heckradiator passt ohne Probleme
Deepcool New Ark 90 – Ein 30-mm-tiefer-Heckradiator passt ohne Probleme

Viel Platz mit bitterem Beigeschmack

Auch wenn in das Deepcool New Ark 90 insgesamt viel Kühlfläche für eine interne Wasserkühlung untergebracht werden kann, so sind doch einige Abstriche in Kauf zu nehmen. Der größte Kritikpunkt ist, dass für die Verwendung einer größeren eigenen Wasserkühlung der werksmäßige Kreislauf ausgebaut werden muss. Das bedeutet wiederum viel Aufwand und den Verlust der Herstellergarantie.

Auf der nächsten Seite: Messergebnisse