Modulare Maus: Ninox Astrum fragt nach 65.000 $ auf Indiegogo

Max Doll 62 Kommentare
Modulare Maus: Ninox Astrum fragt nach 65.000 $ auf Indiegogo
Bild: Ninox

Das noch junge Unternehmen Ninox möchte über eine Crowdfunding-Kampagne die Produktion einer Maus mit weitgehend modularer Form finanzieren. Vorgegeben sind zwar Technik und Grundparameter wie Länge und Höhe des Gehäuses, die endgültige Form kann aber durch austauschbare Seitenteile selbst gewählt werden.

Um entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, liegen der Astrum zwölf Komponenten bei, die drei verschiedene Formen – Alpha, Beta und Beta IE – ermöglichen. Weitere Bauteile sollen Nutzer mit einem 3D-Drucker entwerfen und bauen können, benötigte Vorlagen will Ninox bereitstellen. Um Geräuschbildung vorzubeugen, werden Auflageflächen mit einer Gummibeschichtung versehen.

Länge und Höhe der Maus bleiben unabhängig der Form mit 133 und knapp 40 Millimetern immer gleich, die Breite variiert durch die unterschiedlichen Bauteile zwischen 58 und 70 Millimetern. Durch diesen Kniff lassen sich eine symmetrische Form sowie Varianten für Rechts- oder Linkshänder erzeugen. Dabei kann auch gewählt werden, ob und auf welcher Seite zusätzliche Tasten platziert werden. Insgesamt besitzt die Maus abhängig von ihrer Konfiguration zwischen vier und acht Buttons.

Verschiebbarer Sensor

Welche Teile angebaut werden, spielt für das Gewicht keine Rolle. Die Astrum soll in jedem Fall weniger als 80 Gramm wiegen, was das Kabel ausschließt. Bewegungen erfasst ein Pixart PMW-3360 mit einer Abtastrate zwischen 100 und 12.000 dpi, der sich verschieben lässt. Anwender haben damit die Wahl, ob ihnen ein zentrierter oder ein stärker der Vorder- oder Rückseite der Maus zugewandter Sensor zusagt. Dies soll, schreibt Ninox, für einige Anwender von erheblicher Bedeutung sein. Angle Snapping und Lift-Off-Distanz (zwei bis drei Millimeter) können wie die RGB-Beleuchtung per Software unter Windows, Mac und Linux konfiguriert werden.

Ungewöhnliche Wege geht das Unternehmen auch bei den Tastern, die Signale mit optischer Erfassung erzeugen. Das Klickgefühl wird als vergleichbar zu Omrons D2FC angepriesen, die in den meisten Mäusen im Spielebereich verwendet werden.

Mindestens 55 US-Dollar

Unterstützer der Kampagne erhalten ein Exemplar der Maus ab 55 (~47 Euro) beziehungsweise 65 US-Dollar (~55 Euro) zuzüglich Versandkosten. Da unter anderem aus der EU verschickt werden soll, entfallen Zollgebühren. Nach Ende des „Frühbucher-Angebots“ liegt der Rabatt aber nur noch bei fünf Prozent. Die Auslieferung soll im Dezember 2018 erfolgen. Zusammengekommen sind bereits 29.000 der 65.000 angefragten US-Dollar. Da sich Ninox für ein festes Finanzierungsziel entscheiden hat, wird das Geld nur bei Erreichen der vollen Summe eingezogen.