Fiberdays 19: Milliarden-Euro-Marke bei 5G-Auktion geknackt

Andreas Frischholz 69 Kommentare
Fiberdays 19: Milliarden-Euro-Marke bei 5G-Auktion geknackt

Passendes Timing: Während in Wiesbaden mit den Fiberdays 19 ein Branchentreff der Telko-Industrie stattfindet, wird auf der anderen Rheinseite in Mainz ein Meilenstein erreicht: Bei der 5G-Auktion wurde die Milliarden-Grenze überschritten.

Das war gestern Abend der Fall und seitdem ist die Summe noch weiter gestiegen. Stand jetzt (Donnerstagabend) befindet sich die Auktion in der 85. Runde, die Gebote belaufen sich mittlerweile auf gut 1,2 Milliarden Euro. Versteigert werden insgesamt 41 Frequenzblöcke, für die die Deutsche Telekom, Telefónica, Vodafone sowie der Neueinsteiger 1&1 Drillisch bieten. Das Höchstgebot für einen einzelnen Frequenzblock stammt derweil von der Telekom, für 2x5MHz bietet der Bonner Konzern gut 72 Millionen Euro.

Gestartet wurde die Auktion in der letzten Woche, ein Ende ist aktuell noch nicht in Sicht. Beendet wird sie erst, wenn keine neuen Gebote mehr für einen Block eingehen. Schätzungen nach wird es also noch einige Wochen dauern, bis das finale Ergebnis feststeht.

Aktuell 72.000 Sendeanlagen, für 5G braucht es 250.000

Vor der Auktion wurden Erlöse in Höhe von 3 bis 5 Milliarden Euro prognostiziert. Das ist auch etwa der Bereich, mit dem der Bund rechnet. Das deutete Ulrich Plate vom Breitbandbüro des Bundes auf der Breko-Glasfasermesse Fiberdays 19 in Nebensätzen an.

In seinem Vortrag skizzierte er auch die Herausforderung beim Aufbau, die nach der Auktion auf die Mobilfunk-Netzbetreiber zukommt. So gibt es aktuell rund 72.000 Sendeanlagen in Deutschland. Für eine 5G-Netzabdeckung reicht das aber nicht aus, dafür sollen rund 250.000 erforderlich sein.

Dabei handelt es sich aber nicht nur um kleine Sendeanlagen – für 5G eigenen sich auch sogenannte Small Cells, die etwa an Straßenlaternen befestigt werden. Entscheidend ist in dieser Hinsicht aber die Vorbereitung beim Glasfaserausbau. Denn die jeweiligen Antennenstandorte müssen mit einer ausreichenden Glasfaser-Infrastruktur versorgt sein, um die für 5G benötigte Bandbreite liefern zu können.