Scythe Fuma 2 im Test: Testergebnisse und Fazit

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Thomas Böhm 195 Kommentare

Testsystem und Methodik

Für den Test des Fuma 2 wird die AM4-Plattform für Kühlertests genutzt. Dabei kommt ein AMD Ryzen 7 1700X (Test) zum Einsatz, der im geräumigen Thermaltake Suppressor F51 untergebracht wird. Messungen werden sowohl mit Basistakt als auch bei übertaktetem Prozessor durchgeführt. Alle Details zu dem Testsystem und der Methodik hält der Artikel „So testet ComputerBase CPU-Luftkühler“ bereit.

Messergebnisse

Um verschiedene CPU-Kühler sinnvoll miteinander vergleichen zu können, werden die Konkurrenten nicht bei gleicher Drehzahl, sondern in Relation zum Schalldruckpegel dargestellt. Diese Variante berücksichtigt eine unterschiedliche Anzahl an Lüftern ebenso wie verschiedene Lüfterformate. Im Diagramm wird die Temperaturdifferenz zwischen CPU- und Raumtemperatur auf der Y-Achse gezeigt, während auf der X-Achse der zugehörige Schalldruckpegel des jeweiligen Kühlers aufgetragen wird.

Ein Kühler ist umso leistungsstärker, je weiter unten sich seine Kurve im Diagramm befindet, und umso leiser, je weiter links die Kurve verläuft. Temperaturdifferenzen werden in Kelvin angegeben. Zum Übertragen auf den heimischen PC kann der entsprechende Wert einfach auf die Raumtemperatur in °C addiert werden, um die Prozessortemperatur in °C zu erhalten. Die Farbkodierung im Diagramm zeigt die Kühlerklasse: Kompaktwasserkühlungen sind in Blau, Doppelturm-Luftkühler in Schwarz, größere Tower-Kühler in Orange, mittlere Tower-Kühler in Grün und Topblow-Kühler in Grau dargestellt. Das neue Testmuster ist in Rot abgebildet. Per Klick auf eine Linie im Diagramm wird der entsprechende Legenden-Eintrag hervorgehoben und via Klick auf selbigen die zugehörige Linie ein- oder ausgeblendet.

Es gilt zu beachten, dass beinahe übereinanderliegende Linien in diesem Plot bedeuten, dass die Kühler quasi gleich sind. Eine noch feinere Unterscheidung ist aufgrund der üblichen Messungenauigkeiten nicht sinnvoll, weshalb eine höher aufgelöste Darstellung bewusst nicht verfügbar ist. Wie an den Daten der Kühler beim Standardtakt des Prozessors ablesbar ist, spielt es ohne Übertaktung ohnehin kaum eine Rolle, welcher der (größeren) Luftkühler eingesetzt wird, da die Kühler kaum gefordert werden. Erst bei übertakteter CPU trennt sich die Spreu vom Weizen.

Der Fuma 2 schlägt sich dabei beachtlich: Zwar kann er sich nicht mit dem seit Jahren ungeschlagenen Noctua NH-D15 (Test) messen, doch ist dieser Kühler deutlich voluminöser und mit zwei größeren Lüftern ausgestattet. Stattdessen liegt der Scythe Fuma 2 fast gleichauf mit dem NH-U12A von Noctua (Test). Andere Doppelturm-Kühler wie den Thermalright Silver Arrow T8 (Test) oder den SilentiumPC Grandis 2 (Test) kann der Fuma 2 aber hinter sich lassen.

Ein sinnvolles Verhältnis aus Kühlleistung und Lautstärke

Der Thermalright Silver Arrow T8 kann das gleiche maximale Kühlvermögen erreichen, doch der Silberpfeil muss dafür unangenehm laut werden. Scythe legt den Fuma 2 mit langsam drehenden Lüftern hingegen so aus, dass die Lautstärke bei maximaler Drehzahl im Rahmen bleibt. Selbst wenn nicht manuell an der Lüfterkurve gedreht wird, gibt es so einen leisen Kühler, der auch mit übertakteten Prozessoren zurechtkommt – wenn auch nicht mit alltagsfernen Rekordversuchen.

Neben der Serienausstattung wird der Fuma 2 zusätzlich mit zwei Noctua NF-A12x25 (Test) als Referenzlüfter getestet. Mit den beiden Luxusventilatoren bestückt, profitiert der Kühler vorwiegend im niedrigen Drehzahlbereich, da die Kühlleistung weniger steil abfällt. Die Referenzlüfter sind beide 25 mm tief, während der vordere Serienlüfter des Fuma 2 als Slim-Version ausgeführt ist, sodass der Kühler nun die erste Speicherbank überragt. Wer den Slim-Lüfter durch ein normales Modell ersetzt, opfert für das Plus an Kühlvermögen Kompatibilität.

Fazit

Scythe macht mit dem Fuma 2 alles richtig: Der Doppelturm-Luftkühler ist leistungsstark, ohne zu Platzproblemen im Gehäuse zu führen. Dazu ist er mit leisen Serienlüftern ausgestattet und bietet ein lobenswert einfaches Montagesystem. Mit einem Preis von circa 50 Euro ist der Fuma 2 für einen Twintower außerdem in einem erfreulich niedrigen Preisbereich angesiedelt.

Scythe Fuma 2 im Testsystem
Scythe Fuma 2 im Testsystem

Wer nach der höchsten Kühlleistung sucht, ist mit einer potenten Wasserkühlung am besten beraten. Die beste Kühlleistung per Luft bietet nach wie vor der Noctua NH-D15 (Test), der jedoch aufgrund seines deutlich größeren Kühlkörpers und mit einem Preis von über 80 Euro andere Nutzer anspricht. Am besten lässt sich der Fuma 2 mit dem Noctua NH-U12A (Test) vergleichen, dem er nahezu ebenbürtig ist. Nur im sehr niedrigen Drehzahlbereich ist der NH-U12A etwas stärker. Das schafft er zwar beeindruckend als Singletower, doch angesichts der hohen Kompatibilität des Fuma 2 ist dessen zweiter Kühlturm nicht im Weg – und der NH-U12A kostet doppelt so viel.

In der Summe ist der Fuma 2 ein sehr gelungener Kühler, der sich keine Schnitzer erlaubt. Wenn ein Mainstream-Prozessor genutzt und nicht übertaktet wird, ist der kleine große Doppelturm schon mehr, als je benötigt wird. Dafür genügt die 30-Euro-Klasse (Test) bereits vollkommen. Wenn aber nach einer starken, leisen, unproblematischen und günstigen Kühllösung für höhere Abwärme gesucht wird, kann der Scythe Fuma 2 uneingeschränkt empfohlen werden.

Scythe Fuma 2
Produktgruppe Prozessorkühler, 21.08.2019
  • Kühlleistung
    ++
  • Qualität Kühlkörper
    ++
  • Qualität Lüfter
    +
  • Montage
    ++
  • Ausstattung
    +
  • Gute Kühlleistung
  • Leise Serienlüfter
  • Hervorragendes Montagesystem
  • Keine Platzprobleme bei RAM, Erweiterungskarten und Gehäuse
  • Fairer Preis
  • (keine)
ComputerBase-Empfehlung für Scythe Fuma 2

ComputerBase hat den Scythe Fuma 2 vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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