Endgame Gear XM1 im Test: Fazit

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Fabian Vecellio del Monego 70 Kommentare

Bereits mit der ersten Maus macht Endgame Gear sehr viel richtig: Vor allem fühlen sich die Tasten sowie das Mausrad der XM1 sehr direkt und präzise an, wenngleich ein Geschwindigkeitsvorteil nur bedingt ersichtlich ist. Keine Defizite leistet sich die Maus zudem bei der Sensorik. Die Kombination aus guten Gleitfüßen und dem geringen Gewicht des Eingabegerätes ergibt indes hervorragende Gleiteigenschaften, obwohl das Kabel letztere gering, aber leider spürbar beeinflusst. Alle genannten Eigenschaften der Maus fußen überdies auch auf ihrer vorbildlichen Verarbeitung, wobei sich das robuste Chassis grundsätzlich für alle Griffvarianten eignet.

Kritikpunkte lassen sich kaum finden – unter anderem auch der Tatsache geschuldet, dass die XM1 nichts über die grundlegende Standardfunktionalität einer Maus hinaus bietet. Zur unverbindlichen Preisempfehlung von rund 60 Euro wären aber zumindest frei belegbare Tasten inklusive Makro-Aufnahme wünschenswert gewesen. Selbst bei günstigeren Gaming-Mäusen sind beide genannten Funktionen mittlerweile obligatorisch. Sofern das ausgeklammert wird, erfüllt die XM1 ihre Rolle als professionelle Shooter-Maus jedoch exzellent.

Das schafft aber eine stark wachsende Zahl an Konkurrenzprodukten ebenso, allen voran die Model O (Test). Jene ist in erster Linie bei ähnlicher Leistung 10 Euro günstiger, bietet aber obendrein eine vollständige Programmierbarkeit und eine Beleuchtung, wenngleich das kaum geringere Gewicht Löchern geschuldet ist. Ohne solche kommt wiederum bei abermals vergleichbarem Gewicht Razers Viper (Test) daher, die auch hinsichtlich der sonstigen Eigenschaften am nächsten an der XM1 liegt: Die optomechanischen Taster sind erstklassig und eine Programmierung zwar möglich, aber nicht auf der Maus speicherbar. Dank einem flexibleren Kabel ist sie dem Einstand von Endgame Gear objektiv überlegen, kostet aber auch 20 Euro mehr.

Interessenten mit sehr kleinen Händen und Präferenz des Fingertip-Grips sei indes der Blick auf die Cooler Master MM710 (Test) oder GPCGRs Model O- (Test) geraten – beide Mäuse stehen der XM1 hinsichtlich der Sensorik in nichts nach, bieten programmierbare Tasten und sind dank Löchern noch leichter. Endgame Gears Maus bleibt nur dann erhaben, wenn ausschließlich die von ihr gebotene Funktionalität als professionelle und puristische Gaming-Maus sowie die ihr eigene hochwertige Verarbeitung ohne Löcher gewünscht sind – andernfalls ist sie für das Gros an Nutzern eine gute, aber nie die insgesamt bessere Alternative.

Endgame Gear XM1
Produktgruppe Mäuse, 24.09.2019
  • Qualität
    ++
  • Sensorik
    ++
  • Ergonomie & Oberfläche
    +
  • Gleiteigenschaften
    +
  • Software
    O
  • Erstklassiger Sensor
  • Sehr geringes Gewicht
  • Direkte und schnelle Taster
  • Tasten nicht frei belegbar
  • dpi-Umschaltung umständlich

ComputerBase wurde die Endgame Gear XM1 leihweise von Caseking zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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