Samsung Galaxy Tab S6 im Test: Display

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Michael Schäfer 210 Kommentare

Samsung setzt beim Galaxy Tab S6 erneut auf ein Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.560 × 1.600 Bildpunkten und einem Seitenverhältnis von 16:10. Gegenüber dem S5e hält wie bereits beim S4 die HDR-Unterstützung wieder Einzug, die für eine bessere Farbdarstellung sorgen soll. Dies zeigt sich auch in der Realität, denn das Panel des S6 stellt Farben, wie von Samsungs OLED-Technologie gewohnt, kräftig und knackig, teilweise aber auch überzeichnet dar. Wem die Darstellung zu stark ausfällt, der kann diese in den Einstellungen unter „Bildschirmmodus“ etwas anpassen. Mit „Natürlich“ und „Lebendig“ stehen jedoch nur noch zwei Modi zur Auswahl, wobei bei letzterem die Farbtemperatur und unter den erweiterten Einstellungen die einzelnen Farben angepasst werden können.

Samsung Galaxy Tab S6 im Test
Samsung Galaxy Tab S6 im Test

Helligkeit, Blickwinkel und Farbtemperatur

Die Blickwinkelstabilität hat sich gegenüber dem S5e deutlich verbessert. Bei normaler Nutzung lassen sich kaum Veränderungen wahrnehmen, lediglich bei großen Winkeln wandert die Darstellung leicht ins Bläuliche. So kann zum Betrachten von Inhalten auch mal mit mehreren Leuten um das Tablet herum gesessen werden.

In Sachen Helligkeit fällt das selbstleuchtende Display jedoch sichtbar hinter das S5e zurück. Konnte sich dies im damaligen Test in dieser Hinsicht lediglich im Mittelfeld behaupten, reiht sich das S6 sogar noch ein paar Plätze dahinter ein: Im Durchschnitt lag die maximal einstellbare Helligkeit bei 283 cd/m², beim S5e waren es noch 350 cd/m². Bei adaptiver Helligkeit steigt die Leuchtkraft bei hoher Außenhelligkeit (im Test aufgrund der fehlenden Herbstsonne durch eine Taschenlampe simuliert) noch mal auf 377 cd/m², doch auch hier hatte das S5e mit 460 cd/m² die Nase deutlich vorne. Der direkte Konkurrent iPad Air 2019 kommt in derselben Disziplin auf 490 cd/m².

Dennoch erscheint die Darstellung im Gebrauch heller, als es die Messwerte verlauten lassen, sodass auch schon eine geringe Helligkeit für eine komfortable Nutzung ausreicht. Trotzdem könnte die Helligkeit für die Verwendung außerhalb der eigenen vier Wände zu niedrig ausfallen. Selbst mit Boost wird es für das gemütliche Surfen im heimischen Garten womöglich schwierig – auch mit Sonnenschirm.

Die Ausleuchtung erscheint gleichmäßig. Im gesamten Display-Bereich variiert die Helligkeit zwar um knapp 40 cd/m², was im Gebrauch jedoch nicht auffällt.

Blaulichtfilter und Nachtmodus

Die Farbtemperatur beläuft sich im Normalzustand auf 6.000 K, lässt sich jedoch mittels diverser Einstellungen wie dem Blaulichtfilter von 2.450 bis 6.800 K regeln. Die Reduzierung der Blauanteile im Licht, die im Verdacht stehen, nach der abendlichen Tablet-Nutzung das Einschlafen negativ zu beeinflussen, kann entweder manuell hinzugeschaltet oder der Automatik überlassen werden. Dabei stehen dem Nutzer zwei Szenarien zur Auswahl: Zum einen besteht die Möglichkeit, einen festen Zeitplan anzugeben, nach dem sich der Filter aktiviert und wieder selbstständig deaktiviert. Des Weiteren kann die Filterung auch am Sonnenstand ausgerichtet werden, wobei Sommer- sowie Winterzeiten berücksichtigt werden sollen. Erfolgt die Reduzierung manuell, wird diese am jeweils im Zeitplan eingegebenen Endzeitpunkt automatisch deaktiviert.

Um die Augen bei Dunkelheit zu schonen, besitzt das System einen integrierten Nachtmodus, bei dem der Hintergrund dunkel eingefärbt wird. Hier erweist sich das AMOLED-Display des Galaxy Tab S6 als Vorteil, denn durch diesen Modus fällt unter Umständen der Stromverbrauch geringer aus. Die Kontrollmöglichkeiten sind ähnlich wie beim Blaulichtfilter. Die Ergebnisse halten sich systemübergreifend jedoch – zumindest bisher – stark in Grenzen. So wirkt sich die dunkle Darstellung lediglich auf die Einstellungen und die Samsung-eigenen Apps aus. Googles eigene Standard-Apps wie YouTube, Chrome oder der Play Store halten sich mit einer Umsetzung dagegen arg zurück.

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