Intel Core i9-10980XE im Test: Benchmarks in Anwendungen und Spielen

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Update Volker Rißka
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Für alle Tests kommt das mit AMD Ryzen 3000 (Test) im Sommer aufgebaute neue Testsystem zum Einsatz. Alle wesentlichen Parameter sind identisch, um die Vergleichbarkeit gewährleisten zu können. Windows 10 wurde deshalb noch nicht auf Version 1909 aktualisiert und der GeForce-Treiber (Download) ist auf dem Stand Juli. Eine Ausnahme gibt es wie immer, das BIOS für das X299-Mainboard musste aktualisiert werden, um die neue CPU erkennen zu können, ohne dieses war sie tatsächlich nicht lauffähig.

Intel Core i9-10980XE im Turbo für alle Kerne
Intel Core i9-10980XE im Turbo für alle Kerne

Benchmarks in Anwendungen

18 Kerne und 36 Threads mit hohem Takt machen auch von Intel Spaß. Und der Leistungszuwachs gegenüber dem Vorgänger Skylake-X ist durchaus beachtlich: Die kleinen Verbesserungen an der Architektur gepaart mit einem deutlichen Taktsprung zeigen eine Performance, die die Erwartungen sogar leicht übertrifft.

Doch Intels Problem ist nicht der Vorgänger, es ist der eigene Zeitplan und Konkurrent AMD. Der kleine Mitbewerber hat in der vergangenen Woche mit dem 16-Kern-Prozessor Ryzen 9 3950X mit Zen 2 ein Brett vorgelegt, an dem sich heute der 18-Kerner die Zähne ausbeißt – und so mehr als deutlich wird, dass 18 Skylake-Kerne einfach nicht mehr der Benchmark sind. Die Mischung aus der massiven IPC-Steigerung von Zen 2 und dem mittlerweile ebenfalls hohen Takt lässt Cascade Lake-X selbst mit zwei zusätzlichen Kernen keine Chance. Und wird dabei auch noch der Blick auf dessen Preis und Leistungsaufnahme geworfen, trennen die Modelle nur noch größere Welten.

Noch gravierender wird es für Core X, wenn die neuen Threadripper 3000 das Spielfeld betreten. Die Mehrleistung liegt in Multi-Core-Anwendungen bei bis zu 75 Prozent, während im Single-Core-Bereich die gleiche Lesitung geboten wird.

Diagramme
Performancerating Anwendungen (Multi-Core)
    • AMD Ryzen Threadripper 3970X
      100
    • AMD Ryzen Threadripper 3960X
      84
    • AMD Ryzen Threadripper 2990WX
      64
    • AMD Ryzen 9 3950X
      61
    • Intel Core i9-10980XE
      57
    • AMD Ryzen Threadripper 2970WX
      56
    • AMD Ryzen 9 3900X (AGESA 1.0.0.4)
      49
    • AMD Ryzen 9 3900X
      49
    • Intel Core i9-9980XE
      48
    • Intel Core i9-7980XE
      48
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      47
    • Intel Core i9-7960X
      46
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      40
    • Intel Core i9-9900KS
      36
    • AMD Ryzen Threadripper 1920X
      36
    • Intel Core i9-9900X
      36
    • Intel Core i9-7900X
      35
    • AMD Ryzen 7 3800X
      35
    • Intel Core i9-9900K
      34
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      34
    • AMD Ryzen 7 3700X
      34
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      32
    • Intel Core i7-9800X
      30
    • AMD Ryzen 7 2700X
      29
    • AMD Ryzen 5 3600X
      27
    • AMD Ryzen 5 3600
      26
    • Intel Core i7-9700
      26
    • AMD Ryzen 7 1800X
      26
    • AMD Ryzen 7 2700
      25
    • Intel Core i7-8700K
      24
    • AMD Ryzen 7 1700
      23
    • AMD Ryzen 5 2600X
      23
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      22
    • AMD Ryzen 5 2600
      21
    • AMD Ryzen 5 1600X
      20
    • Intel Core i5-9400F
      17
    • Intel Core i7-7700K
      17
    • Intel Core i5-8400
      16
    • AMD Ryzen 5 3400G
      14
    • AMD Ryzen 5 2400G
      13
    • Intel Core i7-4770K
      12
    • AMD Ryzen 3 3200G
      10
    • Intel Core i7-2600K
      10
    • AMD Ryzen 3 2200G
      10
    • AMD Athlon 3000G
      7
    • AMD Athlon 240GE
      7
    • Intel Pentium Gold 5400
      7
    • AMD Athlon 200GE
      6
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Intels Strohhalm mit AVX-512 verpufft beim Blick über viele Anwendungen. Er zeigt sich im Testparcours im y-Cruncher in seiner theoretischen Leistungsfähigkeit, aus Gründen der Inkonsistenz und überstarken Einzelgewichtung ist dieser wie WinRAR, welches mit Problemen bei CPUs mit vielen Speicherkanälen kämpft, nicht im Rating berücksichtigt. Die Ergebnisse sind aber einsehbar.

Benchmarks in Spielen (Full HD und UHD)

Auch in Spielen zeigt Intels neues Desktop-Flaggschiff eine verbesserte Leistung, was in erster Linie auf den höheren Takt für die Prozessorkerne sowie den Speicher zurückzuführen ist. Doch mit einem mittleren einstelligen Zuwachs gegenüber der bisherigen Modellreihe bleibt der Sprung deutlich geringer als in Anwendungen und noch immer ist die Lücke zu den echten Gaming-Prozessoren groß. Das Flaggschiff in dem Bereich, der Core i9-9900KS (Test), ist so je nach Szenario 10, 20 oder auch 30 Prozent schneller.

Und ein Problem haben die Core X nun auch noch zusätzlich: Alle größeren Ryzen 3000 sind in der Disziplin mittlerweile schneller unterwegs. Core X wird also nicht nur in Anwendungen geschlagen, sondern auch noch im Gaming.

1.920 × 1.080
Performancerating Spiele (Frametimes) – 1.920 × 1.080
    • Intel Core i9-9900KS
      88
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      86
    • Intel Core i9-9900K
      83
    • Intel Core i7-9700
      82
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      79
    • AMD Ryzen 9 3900X
      78
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      78
    • AMD Ryzen 9 3950X
      78
    • AMD Ryzen 7 3700X
      77
    • AMD Ryzen 7 3800X
      77
    • Intel Core i7-8700K
      76
    • AMD Ryzen Threadripper 3970X
      76
    • AMD Ryzen 5 3600X
      74
    • AMD Ryzen Threadripper 3960X
      74
    • AMD Ryzen 5 3600
      74
    • Intel Core i5-8400
      72
    • Intel Core i5-9400F
      71
    • Intel Core i9-10980XE
      68
    • AMD Ryzen 7 2700X
      66
    • Intel Core i9-9980XE
      65
    • Intel Core i9-9900X
      64
    • Intel Core i7-9800X
      64
    • Intel Core i7-7700K
      63
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      63
    • AMD Ryzen 5 2600X
      63
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      63
    • Intel Core i9-7980XE
      63
    • Intel Core i9-7960X
      61
    • AMD Ryzen 7 2700
      58
    • AMD Ryzen 5 2600
      57
    • AMD Ryzen 7 1800X
      56
    • AMD Ryzen 5 1600X
      55
    • AMD Ryzen Threadripper 2990WX
      54
    • AMD Ryzen 5 3400G
      53
    • AMD Ryzen Threadripper 2970WX
      52
    • AMD Ryzen 5 2400G
      49
    • AMD Ryzen 3 3200G
      45
    • AMD Ryzen 3 2200G
      44
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel
3.840 × 2.160
Performancerating Spiele (Frametimes) – 3.840 × 2.160
    • Intel Core i9-9900KS
      50
    • Intel Core i9-9900K
      49
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      49
    • Intel Core i7-9700
      49
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      48
    • AMD Ryzen 7 3800X
      48
    • AMD Ryzen 7 3700X
      48
    • AMD Ryzen 9 3900X
      48
    • Intel Core i7-8700K
      48
    • AMD Ryzen 9 3950X
      48
    • AMD Ryzen 5 3600
      47
    • AMD Ryzen 5 3600X
      47
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      46
    • Intel Core i9-9900X
      46
    • Intel Core i5-9400F
      46
    • Intel Core i5-8400
      46
    • AMD Ryzen Threadripper 3970X
      46
    • Intel Core i7-9800X
      46
    • Intel Core i9-10980XE
      45
    • AMD Ryzen 7 2700X
      45
    • Intel Core i9-9980XE
      45
    • AMD Ryzen Threadripper 3960X
      44
    • Intel Core i7-7700K
      44
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      44
    • Intel Core i9-7980XE
      44
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      44
    • AMD Ryzen 7 2700
      43
    • AMD Ryzen 5 2600X
      43
    • Intel Core i9-7960X
      43
    • AMD Ryzen 5 2600
      43
    • AMD Ryzen 7 1800X
      42
    • AMD Ryzen Threadripper 2970WX
      39
    • AMD Ryzen Threadripper 2990WX
      39
    • AMD Ryzen 5 3400G
      38
    • AMD Ryzen 5 1600X
      37
    • AMD Ryzen 5 2400G
      36
    • AMD Ryzen 3 3200G
      35
    • AMD Ryzen 3 2200G
      35
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Heute ohne Preis/Leistung in Anwendungen und Games

Zuletzt wieder eingeführt, verzichtet die ComputerBase-Redaktion heute aus gutem Grund auf die Darstellung der beiden Preis-Leistung-Diagramme. Denn wie es um den Preis in Deutschland sowie, viel wichtiger, die tatsächliche Verfügbarkeit bestellt ist, kann heute nicht zweifelsfrei beantwortet werden. Viele Händler winken bei der Thematik bisher ab, einige verweisen direkt auf das Jahr 2020. Das Diagramm wäre eine Zahlenspielerei ohne Rückhalt, denn nicht einmal die Preise für Deutschland hat Intel kommuniziert.

Doch auch ohne Diagramm wird jedem aufmerksamen Leser, der die Benchmarks und die UVP in US-Dollar gesehen hat, auffallen, dass das Verhältnis gegenüber dem Vorgänger zwar besser geworden ist, aber nicht gut genug: Knapp 1.000 US-Dollar und am Ende nicht die Leistung des 820 Euro teuren Ryzen 9 3950X sind kein starkes Argument für das Intel-HEDT-Flaggschiff. Und dann ist da ja auch noch der in Kürze Verfügbare AMD Ryzen Threadripper 3960X, der zwar 1.400 US-Dollar kosten wird, den Core i9-10980XE aber deklassiert. Cascade Lake-X ist für seine moderaten Neuerungen trotz drastischer Preissenkung einfach viel zu spät dran.

MWC 2024 (26.–29. Februar 2024): ComputerBase ist vor Ort!