Twitch-Anbindung: Amazons Spiele-Streaming-Dienst soll 2020 starten

Frank Hüber 99 Kommentare
Twitch-Anbindung: Amazons Spiele-Streaming-Dienst soll 2020 starten

Nach dem Start von Googles Cloud-Gaming-Dienst Stadia kommen neue Gerüchte zum Spiele-Streaming-Dienst von Amazon auf. Bislang hat Amazon, denen bereits der Streaming-Dienst Twitch gehört, derartige Pläne öffentlich nicht betätigt, CNet berichtet jedoch unter Berufung auf zwei Quellen, dass 2020 das Cloud-Gaming-Angebot startet.

Amazon soll demnach damit begonnen haben, erfahrene Mitarbeiter von Unternehmen wie Microsoft anzuwerben, um einen erfolgreichen Start im nächsten Jahr vorzubereiten. Auch für Amazon Web Services, der eigenen Cloud-Plattform hinter einem potentiellen Spiele-Streaming-Dienst, soll Amazon Stellen für eine neue Initiative ausgeschrieben haben, ohne dabei allzu viele Details zu verraten, um welche Aufgaben es sich in diesen Bereichen genau handelt. In einer Stellenausschreibung spricht Amazon lediglich davon, dass der gesuchte Mitarbeiter „innovative Anwendungsszenarien [...] für das Spiele-Streaming vorantreiben“ solle. Zudem glaube Amazon daran, dass in Zukunft „jeder ein Spieler sein werde und jeder Spieler sich mit anderen Spielern im großen Rahmen messen, zusammenarbeiten und verbinden können werde“.

Eng mit Twitch verbunden, Vorgeschmack in Prime?

Darüber hinaus plane Amazon den eigenen Cloud-Gaming-Dienst eng mit Twitch und anderen Angeboten des Unternehmens zu verbinden. Inwiefern hierbei gar eine Verbindung und eingeschränkte Integration des Spiele-Streamings in Amazon Prime angedacht ist, ähnlich wie sie das Unternehmen beim Musikstreaming mit Prime Music bereits umgesetzt hat, ist derzeit noch völlig offen.

Branchengrößen konkurrieren und kooperieren

Mit Microsofts Project xCloud, Sonys PlayStation Now, Googles Stadia, Nvidias GeForce Now und dem künftigen Game-Streaming von Amazon treten die Branchengrößen in einen direkten Konkurrenzkampf und versuchen auch klassische PC-Spieler von ihren Streaming-Diensten, bei denen Spiele im besten Fall jederzeit, überall und unmittelbar abgerufen werden können, zu überzeugen. Dabei kooperieren selbst Konkurrenten, um Erfolg zu haben: Sony setzt für die Cloud auf Microsofts Azure und auch Nintendo könnte auf Microsoft zurückgreifen.