Intel NUC Phantom Canyon: Mini-PC mit Tiger-Lake-CPU setzt auf GeForce GTX 1660 Ti

Volker Rißka 20 Kommentare
Intel NUC Phantom Canyon: Mini-PC mit Tiger-Lake-CPU setzt auf GeForce GTX 1660 Ti
Bild: Intel

Intels zweigeteiltes NUC-Portfolio zum Start der neuen Prozessorgeneration Tiger Lake ist bereits seit Monaten klar, jetzt offenbarte sich, auf welche GPU Intel im großen Modell Phantom Canyon vertrauen wird: Es wird eine GeForce GTX 1660 Ti von Nvidia sein.

Tiger Lake mit Xe trifft Nvidia Turing

Intels noch für dieses Jahr in Aussicht gestellte Tiger Lake bieten zwar erstmals eine Intel-Xe-Grafikeinheit, die deutlich schneller sein soll als bisherige integrierte Lösungen, doch dürfte sie in den U-Prozessoren noch lange nicht zu echten diskreten Lösungen aufschließen können. Diese haben neben mehr Shadern auch immer den großen Vorteil von schnell angebundenem Grafikspeicher, einen Spagat, den Intel mit Kaby Lake-G und der Nutzung einer Vega-GPU und HBM auf einem Package probierte zu gehen – ein Experiment, das floppte. In den nächsten großen NUC wird Intel 100 Watt TDP für das Komplettpaket jetzt wieder klassisch auf CPU und GPU verteilen.

Ein Tiger-Lake-Prozessor mit 28 Watt TDP, dem am höchsten taktenden Produkte dieser Serie, wird mit einer GeForce GTX 1660 Ti aus dem Notebook-Bereich, die bis zu 80 Watt Power aufnehmen kann, kombiniert. Im 3DMark sind erste Ergebnisse des Systems aufgetaucht. Denen zufolge arbeitete die CPU als Engineering Sample mit Turbo-Taktraten von bis zu 4,4 GHz. Der Basistakt von 2,3 GHz ist für eine U-CPU hoch, doch hierfür sorgt primär die Einstufung in die 28-Watt-Klasse – dort schafft sogar Ice Lake 2,3 GHz Basistakt.

Intel Tiger Lake mit GTX 1660 Ti
Intel Tiger Lake mit GTX 1660 Ti (Bild: Hardware Leaks)

Da die GeForce GTX 1660 Ti nun bereits mehrfach in Kombination mit einer Tiger-Lake-CPU aufgetaucht ist, spricht vieles dafür, dass dies auch die finale Konfiguration sein wird. Die Seite Hardware Leaks spekuliert zwar auch auf eine GeForce RTX 2070, doch aufgrund der Markt-Differenzierung und dem darüber stehenden NUC 9 Extreme mit Option auf diskrete RTX 2070, ist dies unwahrscheinlich. Zudem wäre die RTX ein massiver Preistreiber – teure NUCs kauft am Ende jedoch auch kaum einer. Die Lösung mit 1660 Ti ergibt dementsprechend am meisten Sinn.

NUC-Roadmap
NUC-Roadmap (Bild: Fanlesstech)

Übrigens: Die Kombination aus U-Prozessor mit diskreter Lösung musste Intel zuletzt auch einmal gezwungener Maßen gehen. Intels erste 10-nm-Lösung Cannon Lake war so kaputt, dass ihr stets eine Radeon 540 zur Seite gestellt werden musste, um überhaupt ein Bild ausgeben zu können. Doch diesen NUC gab es nicht lange, er wurde bereits letztes Jahr eingestellt.