Stagnation: SSD-Preise teils seit einem Jahr unverändert

Michael Günsch 99 Kommentare
Stagnation: SSD-Preise teils seit einem Jahr unverändert

Seit Monaten herrscht weitgehend Stagnation bei den Preisen für Flash-Speicher-Produkte wie SSDs und Speicherkarten. Einem Bericht aus Taiwan zufolge ist in absehbarer Zeit keine Änderung zu erwarten: Der CEO von Silicon Motion geht von stagnierenden Preisen für NAND-Flash im dritten Quartal 2020 aus.

Laut Wallace Kou, dem Chef des SSD-Controller-Herstellers Silicon Motion, ist davon auszugehen, dass die Vertragspreise für NAND-Flash-Speicher im dritten Quartal unverändert ausfallen, berichtet DigiTimes. Als eine Ursache wird angeführt, dass die Nachfrage nach Notebooks stabil ausfalle.

Preise für SSDs teils seit einem Jahr unverändert

Eine Achterbahnfahrt bei den NAND-Flash-Preisen ist schon lange nicht mehr zu beobachten. Dies zeigt sich auch bei den Preisen für darauf basierende Endprodukte. Die Preise populärer Consumer-SSDs wie der Crucial MX500 (Test) oder der Samsung 860 Evo (Test) haben sich zum Teil seit einem ganzen Jahr kaum verändert. Auch bei SD-Speicherkarten herrscht seit Monaten weitgehend eine Stagnation der Preise.

Preisentwicklung der Crucial MX500 SSD
Preisentwicklung der Crucial MX500 SSD
Preisentwicklung der Samsung 860 Evo SSD
Preisentwicklung der Samsung 860 Evo SSD
Preisentwicklung bei SanDisk Extreme microSD
Preisentwicklung bei SanDisk Extreme microSD

SK Hynix erwartet steigende Preise

Der NAND-Flash-Hersteller SK Hynix hatte vor einem Monat hingegen Preissteigerungen bei NAND und DRAM für die kommenden Monate in Aussicht gestellt. Durch die Ausgangsbeschränkungen im Rahmen der weltweiten Coronakrise steige der Speicherbedarf für Server-Infrastruktur. Immer mehr Menschen arbeiten im Home-Office oder vertreiben sich die Zeit mit Streaming-Angeboten. Im Gegenzug sank allerdings der Absatz von Smartphones, die einen großen Anteil am globalen Bedarf an DRAM- und NAND-Speicher haben.