Samsung Galaxy Tab S6 Lite im Test: Multimedia und Laufzeiten

 6/8
Michael Schäfer 74 Kommentare

Multimedia

Bei den Multimedia-Fähigkeiten macht das S6 Lite eine gute Figur und sogar einiges besser als das Tab S6. Im Gegensatz zum großen Bruder müssen Nutzer des S6 Lite mit lediglich zwei Lautsprechern vorliebnehmen, womit auch die hauptsächliche Nutzung im Querformat vorgegeben wird. Dadurch laufen Anwender aber auch nicht Gefahr, die Klanggeber mit ihren Händen zu verdecken und die Qualität der Ausagabe einzuschränken.

Bei den Lautsprechern greift Samsung erneut wie seit dem Tab S5e auf die Dienste von AKG zurück, was nachvollziehbar ist, da die Marke seit 2016 zum Samsung-Konzern gehört. Die Unterstützung von Dolby Atmos dürfte dabei jedoch lediglich der Werbung dienen. Die Funktion bietet bei Aktivierung zwar etwas mehr Volumen und Tiefgang, mit dem Klangformat, das aus dem Kino bekannt ist, hat das Ganze jedoch nur wenig zu tun. Die Lautsprecher klingen durchaus besser als das, was viele andere Hersteller anbieten – Wunder können sie aber nicht vollbringen.

Das Galaxy Tab S6 Lite besitzt nur zwei statt der vier Lautsprecher beim S6
Das Galaxy Tab S6 Lite besitzt nur zwei statt der vier Lautsprecher beim S6
Das Galaxy Tab S6 Lite verfügt gegenüber dem S6 über einen Kopfhöreranschluss
Das Galaxy Tab S6 Lite verfügt gegenüber dem S6 über einen Kopfhöreranschluss

Für viele Nutzer erfreulich dürfte der Kopfhöreranschluss sein, den Samsung beim Tab S6 dem Schlankheitswahn geopfert hatte und bei dem selbst ein entsprechender Adapter separat gekauft werden musste. Aber auch beim S6 Lite sitzt der Anschluss etwas ungünstig, sodass ein bequemes Halten im Querformat bei angeschlossenem Kopfhörer nur bedingt möglich ist, da der Stecker immer in der Kuhle zwischen Daumen und Zeigefinger liegt.

Beim Display kann das S6 Lite ebenso einen Vorteil für sich verbuchen: Im Vergleich verfügt es zwar nicht über die kräftige Farbdarstellung des Tab S6, dafür ist der Bildschirm aber sichtbar heller, was für manche Nutzer eine höhere Priorität darstellen könnte – trotz fehlender HDR-Unterstützung.

Laut DRM Info verfügt das S6 über „Widevine Level 1“, kann also die Entschlüsselung von geschützten Streams komplett über die Hardware vornehmen. Damit sollte die Wiedergabe von HD-Inhalten über Amazon, Disney+ und Netflix zumindest für die absehbare Zukunft kein Problem darstellen – im Test funktionierte dies bei allen drei Anbietern problemlos. Darüber hinaus spielt das Tablet (eine entsprechende Player-App vorausgesetzt) alle mit Standard H.264 und H.265 kodierten Filme über die Hardware-Dekodierung in allen Levels und Profilen ruckelfrei ab.

Durchschnittliche Laufzeiten

Bei den Laufzeiten kann sich das Tab S6 Lite behaupten, verliert aber gegenüber der Konkurrenz deutlich an Boden. Beim PCMark-Akkutest gingen nach knapp 10,5 Stunden die Lichter aus, beim YouTube-Test hielt das Tablet ein paar Minuten länger durch. Doch gerade hier wird der Abstand deutlich: Das Fire HD 10 ermöglicht einen knapp 3 Stunden längeren Videogenuss, das Tab S6 sogar fast 5 Stunden. Bei der Simulation von Alltagsanwendungen kann das S6 Lite dagegen zwar wieder aufschließen, aber nicht vorbeiziehen.

Bei einem abendlichen Mix aus Spielen, Lesen, Surfen und ein paar Videos auf YouTube schauen verbrauchte das S6 Lite in 2 Stunden rund 23 Prozent seiner Akkuladung.

Auf der nächsten Seite: Kamera