Huawei MatePad Pro im Test: Tastatur und Kamera

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Michael Schäfer 154 Kommentare

Tastatur

Genau wie den M-Pencil bietet Huawei optional eine als Smart Magnetic Keyboard bezeichnete Tastatur an. Diese bietet ein komplettes QWERTZ-Layout, jedoch der Größe geschuldet ohne Ziffernblock. Die einzelnen Tasten sind klein und liegen eng aneinander, womit neue Nutzer ein wenig Zeit zur Eingewöhnung benötigen dürften. Der chinesische Hersteller gibt den Tastenhub mit gerade einmal 1,3 mm an, also deutlich geringer als bei einem gewöhnlichen Notebook. Auch hieran muss sich erst gewöhnt werden, nach einer gewissen Zeit lässt sich mit der Tastatur jedoch bequem arbeiten.

Aufgrund der Größe der Tastatur fällt der Aufstellwinkel des Tablets am Schreibtisch nicht optimal aus, hier müsste das Tablet ein wenig mehr geneigt werden können. In diesen Momenten zahlt sich die gute Blickwinkelabhängigkeit aus, womit die Helligkeit so gut wie nicht abnimmt.

Die Tastatur des MatePad Pro
Die Tastatur des MatePad Pro

Die linke Umstelltaste beherbergt zudem die bereits angesprochene NFC-Funktion, ein entsprechendes Gerät muss lediglich in deren Nähe gehalten werden.

Kamera

Das MatePad Pro besitzt eine Hauptkamera mit einer Auflösung von 13 Megapixeln sowie eine Frontkamera mit 8 Megapixeln. Das Niveau beider Aufnahmeeinheiten liegt auf dem guter Mittelklasse-Smartphones. Solange gute Lichtverhältnisse vorhanden sind, bietet die Hauptkamera Aufnahmen mit kräftigen Farben und scharfen Konturen. Bei weniger optimalem Licht verrauschen die Bilder sichtbar. Für Nahaufnahmen steht ein LED-Blitz zur Verfügung, dessen Wirksamkeit der Größe geschuldet enge Grenzen besitzt.

Die Frontkamera eignet sich gut für Videochats, obwohl die leicht nach rechts versetzte Linse beim Gesprächsteilnehmer für Irritationen sorgen kann. Die Hauptkamera ermöglicht Aufnahmen in bis zu UHD-Auflösung bei 30 Bildern die Sekunde, bei 1080p sind sogar bis zu 60 Bilder pro Sekunde möglich. Bei der frontseitig verbauten Einheit müssen sich Nutzer dagegen mit maximal 1080p bei 30 Bildern zufriedengeben.

Durchwachsene Zusatz-Software

Neben den üblichen Optimierungs- und Stilfunktionen wie dem manuellen Weißabgleich, verschiedenen Farbprofilen, Lichtmalerei sowie Bokeh-Effekt besitzt die Kamera-Software des MatePad Pro noch weitere Tools, die mal mehr, mal weniger gut funktionieren: So enthält die Software neben einem Code-Leser eine direkte Übersetzungsfunktion, die bei gängigen Übersetzungen wie Deutsch zu Englisch erstaunlich brauchbare Ergebnisse liefert, aber schon bei der Übersetzung des in Mandarin verfassten Beipackzettels des M-Pencil gnadenlos scheitert.

Des Weiteren gehört eine Shopping-Funktion zur Ausstattung, die anhand aufgenommener Gegenstände diese oder vergleichbare Artikel suchen soll. Auch hier lag die Software nur selten wirklich richtig. Gleiches gilt für den Kalorienzähler, der Nahrungsmittel im Bild erkennen und die dazugehörigen Kilokalorien ausgeben soll. Im Test wurde gerade mal eine Mango erkannt; die Tomate, die das System selbst vorgeschlagen hat, hingegen nicht.

Darüber hinaus gibt es Situationen, in denen die Seitenränder doch etwas zu dünn sind und das Tablet deswegen nicht richtig gehalten werden kann. So erkennt es in der Kamera-App Berührungen nicht zuverlässig, sodass nicht selten der Punkt für die Belichtung auf den Außenbereich des Bildschirms gelegt oder das Auslösen der Aufnahme durch einen auf dem Display liegenden Daumen blockiert wird. So etwas kann dann schon mal nervig sein.

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