Endgame Gear XM1 RGB im Test: Sensorik, Software und Verarbeitung

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Fabian Vecellio del Monego
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Die XM1 RGB verfügt über einen ARM-Prozessor und einen internen Speicher unspezifizierter Größe. Die Latenz des Eingabegerätes beträgt bei der ab Werk konfigurierten und empfohlenen Abtastrate von 1.000 Hertz eine Millisekunde. Es werden zudem Polling-Raten von 500 und 250 Hertz unterstützt, die Latenz steigt entsprechend antiproportional.

Der PMW-3389 arbeitet weiterhin tadellos

Wenig zu sagen gibt es zur Sensorik: Endgame Gear verbaut auch bei der RGB-Version der XM1 einen PMW-3389. Der von PixArt stammende optische Sensor bietet eine maximale Auflösung von 16.000 cpi und kann mit Geschwindigkeiten und Beschleunigungswerten umgehen, die in jeglichem erdenklichen Szenario ausreichend sind. Ebenso unproblematisch sieht es bei der niedrigen Lift-off-Distance aus.

PixArt PMW-3331 PixArt PMW-3360 PixArt PMW-3389 PixArt PMW-3399 Logitech Hero 16K
Sensorik Optisch
Auflösung 100–8.500 cpi 200–12.000 cpi 100–16.000 cpi 100–20.000 cpi 100–16.000 cpi
Geschwindigkeit 7,6 m/s 6,3 m/s 11,4 m/s 16,5 m/s 10,2 m/s
Beschleunigung 343 m/s² 490 m/s² > 392 m/s²
Lift-off-Distance ~ 2,8 mm ~ 1,2 mm ~ 1,3 mm ~ 1,5 mm ~ 1 mm

Der derzeit exklusiv von Razer verbaute PMW-3399 übertrifft die Werte des älteren Modells zwar teils bei weitem, im Rahmen menschlicher Wahrnehmung fällt das aber keinesfalls ins Gewicht. Es bestand bei der Sensorik also ohnehin kein Handlungsbedarf, sodass auch die XM1 RGB ein erstklassiges Ergebnis erzielt.

Weniger spartanische Software auf dem richtigen Weg

Auch wenn Nutzer der XM1 RGB zum grundlegenden Betrieb der Maus keine Treiber benötigen, kann es sich dennoch lohnen, zusätzliche Software zu installieren. Endgame Gear bietet ein eigenes Programm an, um beispielsweise die Sensorauflösung oder Tastenbelegung der Maus nach eigenem Belieben zu konfigurieren. Der Download ist über die Website des Herstellers möglich.

Im Test der ursprünglichen XM1 und deren Revision bemängelte ComputerBase stets, dass die zwar einfach bedienbare und grundlegende Funktionen beherrschende Software teils weit hinter den Programmen vergleichbarer Mäuse zurückblieb. In neuester Version behebt Endgame Gear dieses Problem – aber zumindest derzeit nur für die RGB-Version. Die normale Variante erhielt kein Software-Update. Konkret hinzugefügt wurde derweil die Möglichkeit, die Maustasten zumindest mit einer Tastatur-Taste und optional Tastatur-Modifier-Tasten zu belegen, sodass sich Standardfunktionen wie Win + Tab oder aber Strg + C umsetzen lassen.

Komplexere Funktionen wie beispielsweise die Steuerung der Windows-Lautstärke per Mausrad in Sekundärbelegung sind jedoch weiterhin nicht möglich, bleiben aber auch konkurrierenden Mäusen wie beispielsweise der Model O(-) verwehrt. Razers Viper kann hier theoretisch punkten, bedarf dazu aber einer dauerhaft im Hintergrund aktiven Software. Die XM1 RGB hingegen kann ihre Programmierung vollständig speichern – lobenswert.

Verarbeitung auf hohem Niveau

Abermals positiv hervorzuheben ist indes die Verarbeitung der Endgame-Gear-Maus: Die XM1 RGB ist trotz des nach wie vor recht geringen Gewichts sehr robust und auch mit hohem Kraftaufwand lässt sich das Gehäuse an keiner Stelle eindellen. Beim Schütteln ist wiederum kein Klappern zu vernehmen, sogar die Tasten und das Mausrad bleiben still. Es überrascht daher nicht, dass die Spaltmaße durchweg akkurat ausfallen. Die Oberfläche ist indes resistent gegenüber Kratzern, nicht aber vor Fingerabdrücken gefeit. Generell ist Fett auf der Maus sehr leicht sichtbar, aber dank der schlichten Formgebung ebenso leicht entfernbar.