Arbeitgeberbenefit Elektronikleasing Erfahrungen?

DustBurn

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Hallo zusammen,

leider konnte ich mein Thema nicht in ein richtiges Unterforum einordnen. Mein Arbeitgeber bietet seit geraumer Zeit Elektronikleasing über einen Drittanbieter an. Der Onlineshop, bei dem die Ware erworben wird, ist Cyberport.
Meine generelle Frage an euch ist, ob bzw. welche Erfahrungen Ihr mit Elektronikleasing über den Arbeitgeber gemacht habt.

So hab ich es verstanden --> Ich zahle als Arbeitnehmer vom Bruttolohn die Leasingrate für das Gerät. Dadurch, dass ich es vom Bruttolohn spare, erhalte ich am Ende vom Monat mehr Netto vom Brutto (bevor ich die Leasingrate abziehe). Der weggefallende Beitrag (wg. geringeres Brutto) für die gesetzliche Krankenkasse/Unfall/Pflegeversicherung wird von meinem Arbeitgeber weiter gezahlt. Die Reduzierung der Einzahlung in die gesetzliche Rente muss ich als Arbeitnehmer hinnehmen.

Nun kommen wir zum Beispiel. Ich benötige kein Tablet oder Notebook, sondern ich möchte mir mal ein neues Iphone zulegen. Beispieldaten:
Ich, ledig, mtl. brutto 3000€, 12 Jahresgehälter, Steuerklasse 1. Netto ca. 1.960€. Durch das Arbeitgeberleasingmodell und die für mich kalkulatorisch eingesparten Sozialversicherungsbeiträge erhöht sich mein kalkulatorisches netto auf 1.982€ (lt. Arbeitgeberportal).

Iphone 11 pro 64gb. Kostet über das Portal meines Arbeitgebers 1.004,32€ (Cyberportpreis). Die mtl. Leasingrate beträgt 45,40€. Laufzeit 2 Jahre, Schlusszahlung wenn ich es übernehmen sollte beträgt 150,65€. Wie ich es verstanden habe, ist die Höhe der Schlusszahlung bereits heute fix.

Aufwand für mich:
+ Kalkulatorisches Mehrnetto mtl. 22€
- Leasingrate mtl. 45,40€
----------------------------------------------------
mtl. Mehraufwand (Nettoreduziert sich um) 23,40€ * 24 Monate Laufzeit + Schlusszahlung 150,65 = Gesamtaufwand 712,25€.

712,25€ Gesamtaufwand aktuell / 1.004,32€ Kaufpreis = ca. 70%, d.h. 30 % Ersparnis.

Laut dem Portal wirkt sich die Reduzierung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nur minimal aus (0,01€), wenn ich es dauerhaft leasen würde. Falls ich es mir direkt kaufen würde, würde ich aktuell lt. gh.de ca. 920€ kaufen (immernoch ca. 22% Ersparnis). Wobei ich finde, das Cyberport meistens auch bei den günstigeren Anbietern mit dabei ist. Ein Vertrag inkl. Handy kommt für mich nicht in Frage (persönliche Einstellung).Der Plan wäre auf jeden Fall, dass ich es nach den 2 Jahren erwerben werde. Ob ich es dann verkaufe oder ein neues leasen würde, würde ich erstmal offen lassen.

Meine 2 Fragen an euch:

1. Habe ich es richtig verstanden? Oder habe ich noch etwas außer Acht gelassen? Für mich wirkt das Angebot erstmal sehr gut. Bin deshalb ein wenig skeptisch...

2. Die neue IPhone-Modelle stehen ja in den Startlöchern. Aktuell benötige ich nicht von heute auf morgen ein neues, allerdings möchte ich wahrscheinlich mein Handy in den nächsten Monaten wechseln. Meine Vermutung ist, dass ich noch bis kurz nach dem Release des Iphone 12 (?) warten sollte. Dann müsste ja der Preis des 11 pro fallen oder ich lege mir gleich das Iphone 12 zu. Oder ist der Preisverfall bei der Neueinführung von Nachfolgemodellen nicht so drastisch bei Apple? (hab da nicht so viel Erfahrung...).

Ich hoffe, ich habe euch nicht komplett überwältigt. Vielen Dank schon mal für eure Hilfe & eure Einschätzung.

Viele Grüße
 
Zur ersten Frage kann ich leider nicht viel sagen, ich würde das jedoch genau so sehen wie du.

Zur zweiten Frage: in den vergangenen Jahren war es bei Apple meist so, dass die alten Modelle zum Release der neuen um etwa 100-200€ reduziert werden oder es mehr Speicher gibt. Wenn du das 11 Pro haben willst, solltest du aber jetzt zuschlagen, da Apple meist eine Generation (bzw. ab jetzt evtl. die Pro Modelle) rausfallen lässt aus dem Angebot. Wenn das 12 kommt, kann es sein, dass es dann nur noch das Xs und 12er zu erwerben gibt.
Beim Preis vom 12er gehe ich davon aus, dass es nur minimal teurer wird als das 11er zu release. Vielleicht kalkulierst du mit etwa 100€ Aufpreis ggü. 11er Release Preis.
 
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Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich denke, dann warte ich einfach mal auf das 12er. Wobei mir die Größe vom 11 pro vermutlich besser gefällt.

Hat sonst noch niemand Erfahrung mit dem Elektronikleasing über den Arbeitgeber gemacht?
 
Ich verstehe gerade nicht, warum das ganze vom Brutto abgehen sollte. Muss dann monatlich ein Geldwerter Vorteil für die erlaubte private Nutzung zusätzlich versteuert werden?
Bei Dienstwagen oder auch dem Dienstrad-Konzept ist es ja so, dass monatlich ein gewisser Prozentsatz für die private Nutzung versteuert werden muss (Bspw. 1% beim Dienstwagen bzw. 0,5% bei Plug-In Hybriden oder E-Autos)
Fällt beim Smartphone zur Privatnutzung keine Steuer an?
 
Mir kommt da spontan nur sowas wie bei der BAV in den Kopf, wo es vom Brutto abgezogen wird. Sowas kenne ich noch nicht. Wenn da Handy im Besitz der Firma bleibt und einDiensthandy ist, muss meines Wissens die Privatnutzung nicht versteuert werden.


Ich lese mal weiter mit.
 
Ich habe vorhin eine weitere Beispielrechnung auf einer Anbieterseite gefunden:

ziemlich unten auf der Seite

Es ist im Grunde genommen wohl "nur" eine Gehaltsumwandlung. Zu den Steuern und der Richtigkeit der Rechnung kann ich leider nichts sagen. Das würde ich auch gerne wissen. Einerseits lese ich im Internet, dass ich z.b. die BAV nicht separat als geldwerten Vorteil versteuern muss, allerdings die Leasingrate vom Firmenwagen schon berücksichtigen muss. Und eigentlich wäre es bei diesem Elektronikleasing ja auch eine "Leasingrate".

Bin weiter gespannt auf euer Wissen/Ideen/Anregungen.


Edit: Anbei vielleicht die Lösung von der verlinkten Seite????:

"Die Grundlage der steuerlichen Förderungen für den Mitarbeiter ergibt sich aus der Vorschrift des § 3 Nr. 45 EStG, die regelt, dass die private Nutzung von betrieblichen Personalcomputern und Telekommunikations-geräten steuerfrei ist.

  1. Der Arbeitgeber least die Geräte für seinen Mitarbeiter und überlässt sie diesem zur Nutzung.
  2. Der Mitarbeiter verzichtet im Gegenzug auf den entsprechenden Anteil seines Bruttoentgelts.
  3. Durch diese Entgeltumwandlung erzielt der Mitarbeiter einen steuerlichen Vorteil."
 
Ich vermute das funktioniert genau so wie Jobrad oder andere Fahrradleasing-Angebote für Firmenmitarbeiter.
Dabei wird wie für Betriebsrenten das Bruttogehalt um den Leasingbetrag gekürzt, man bekommt also etwas weniger Netto raus, und Renten- wie Arbeitslosengeld verringern sich leicht. Es entfallen allerdings auch sämtliche Steuern, so dass es sich im Normalfall finanziell lohnt.
Dass dies auch bei Mobiltelefonen anwendbar ist war mir neu, ich habe bisher geglaubt es handele sich quasi um einen staatlichen Bonus zur Bewegungsförderung.

Bei der 1% Regelung für Firmenwagen zur privaten Überlassung wird 1% des Bruttolistenpreises monatlich als Brutto auf den Lohn aufgeschlagen, wodurch sich die Steuerlast erhöht, mehr Renten- und Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden und man so am Ende weniger Netto bekommt.
 
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