Pjack schrieb:
Was folgt daraus? Im vierten Gang sind natürlich auch die Kräfte, die im Motor auf Pleule, Lager usw. wirken, doppelt so groß. Das erhöht den Verschleiß unnötig.
Nach dieser Logik wäre es grundsätzlich unvorteilhaft, einen Motor in Bereichen hohen Drehmoments zu betreiben.
MIC778 schrieb:
gibt es eine Regel wie viel Umdrehungen man mindestens zum Fahren benötigt? Sind 5. Gang mit 50km/h und 1500 Umdrehungen schon zu wenig?
Es gibt Antriebsstränge, die auch bei extrem niedrigen UpM ziemlich sauber laufen.
BMW hat ein Fliehkraftpendel auf / in das ZMS gebaut (320d EDE, Handschalter, E90 und F30), um ebenda für Ruhe zu sorgen.
Anderes Beispiel: auf einer Probefahrt war ich von der Laufkultur eines Astra H Caravan 1.3 cdti echt überrascht - bei 1000 UpM und hohem Gang voll drauflatschen und nichts brummt.
(Geht zwar gleichzeitig auch nichts groß vorwärts, aber das ist 'ne andere Baustelle.)
Das Problem sind die Eigenfrequenzen (bzw. die Anregung bei diesen oder in deren Nähe), die für das (bekannte) starke Brummen / Vibrieren sorgen.
Je nach Fahrzeug können die völlig unterschiedlich sein.
Lastabhängigkeit kommt dann (insbesondere in 'Übergangsbereichen') noch 'on Top' - also viel Gas = viel bzw. wenig Gas = wenig bis kein 'Brummen / Vibrieren' (Grund: variierende Intensität der Anregung).
(An dieser Stelle kommt dann die Energie wieder in's Spiel.)
D.h. es gibt Fahrzeuge, die du auf ebener Fahrbahn mit z.B. 1200 UpM und 50 km/h gut fahren kannst, aber herunterschalten solltest, sobald eine leichte Steigung kommt, weil du sonst denkst, dir fällt die Karre auseinander.
(Obwohl das Fahrzeug die Steigung vllt. auch völlig ohne Herunterschalten schaffen würde - nur wie halt...)
Bei welchen Drehzahlen und Motorlasten das alles schön rund läuft, hat man aber irgendwann im Blut.
Und wenn man dann noch den höchsten zu den eigenen Anforderungen passenden Gang wählt, ist man schon 'mal ziemlich gut.
Grüße,
cb-leser