Sammelthread Auto - Fragen zu Technik und Reparatur II (1. Beitrag beachten)

snickii schrieb:
Der Diesel wird bei diesen Temperaturen bei den 10Km natürlich nicht warm, bei über +5° wird die Wassertemperatur warm. (Betriebstemperatur)

Die Kühlwassertemperatur ist quasi egal, weil das Öl warm werden/sein muss.

Sind die Kurzstrecken sehr schädlich? Laut Google ist es bei den neuen Dieseln nicht mehr wirklich schädlich.
Wollte nur fragen wie ihr das seht zwecks Kurzstrecken, bzw. frag ich mich was im Auto passiert wenn man Kurzstrecken fährt.

Wenn du fast nur Kurzstrecke fährst, setzt sich früher oder später der DPF zu, da der Wagen/Motor den DPF nicht regenerieren kann, weil der nicht auf Temperatur kommt bei den kurzen Strecken. Und der muss warm sein, um die Regeneration anzuwerfen.
Wenn die DPF Regeneration doch irgendwann durch ne Langstrecke angeworfen wird und bei deinem durch Nacheinspritzung geschieht (kA wie das bei Volvo ist, aber vermutlich auch so) dann wird halt zum späten Zeitpunkt vom Verbrennungstakt noch zusätzlich Diesel eingespitzt, der in den DPF gelangen soll und dort Energie für die Reingung/Verbrennung der Rußpartikel bereitstellt.

Dabei gelangt in der Regel auch etwas vom Diesel ins Motoröl und das kann durch viel Kurzstrecke zu nem höheren Motorölstand führen und ist halt generell schlecht fürs Motoröl, weil das ja verdünnt. Der höhere Ölstand kommt dann daher, dass der normale Diesel bei (ich glaub) 55° erst verdampft und wenn das Öl die Temperatur nicht erreicht, bleibt der halt darin.

Unser alter Turbodiesel hat viel Kurzstrecke ohne Probleme mitgemacht, der hatte allerdings auch keinen DPF/AGR und ist auch nur dann und wann mal ausgefahren worden auf der BAB.

Schau am besten mal, welche Öltemperatur deiner nach so ner Kurzstrecke hat.
Wie kommt Google denn darauf, dass nen zugesetzt DPF und Diesel im Motoröl nicht schädlich sein könnten :D
Muss natürlich alles nicht passieren, aber es kann halt bei viel Kurzstrecke sein ;)
 
Kenne mich da jetzt auch nicht so aus aber wenn er einmal die Woche 35KM fährt, sollte er ja da zumindest richtig warm werden.
 
Das mit dem Diesel im Motoröl habe ich auch gelesen, aber da meiner jedes Jahr zum Service muss und dort einen Ölwechsel bekommt, hebt sich das für mich auf(?)
Heute gebe ich ihn zum Service ab nach 16.000 gefahrenen Kilometern im Jahr.

MetalForLive schrieb:
Kenne mich da jetzt auch nicht so aus aber wenn er einmal die Woche 35KM fährt, sollte er ja da zumindest richtig warm werden.

Er wird meist nach 25km richtig warm, von daher stimmt es schon.

Wie ist das eigentlich mit dem "durchpusten" auf der Bahn? Wird ja echt überall zu geraten.. zumindest bei älteren Autos.
 
snickii schrieb:
Das mit dem Diesel im Motoröl habe ich auch gelesen, aber da meiner jedes Jahr zum Service muss und dort einen Ölwechsel bekommt, hebt sich das für mich auf(?)
Das kann man pauschal wohl nicht beantworten, weil unklar ist ob und wie viel bei dir an Eintrag entstehen würde. Wobei ja die 35km wieder dafür sprechen, dass der Diesel daraus verschwindet. Halt aber mal deinen Ölstand im Auge, auch, wenn du mal nach längerer Zeit ne lange und schnelle Runde aufer BAB hinter dir hast.

Heute gebe ich ihn zum Service ab nach 16.000 gefahrenen Kilometern im Jahr.
Klingt in meinen Augen sinnvoll, lieber öfter als seltener.


Er wird meist nach 25km richtig warm, von daher stimmt es schon.
Woher weißt du das genau? Ohne die Öltemperatur zu kennen, kannst du dir nicht sicher sein, Wassertemperatur ist "egal" in dem Fall. Natürlich ist rein von der Länge der Strecke her davon auszugehen, dass das Öl auch warm ist, keine Frage.

Wie ist das eigentlich mit dem "durchpusten" auf der Bahn? Wird ja echt überall zu geraten.. zumindest bei älteren Autos.
Kannst doch sicher irgendwo nachlesen, welcher Drehzahlbereich bei welcher Geschwindigkeit bei deinem Motor ideal für die Regeneration des DPF ist. Aber davon ab, wofür haste 190PS, wenn du die nicht mal auf freier BAB in Geschwindigkeit ummünzt :D Wir tun es immer und haben es immer gemacht, wenn die BAB es hergibt.
 
Wie vorher schon gesagt wurde, kann das mit der Kurzstrecke gut gehen, wenn der Wagen dann auch regelmäßig längere Strecken mit mehr Last bekommt.
Es ist auf jeden Fall sehr gut, dass du jedes Jahr das Öl wechselst. Bei sehr viel Kurzstrecke können die 16.000 km aber schon grenzwertig sein. Dann solltest du auf keinen Fall ein Öl mit sehr niedriger Viskosität fahren (also besser kein 0W20).
Durch den erhöhten Kraftstoffeintrag durch die vielen Kurzstrecken würde ich da eher etwas in Richtung xW40 suchen.
 
Scheitel schrieb:
Kannst doch sicher irgendwo nachlesen, welcher Drehzahlbereich bei welcher Geschwindigkeit bei deinem Motor ideal für die Regeneration des DPF ist. Aber davon ab, wofür haste 190PS, wenn du die nicht mal auf freier BAB in Geschwindigkeit ummünzt :D Wir tun es immer und haben es immer gemacht, wenn die BAB es hergibt.

Klar, macht schon Spaß mal 250 zu fahren, aber sinnlos durch die Gegend fahren will man dann auch nicht.
Mache ich aber auch jeden Monat mindestens 1x, einfach weils Spaß macht und dann suche ich mir irgend ein Ziel für den Tag ^^

Thane schrieb:
Es ist auf jeden Fall sehr gut, dass du jedes Jahr das Öl wechselst. Bei sehr viel Kurzstrecke können die 16.000 km aber schon grenzwertig sein..

Die 16.000km sind quasi noch von den längeren Strecken, 30km/Fahrt (60km am Tag), fahre erst seit 2.1 wieder den kurzen Arbeitsweg. Aus dem Grund frage ich euch ja jetzt, möchte das Auto nicht kaputt fahren, aber möchte den auch sehr ungern verkaufen weil er mir eben so sehr gefällt.
 
Problematisch dabei ist, dass kein Auto anzeigt wann der Reinigungszyklus des DPF gestartet oder beendet wird.
Die meisten Fahrzeuge setzen einen angefangen und nicht beendeten Reinigungszyklus fast direkt nach dem nächsten Motorstart fort.
Wenn du also Pech hast fährst du dann Mal eine Woche entsprechend herum, bzw bei den aktuellen Witterungsbedingungen wohl auch länger. Hatte bei den Wetter heute (-6C) Mal die Öltemperatur über die odb Schnittstelle ausgelesen, hat knapp 24 km gedauert bis die bei 80C war. Da wird es dann auch mit einem Reinigungzyklus nichts.
 
Das kann man doch sicherlich bei den meisten Herstellern auch mit "irgendeiner" App/Software per ODB in die Wege leiten und sich zudem die Daten währenddessen anschauen. Mangels Erfahrung kenne ich das in dem Fall auch nur (rein vom lesen her) von BMW, aber auch andere Hersteller haben ja Diagnosesoftware.
 
DPF Regeneration ist das nächste Thema. Da musst du wirklich zwischendurch längere Fahrten machen (hatte ich aber schon angeschnitten).

Aktuelles Beispiel aus der Familie. Meine Eltern haben einen Cross Golf Diesel mit DPF. Meiner Mutter fährt das Teil aber meistens auch nur "spazieren", also keine längere Strecke. Der liegt nun zwischen 90.000 und 100.000 km (in neun Jahren oder so :D) und da meldete sich kürzlich auch die DPF-Lampe. Zum Glück konnte das Problem mit ein paar längeren Fahrten behoben werden.

Daher nochmal deutlicher: Regelmäßig längere Fahrten für die DPF-Regeneration einbauen. Für das Motoröl ist das dann auch gleich besser, auch wenn Diesel langsamer "ausgekocht" wird (darum auch ein 40er Öl nehmen, das dünnt nicht so schnell aus) ;)
 
Ich fahr meinen 2.0l Common-Rail-Diesel einmal pro Woche circa 70km einfach Strecke.
Den Rest fährt meine Frau eigentlich hauptsächlich Kurzstrecke. Öl ist meistens 10W40 drinnen.. soweit ohne Probleme. Der Skoda bekommt aber auch jedes Jahr neues Öl inkl. Filter - nicht mehr diesen 2 Jahreszyklus.
 
Meiner bekommt auch jedes Jahr neues Öl, muss ja jedes Jahr zur Inspektion in die Volvo Vertragswerkstatt damit sich meine Volvo Assistance verlängert. Ist wie der ADAC, nur eben mit drin wenn man sich einen Volvo kauft und regelmäßig zur Wartung fährt.

Ich habe dem Werkstattmeister gestern von meinem Arbeitsweg erzählt, er meinte solange ich regelmäßig mal eine längere Strecke fahre (min. 40km am Stück), sieht er da kein Problem. Er hat wieder 0W20 aufgekippt habe ich eben gesehen. 105€ alleine das Öl, insgesamt waren es 305€ für Öl und noch ein paar Filter/Flüssigkeiten/Updates/Inspektion.
 
snickii schrieb:
Er hat wieder 0W20 aufgekippt habe ich eben gesehen. 105€ alleine das Öl, insgesamt waren es 305€ für Öl und noch ein paar Filter/Flüssigkeiten/Updates/Inspektion.

Nachgefüllt oder Ölwechsel gemacht? :D
Da würde ich ja mal schauen, ob nicht noch andere Öle für den Motor freigeben sind, wie Thane schon schrieb. Nem 0W20 würde ich bei längerer Vollgasfahrt ja nicht übern Weg trauen... ist das so was "neumodisches" das Spritsparen soll oder? Da hätte ich echt angst, dass der Schmierfilm irgendwann abreißt.

Welches Öl ists denn genau und wie viele Liter kommen rein? 105€ Find ich persönlich etwas teuer.
 
Kompletter Ölwechsel, Castrol EDGE Pro. V 0W-20
Anzahl: 5,2 (wird wohl Liter bedeuten)

Naja is halt eine Vertragswerkstatt, kostet bei Amazon die Hälfte xD
Aber da scheint die Arbeitszeit mit drin zu stecken.
Wenn die nicht mit drin wäre, würde ich für die Gesamte Arbeitsleistung lt. Rechnung nur 75,60€ Zahlen.
Eine Stunde ist ausgewisen mit 84€, dann hätten die dafür inkl. Waschen und allem nichtmal eine Stunde gebraucht
Ich find das geht eigentlich, bei meinem alten Citroen habe ich damals 260€ gezahlt für die selbe Leistung. (bei einer freien Werkstatt)
 
Zuletzt bearbeitet:
300 irgendwas Euro für eine (vermutlich kleine) Inspektion bei der Markenwerkstatt finde ich nicht außergewöhnlich teuer.
Habe ich bei meinem Mazda 6 auch in etwa bezahlt. Ich fahre meine 30-35 tkm pro Jahr, bin also etwas öfter als 1x jährlich da.
Longlife-Öl kommt nicht, das steht bei mir in der Fahrzeug/Kundenkarte, ansonsten sollen die wohl wissen was gut für uns Drei (deren Geldbeutel, mein Auto, meinen Geldbeutel) ist :)
Da ich regelmäßig auf den angebotenen Leihwagen verzichte wurde mir für nach der nächsten Inspektion ein MX5 von Samstag nachmittag bis Montag versprochen. Bin ich mal gespannt drauf.
 
Necrol schrieb:
Da ich regelmäßig auf den angebotenen Leihwagen verzichte wurde mir für nach der nächsten Inspektion ein MX5 von Samstag nachmittag bis Montag versprochen. Bin ich mal gespannt drauf.

Als ich den Wagen frisch hatte und der direkt etwas hatte, durfte ich mit dem Volvo V90 umher gurken. xD
Was ist der Unterschied zwischen Longlife und Normal
 
Da bin ich ja froh, dass ich alles selbst mache.

Habe bei mir im Dezember große Inspektion gemacht mit komplett Zahnriemen inkl. aller Umlenkrollen & Spanner neu, Keilriemen neu, Wasserpumpe, Thermostat, 2x Ventildeckeldichtung, Zündkerzen, Innenraumfilter, neues 5w50, neues Kühlwasser, Servoöl neu und Getriebeöl aufegüllt.
Dazu kam noch Xenonbrenner einer neu und ein Standlicht neu.
Hab jetzt 825€ gezahlt.
 
Longlife Öl kann bei angeblich gleichbleibenden bzw ausreichend gut bleibenden Eigenschaften den Serviceintervall zwischen den Ölwechseln erhöhen. In anderen Worten, es kann mehr Dreck aufnehmen ohne seine eigentlichen Schmiereigenschaften zu verlieren und ist auch "mechanisch stabiler".

Die Erfahrungen sind da recht zweigeteilt, das Öl ist ein bisschen teurer und die Intervalle (bei manchen Fahrzeugen) länger. Da Öl bei Dieseln aber generell doch sehr stark verdreckt und das durch ggf. Kraftstoffeintrag bei den Reinigungszyklen des DPF nicht besser wird sehe ich da wenig Sinn drin. Wenn ich den Karren noch 100.000 tkm fahre spare ich mir 1,5 Ölwechsel, also ca 150-200€. Dafür gehe ich dann beim Motor keine Experimente ein.

@Metalforlive:
Hab ich früher auch. Ich hab aktuell aber kein Zugriff auf eine Hebebühne, dann wird alles das komplizierter ist als Bremsscheiben und Beläge tauschen schnell lästig bzw großer Behelf.
Davon abgesehen habe ich noch 3 Motorräder die Instand gehalten werden wollen, da bekomme ich genug Möglichkeiten zum Schrauben. Die Technik ist vergleichsweise einfach und man kommt überall gut dran. Selbst wenn mal das halbe Fahrzeug aus dem Weg muss ist das schnell passiert - und das passt im zweifel dann alles noch in die Garage, nen über Nacht Teilzerlegtes Auto kann ich nicht einlagern :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei den neuen Autos kann man auch nicht mehr einfach so alles selber machen... geht ja schon los beim zurück setzen der Servicemeldung.
Gerade bei Volvo kannst du selber machen knicken wenn das Auto recht Neu ist.
Als ich mal in 3-4 freien Werkstätten nachgefragt habe, haben die alle gesagt das Sie Volvo nicht anfassen.
 
Das wäre mir ja schon Grund genug, sowas nicht zu kaufen...

Als unser Kangoo zuletzt in der Werkstatt war (Garantiereparatur), hab ich den Meister auch mal auf das Thema selbermachen vs. Werkstattzwang angesprochen. Er sagte mir, daß sie selbst fast nix elektronisches mehr machen (dürfen). Nur noch Auto an PC und das Werk machen lassen.
 
Bei dem was in modernen, gut ausgestatteten Autos, alles drin ist und miteinander spricht, da wollte ich auch nicht ohne entsprechend geschultes Programm dran müssen.
Für eine freie Werkstatt ist das ein kaum darzustellender Aufwand. Neben dem Personal müssen dann noch Software und Tester angeschafft werden, wahrscheinlich auch zumindest für jede Marke die Software. In wie weit die Steuergeräte bei Autos gegen "unbefugten Zugriff" geschützt sind kann ich nicht sagen.

Bei meiner alten Triumph (Bj 2004) kann ich mit nem einfachen OBD2 Stecker alles machen, inklusive Motormappings anpassen und tauschen. Bei der neueren (2013) reicht es nur noch zum Fehlerauslesen, paar einfach Diagnose und zurücksetzen der Serviceleuchte. Nicht mal ABS-Modulator kann ich damit entlüften. Versucht man ohne spezielle Adapter an den Motormappings zu spielen verriegelt das Steuergerät und muss eingeschickt werden.
 

Ähnliche Themen

Antworten
2.288
Aufrufe
224.171
Antworten
7.181
Aufrufe
563.406
Antworten
1.858
Aufrufe
167.623
J
Zurück
Oben