Sammelthread Auto - Fragen zu Technik und Reparatur II (1. Beitrag beachten)

jomaster schrieb:
Wenn ich mir das Hersteller Datenblatt anschaue finde ich mein Bezeichnung aus dem Fahrzeugschein nicht.
Typschlüssel Nr. wäre interessant, BTS Motorcode?
215/40 R17 wäre das größte was du Plug an play fahren darfst.

Reifen / Felgen dimensionen sollten deiner Fahrweise besser sein.
 
TSN: AFQ00146 1

BTS Motorcode müsste ich suchen.

Gibt es da irgend einen Rechner oder wie erkenne ich was ich brauche?

215/50 215/45 R17 dachte ich auch ca, aber hätte Angst, dass mir da ein Schlagloch oder schlechte Straßen doch zusehr zusetzen.
 
jomaster schrieb:
215/50 215/45 R17 dachte ich auch ca
Du kannst dir nicht einfach was aussuchen :D Du musst schon ein Höhen-Breitenverhältnis nehmen, das quasi dem Abrollumfang und Druchmesser entspricht, was du drauf hast. Dieser hier wäre bei 17" passend:
Sasi Black schrieb:
215/40 R17 wäre das größte was du Plug an play
Wenn du da z.B. 215/50R17 nimmst, kommte um ne Eintragung und vermutlich ne Tachoanpassung nicht herum und ob das immer klappt und den Aufwand lohnt, steht auf einem anderen Blatt.
Denn 185/60R15 hat 60,3cm Durchmesser und 183,3cm Abrollumfang, die von @Sasi Black genannten 215/40R17 haben 60,4cm Durchmesser bei 183,6cm Abrollumfang.
Bei 215/50R17 biste bei 64,7cm Durchmesser und 196,6cm Abrollumfang. Dann würde aufgrund der starken Abweichung dein Tacho nur 93km/h Anzeigen, obwohl du bereits 100km/h fährst. Und das darf halt nicht.
2,5% weniger bzw 1,5% mehr Abrollumfang und der Tüv ist nicht erfreut ;) In dem Beispiel sind 7% und bei den 215/45R17 wären es 3,7% und damit dann auch nicht zulässig.
Zum hin und her Rechnen kann ich diesen Rechner empfehlen :)
 
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Genau, Reifenrechner anwerfen. Dein Tacho darf nachher nicht weniger Geschwindigkeit anzeigen als du tatsächlich fährst.
Eingetragen bekommst du eigentlich (fast) alles, was nicht scheuert und nicht aus dem Radhaus raus steht ;)
 
Scheitel schrieb:
Du kannst dir nicht einfach was aussuchen :D Du musst schon ein Höhen-Breitenverhältnis nehmen, das quasi dem Abrollumfang und Druchmesser entspricht, was du drauf hast. Dieser hier wäre bei 17" passend

Super Vielen Dank!
Jetzt habe ich verstanden auf was ich achten muss.
 
Scheitel schrieb:
2,5% weniger bzw 1,5% mehr Abrollumfang und der Tüv ist nicht erfreut ;)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass 2,5% weniger noch lange kein Problem sind.
Ich habe als Richtwert 4% kleiner als die kleinste und 1% größer als die größte Größe beigebracht bekommen.
Der Anhang der StVZO sagt, dass zu §57 (der sich mit dem 'Geschwindigkeitsmessgerät' befasst) immernoch die (in diesem Punkt nicht geänderte) 75/443/EWG gilt; lt. Pkt. 4.4 muss 0 <= V_1 - V_2 <= V_2 / 10 + 4 km/h für drei Geschwindigkeiten (vgl. 4.3.5) erfüllt sein, wobei V_1 angezeigte und V_2 die tatsächliche Geschwindigkeit ist.

Außerdem (@jomaster) gelten die Größen aus dem CoC so erstmal nur für Serienräder!
Bei Rädern, die für das Fahrzeug nicht aus der Typgenehmigung heraus für das Fahrzeug zulässig sind (alles aus dem Zubehör oder sogar Räder des Fahrzeugherstellers, die eben nicht für das konkrete Fahrzeug freigegeben sind), heißt es: aufpassen!
In ABEs kann nämlich alles mögliche drinstehen, auch für serienmäßig zulässige Größen!
ABEs haben häufig eine Freistellung von der Änderungspflicht. (Passus sinngemäß: Wenn eine gelistete Größe in den Fahrzeugpapieren bereits genannt ist, kann die Änderung der Fahrzeugpapiere entfallen.)
Dann aber trotzdem immer auch auf die Auflagen achten, denn vielleicht gilt die für die gewählte Größe gerade doch wieder nicht. Und und und... ;)

Grüße,
cb-leser
 
Zuletzt bearbeitet:
cb-leser schrieb:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass 2,5% weniger noch lange kein Problem sind.
Ich habe als Richtwert 4% kleiner als die kleinste und 1% größer als die größte Größe beigebracht bekommen
Das will ich nicht bezweifeln, ich bin kein Fachmann, kenne es so, wie geschrieben und daran halte ich mich, weils ja kein Problem da stellt ;)

Je nach Prüfer bekommt man wohl auch in meinen Augen zweifelhafte Sachen eingetragen, wir hatten Reifen beim Kauf dabei gehabt (mit TÜV Abnahme bzw Eintragung), die statt 225/45R17 dann 225/50R17 hatten und ebenso eine andere ET und man hat bei fast jeder mittleren Bodenwelle im Radkasten aufgesetzt, in Kurven natürlich noch eher als auf gerader Strecke... Da hat auch 30 statt erlaubten 50 manchmal einfach nicht geholfen. Von Aufsetzter bei weit über 200 will ich mal nicht anfangen.
Da war wohl nix mit diagonal Verschränken^^ Das sind 3,6% Umfangsdifferenz, was 2,3cm im Durchmesser entspricht. Hab die Reifen von Hand gemessen und die waren ~4cm unterschiedlich vom Durchmesser gegenüber den anderen 225/45ern.
Deswegen bin ich was das angeht, zumindest vorsichtig. Im Stand und bei perfekter Straße war auch alles gut, aber die gibts in DE ja eher nicht und im Ruhrpott eigentlich überhaupt nicht.
In der anderen Richtung hat man dann ja einen "leeren" Radkasten, dann siehts ja aus, als wäre der Wagen hoch wie ein Bus :D

Bin heilfroh, dass ich mir das Tacho auf die tatsächliche Geschwindigkeit codieren konnte, die stimmt wenigsten auf 1km/h mitm HandyGPS. Auch wenn letzteres mit 1Hz nicht sonderlich genau ist, kann ja nen längeres Stück mit Tempomat zum Vergleich fahren.
 
Habe 4 federn von eibach gesehen. Kann man die Marke nehmen? Die Haben eine Tieferlegung von ca 25 mm, nach dem setzen würde dann vielleicht 30mm bei rumkommen. Müsste ja reichen.
 
Eibach kannst ohne bedenken nehmen.

davon wird ein paar bei mir auch rein kommen (als ersatz), da die Orig. langsam müde werden.
 
Wenn ich normal 16 zoll mit 205 55 r 16 Reifen nehme, könnte ich dann auch 17 Zoll mit 225 45 r17 eingetragen bekommen? Welche Reifengröße wäre es bei 18 Zoll?
 
wenn dich daran hälst bekommst keinen Stress bei der eintragung.
alles was nicht dad drin steh, kann der Umfang größer / Kleiner als die erlaubte Tolleranz sein.
bei mehr als 17Zoll, kann es probleme mit den Radläufen geben. und um den Umfang gerecht zu werden wirst richtung 35 im querschnitt gehen müssen.
Unbenannt.PNG

Quelle: #3.078 von deinem Post, Seite 204
sowas kann man dann bei der Eintragung auch mitnehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur mal allgemein zu Reifengrößen/Fahrwerk usw.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich häufig die Rad-/Reifenkombination am besten fährt, die vom Hersteller maximal für dieses Fahrzeug von Werk aus ausgerüstet wurde.
Größere Felgen und geringerer Reifenquerschnitt sehen zwar besser aus und fahren sich tendenziell direkter, haben aber neben Komfortverlust aber auch andere Nachteile.

Gerade in Verbindung mit einer Tieferlegung erreicht man dann schnell eine Grenze, wo das Gesamtsystem einfach nicht mehr so effizient arbeiten kann, wie es vom Hersteller vorgesehen wurde.
Ein Fahrwerk als gesamtes benötigt bestimmte Wege, um die wirkenden Kräfte aufnehmen zu können. Nimmt man davon zu viel raus, wird es nicht nur unbequem, sondern schnell auch schlecht im Sinne davon, wie "sportlich" der Wagen auf realen Straße bewegbar ist.

Dazu kommt, dass große Felgen schwerer sind. Groß und leicht bedeutet immer auch teurer. Die serienmäßige Stahlfelge gegen eine größere Alufelge auszutauschen mag im ersten Moment sinnvoll erscheinen, um ein sportlicheres Gesamtpaket zu bekommen. Wirklich leicht ist aber nur ein geschmiedete Alufelge, und da ist man preislich in einer ganz anderen Kategorie, als es bei Aluguss der Fall ist. Da es sich dabei um eine rotierende Masse handelt, sind die serienmäßigen Stahlus (häufig Alufelge mit Stahlkern) gar nicht so verkehrt, und man muss schon einiges Geld in die Hand nehmen, um wirklich etwas besseres zu bekommen.
 
Was ist denn bei ner größeren Felge für dich leicht bzw schwer? Kenne jetzt nur die Felgen, die wir fahren und uns auch zum Kauf angesehen haben, die Alus liegen meist zwischen 10 und 12kg, je nach 17" oder 18" in 8J bzw 8,5J. Und die Reifen wiegen auch ~im selben Bereich.
 
also meine 19x8,5 Felge wiegt ~11KG
BBS CH-R

wird als Gewichtsoptimierte Felge beworben, und wiegen nicht viel mehr als meine Winterschlappen 16Z Alu von BMW
 
Ein Beispiel ist zb. Volk Rays CE28N sau teuer und sau leicht: 8x17Zoll wiegt nur 6,5Kg gibt noch leichtere aber die sind auch noch teurer.
Meine originalen 7x16Zoll Felgen wiegen 7,2Kg Eine Stahlfelge in selber Größe wiegt mehr.
Allerdings wiegt auch ein Reifen mehr als so mancher denkt besonders UHP, Semis und besonder Runflat reifen.
 
16 Zoll Stahl wiegt etwa 8,5 Kg.
16 Zoll "Leichtmetallfelge" von VW, Typ Estrada, wiegt zB. schon 9,7 Kg.
16 Zoll Aluett Typ 08 "gewichtsoptimierte 5 Speichen Felge": 8,35 Kg

Ok, das könnte man alles zB. auf einem Golf 6 fahren. Szenario:
Ist das erste eigene Auto, man ist in der Ausbildung oder gerade fertig, hat die Kiste von den Eltern zugeschustert bekommen, aber irgendwie ist die Optik lahm und es fährt zu familienkutschig. Also muss was neues drauf, und da man voll auf JP abfährt und unbedingt die Optik passen muss, kauft man Rotiform Six in 8,5x19 und legt dafür knapp 1500,- Euro hin.
Irgendwie kratzt man dann auch noch das Geld für 4x 225 35 R19 Ling Ling zusammen, insgesamt latzt man reichlich 2000 Euro.

Ergebnis:
1. Jenny von der Tanke will endlich mitfahren.
2. Die Kiste kommt merklich schlechter aus dem Quark.

Eine von den Rotiform wiegt 14,5 Kg, die Reifen wiegen pro Stück auch etwa 2 Kg mehr.
Macht insgesamt also 32 Kg rotierende und ungefederte Masse obendrauf im Vergleich zur Stahlfelge in 16 Zoll -> Als Profi könnte man auch noch ausrechnen, wie viel Masse man am Auto selbst einsparen müsste, um das wieder zu kompensieren. Ist mir zu aufwändig, aber Jenny bleibt besser draußen.

In meinen Augen ist das kein ganz unrealistisches Szenario, weil sich die Leute nicht belesen, sondern einfach kaufen. Es steht ja Leichtmetallfelge drauf, muss ja sportlich sein, und gut aussehen tut es auch. Hätte man aber zB. zu einer zu einer OZ Alleggerita HLT gegriffen, wäre es nicht sooo viel teurer geworden, und man läge in 18 Zoll 8J beim Gewicht der Felge sogar unter der Aluett und mit dem Gesamtgewicht der Räder ungefähr auf dem Niveau der VW Serienräder (also inkl. Gewichtsunterschied der Reifen).
 
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meine 1KG ungefederte Masse sind = 7KG Gefederte Masse. (das hab ich noch so im kopf, als grobe schätzung)
das muss eine große Jenny sein, um das zu Kompensieren :lol:
 
Top Beispiel Pjack!
Die Allegerita wiegen in 8x17 7kg
Andere VW Felgen wiegen min. 9Kg
Das spart 2kg pro Felge also 8Kg ungefederte Masse, nach der Rechnung die wirklich nicht genau ist sind das 7x8=56Kg für 1300€ und eine wirklich schöne Felge!
Ich hätte sie mir auch schon zugelegt aber das Gewicht meiner weit aus günstigeren Felgen ist auch nicht so schlecht. Meine ist aber nur für Subaru zugelassen.
 
coolbleiben schrieb:
Das spart 2kg pro Felge also 8Kg ungefederte Masse
Das erinnert mich daran, dass jedes Jahr zum Sommer hin die ganzen Leute sich wundern, warum se auf einmal nen Liter mehr verbrauchen, wenn se von 16" auf 19" umgestiegen sind.
Pjack schrieb:
Das kommt noch hinzu, wundern sich, dass der Wagen kacke fährt, ausbricht, rutscht etc, wenn man nicht gerade auf trockener Strecke geradeaus fährt :freak:
Finde ich gerade bei den ganzen BMW Fahrern ein Unding, halbwegs Kohle fürn neueren BMW haben und dann teure Felgen kaufen und mit den billigsten Reifen fahren -.-

Pjack schrieb:
In meinen Augen ist das kein ganz unrealistisches Szenario, weil sich die Leute nicht belesen, sondern einfach kaufen
Würde sagen, das ist Markenübergreifend der Normalfall :D
 
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Hey, wenn der Wagen nicht auf 20 Zoll steht und noch Restgewinde hat, ist der "Bus" doch viel zu hoch. So ungefähr scheinen manche Experten das auf jeden Fall zu sehen.
Ich kann mir nie so richtig vorstellen, wie man damit dann vernünftig fahren kann.
 
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