Sasi Black schrieb:
ATE, Brembo, Textar etc. sind alles Zulieferer Orig. Teile. viel tut sich da eig. nicht (Qualität), wenn man genau den Hersteller nimmt der auch Zuliefert.
Wie gesagt ist der Zulieferer ATE (ganz früher Lucas) und das hat Audi Tradition ab 2015 auch so übernommen. Ich hatte die Produktnummer (! Nicht Audi Teilenummer !) auf dem Korb der Scheibe verglichen und die hat gepasst. Die Beläge haben, egal ob ATE oder früher Lucas nur die Audi Teilenummer und das jeweilige Herstellerlogo aufgedruckt, allerdings gibt es im Aftermarket nur jeweils eine Ausführung. Kann die gleiche Produktion wie beim Hersteller sein, muss aber nicht.
Ich hatte die nicht originalen Teile schon früher mal probiert und genannte Probleme mit gehabt. Ab Mitte 2011 hatte ich keine andere Wahl als die Aftermarket-Teile, da die Originalen im Hauptlager ersatzlos entfallen waren. Da musste ich in den gut 4 Jahren mehr negative Erfahrung mit sammeln als mir lieb war.
In der Zeit habe ich 6 Sätze Scheiben + Beläge an der VA gebraucht. Bei einem Satz waren die Scheiben nach einem einfachen Bremsvorgang von 200 auf nur 140km/h so stark verzogen, dass ich jeweils gut 1-1,5mm abdrehen musste.
Wenn die Teile in erstausrüsterqualität vom gleichen Hersteller (oder vom früherem Hersteller, sowie bei Kombinationen aus beiden), im Vergleich zu den Originalen, viel mehr Stauben, sich der Abrieb teilweise sogar in die Felgen eingebrannt hat, die Scheiben sich bei leichter beanspruchung sofort verziehen und nach kurzer Standzeit massiv Flugrost ansetzten, dann hat das nichts mit irgendwelchen Sparmaßnahmen oder Fehlproduktionen zu tun. Bevor möglicherweise die Unterstellung kommt, nein ich habe das nicht bei irgenwelchen unseriösen Händlern im Netz bestellt, sondern bei unserem örtlichen, seriösen, Ersatzteilhändler.
Nachdem ich die originalen Teile wieder montiert hatte waren die Probleme von jetzt auf gleich weg.
Hätte mir Tradition damals nicht geschrieben, dass die Scheiben + Beläge von denen wieder aufgelegt werden, hätte ich die HP2 runtergeschmissen und auf den Brembo 4 Kolben Festsattel des S-Modells umgebaut.
Sasi Black schrieb:
Das merkt man meist daran das sich eine Teile Nr. ändert, oder wenn man die Bauteile in der Hand hat und einen anderen Zulieferer / Hersteller endeckt.
Ich möchte nicht ihr schönes Weltbild zerstören, aber zwischen "Original" und der genannten "Erstausrüsterqualität" können, wie in meinem Fall, Welten liegen.
Begriffe wie "Erstausrüsterqualität" oder "Originalersatz" sind keine eingetragenen Begriffe und können nach belieben, uneingeschränkt, zum bewerben der Produke verwendet werden.
Von den dubiosen Onlineplatformen mal abgesehen, sind solche Problemfälle jedoch recht selten. Sowas gab es schon einige male in den Videos der Autodoktoren, wo die Werstatt Teile über ihren Großhändler bezogen hat und trotz "Erstausrüster" nicht gepasst haben. Beim Motoren Zimmer war letztens eine Getriebeölwanne aus dem Aftermarket mit angepriesener "Ersausrüsterqualität" die einfach nicht passt bzw. auch noch fehlerhaft verarbeitet ist.
Es gibt Teile, wie Filter, Batterien, etc., die kann man idr. bedenkenlos beim Autoteilehändler kaufen. Es gibt aber auch Bereiche da muss man genau hinschauen was man kauft. Wenn man bei Ford mit im Motoröl laufenden Zahnriemen das falsche Öl reinpackt wird der Riemen spröde, bis Zähne abscheren und die Ventile aufschlagen weil die Nockenwelle nicht mehr angetrieben wird.
Bei japanischen Herstellern muss man auf die Zündkerzen achten. Original werden meist NGK verbaut und die laufen ohne Probleme. Die von Bosch oder BERU hingegen machen, trotz passendem Wärmewert, häufig Probleme und führen zu willkürlichen Zündaussetzern, schlechtem Motorlauf oder die Keramik löst sich ab. Das Problem dürfte jeder Besitzer eines etwas älteren GT-R (/Skyline) oder Civic kennen.
Bei den heimischen Herstellern mit gleicher Kerze tritt das Problem bei BERU nicht auf. Ist ein bekanntes Phänomen und wird von der Community einfach hingenommen.
