E-Auto mit Balkonkraftwerk laden?

TR2013

Lt. Commander
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Ich wohne in einer Wohnung mit Garagenstellplatz. Demnächst kaufen wir die Wohnung und wollen vielleicht bald mal als Vorbereitung eine Wallbox installieren lassen, fürs nächste Auto.

Gleichzeitig möchte ich ein Balkonkraftwerk installieren (in Österreich max. 800 Watt erlaubt).

Kann man so eine Wallbox sagen sie soll super langsam laden (und nur in den Sonnenstunden)? Sollte ja für den Akku positiv sein. Und das Auto ist bei uns eher Wochenendvergnügen, somit könnte es die ganze Woche durch laden und wäre dann wieder voll, schätze ich.
 
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Das klärst du besser mit dem Hersteller der Wallbox ob und wie weit die Ladeleistung durch den Endkunden runter geregelt werden kann.Da gibts ja auch viele verschiedene.... Und das auto muss real. 100-700 watt auch akzeptieren...
 
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ich weiß nicht wie niedrig die schwelle sein muss, aber ein e-auto lädt ja auch an der 230v steckdose mit ca. 2kw. warum sollte es dann mit weniger nicht zurechtkommen? du lädst dir halt nen wolf, und ich bezweifle dass nach dem verbrauch in der wohnung überhaupt nochwas über ist vom strom, was dann zum auto geht.

in dem fall: hersteller fragen wie der threshold fürs laden ist, von den watt her.
 
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Kommt darauf an, wieviel Energie du in der Woche nachladen mußt.

800W ist die Obergrenze der Solaranlage. Davon mußt du noch die Ladeverluste des Autos abziehen, die bei so geringen Ladeleistungen viel ausmachen (einige 100W, je nach Auto, da einige Teile der Boardelektronik während des Ladens aktiv sein müssen).
Bei sehr kleinem Akku und entsprechend geringer Fahrleistung sicher machbar, ansonsten wirst du wahrscheinlich ein paar kWh aus dem Netz dazu nehmen müssen.
 
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wenn man ein gerät hat, dass die wallbox steuern kann und die wallbox diese software-möglichkeiten hat, dann geht das sicherlich. es gibt auch internetanbieter die wallboxen und wechselrichter steuern können für schöne abokosten.

ich finde es immer wieder lustig, wie strom und sonnenenergie uns heutzutage zu sklaven machen.
 
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Selbst wenn das Auto nur ein Wochenende Vergnügen ist.

Was erwartest du von einem Balkonkraftwerk?

Das es 800 Watt 10 Stunden am Tag liefert?

Grundlast im Haus sind dann auch oft 150 Watt. Da bleibt wenig über für ein Auto...
 
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Ich habe kein E-Auto und habe mich auch schon etwas informiert, aber Gemini sagt:

  • Einphasiges Laden (Min. 1,4 kW): Das Auto nutzt nur eine Phase des Stromnetzes. Mit 1,4 kW laden Sie typischerweise etwa 6 bis 8 Kilometer Reichweite pro Stunde.
  • Dreiphasiges Laden (Min. 4,1 kW): Das Auto nutzt alle drei Phasen (Starkstrom). Damit laden Sie etwa 20 bis 25 Kilometer Reichweite pro Stunde.

Somit kannst du nicht mit 500W laden, sondern musst mit mindestens 1,4kW laden und das dauert trotzdem für gewisse E-Autos mal 2-3 Tage bis der voll ist. Und wenn man nur den PV-Überschuss/Sonnenstunden nutzt, dann kann das Auto mal mehrere Tage laden, bis der Voll ist.
 
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Nehmen wir ein ganz durchschnittliches Elektroauto, den VW ID.4.
Der hat einen 82kWh (brutto) bzw. 77kWh (netto) Akku. Das heißt von der realen Größe 82kWh sind 77kWh tatsächlich nutzbar.

Ein 800W Balkonkraftwerk liefert sehr grob ungefähr 2-3kWh pro Tag, ja nach Jahreszeit, Wetter, Ausrichtung usw.
Bei 3kWh pro Tag bräuchte man also logischerweise 25 Tage bis der Akku voll wäre (77/3).
Bei 2kWh wären es schon 38 Tage...

Jetzt kommen aber noch Ladeverluste hinzu. Die Wallbox, die Kabel, das Ladegerät im Auto usw.
Also realistisch brauchst du mit einem 800W Balkonkraftwerk rund einen Monat bis der Akku vom Auto voll ist, vorausgesetzt er wäre zu Beginn quasi leer.
Und vorausgesetzt du verbrauchst den Strom vom Balkonkraftwerk für nichts anderes.
Und vorausgesetzt es ist einen Monat lang sonnig...

Das kann man sicherlich machen, ist aber hoffnungslos unpraktisch.

Dazu kommt das das ganze vermutlich aus einem anderen Grund gar nicht funktionieren würde.
Weil der ID.4 aus diesem Beispiel einen minimalen Ladestrom von 6A benötigt.
1x230Vx6A=1.380W. Weniger geht nicht.
Vermutlich wird das BMS, das Batteriemanagementsystem des Autos die Ladung gar nicht freigeben bei weniger Ampere.
800W entspricht ungefähr 3,5A.
 
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Die meisten Elektrofahrzeuge laden AC mit max. 11 kW. DC mit dem was das Fahrzeug bzw. die Ladestation hergeben. Bei meinem Kia EV6 mit 800V-Technologie sind das ca. 250 kW.

Meine Meinung: Ich halte vom Vorhaben nichts.
Aber wenn du eine Wallbox installierst, dann sollte dein Balkonkraftwerk auf jeden Fall einen Batteriespeicher haben. Der Speicher wird dann zwar in kurzer Zeit leergesaugt, aber besser als nichts. Vor allem ohne Speicher: wie willst du nachts laden?
Wenn du es unbedingt so machen willst, dann ohne Wallbox, an einer normalen 230V-Steckdose. Dann lädt der Wagen mit max. 3 kW.
 
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fürs auto halte ich es auch für unrealisitisch - was du aber schön an einem balkonkraftwerk laden könntest wäre eine surron firefly ;)
 
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Mein e- Auto fängt erst ab etwa 6A an der Schukosteckdose an (mit Ladeziegel getestet) zu laden.
 
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Der Speicher für das Balkonkraftwerk limitiert doch genauso bei 800 watt.
 
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@xxMuahdibxx
Nein, die 800W Obergrenze ist die maximale Ausgangsleistung des Wechselrichters des Balkonkraftwerks.
Wenn da ein Akku dahinter sitzt, ist es egal wie groß oder klein der ist.
Die reine Modulleistung wird vermutlich sogar höher sein, damit möglichst oft und lange diese 800W auch erreicht werden.
Und wie viel Strom der Akku ausgeben kann, hängt halt vom Akku ab.
 
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Danke schonmal für alle Meinungen. Kenn mich mit Strom wenig aus und bin jetzt etwas klüger. Ja, ich tanke unser aktuelles Auto auch nur alle 3-4 Wochen voll und ja, dass das in der Nacht nicht möglich ist, ist mir auch klar. ;-)

Aber jetzt weiß ich schonmal die Richtung. Komplettes Laden über das Balkonkraftwerk ist mir nicht wichtig. Aber langsames laden damit möglichst viel vom Balkonkraftwerk kommen kann, ist ja im Grunde keine blöde Idee, oder?

Wir haben eine LuftWärmepumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung, bald eine Klimaanlage und das nächste Auto wird höchstwahrscheinlich ein E. Also wäre wohl ein Balkonkraftwerk mit Speicher sowieso eine gute Investition. Vielleicht warte ich noch ein Bisschen ob sich die Regeln für Balkonkraftwerke verbessern, was die Ausbeute angeht.
 
So ein Balkonkraftwerk ist eben dazu gedacht auf einfache Weise die Strom-Grundlast des Gebäudes ein wenig abzufangen.
Damit senkst du ein wenig deine Stromkosten.
Ein Elektroauto damit aufzuladen ist schlicht nicht möglich, da so ein Balkonkraftwerk gar nicht die benötigste Leistung bereitstellen kann.
Das ganze funktioniert dann, wenn du eine richtige, große Photovoltaikanlage mit großem Wechselrichter, Akku usw. hast.
Ein Balkonkraftwerk ist deshalb nicht unsinnig, nur für diesen speziellen Fall eben doch.
 
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KnolleJupp schrieb:
Ein 800W Balkonkraftwerk liefert sehr grob ungefähr 2-3kWh pro Tag,

Sagen wir mal so je nach Aufstellung sind auch mehr drinnen.

Ich habe schon um die 4 kWh geschafft im Juni und meines steht schlecht. Mit besser Aufstellung wären wohl 5-6 kWh möglich...aber halt nur im Sommer und da war ja etwas extrem die Tage. Haben die Module sogar runtergeregelt wegen zu warm.
 
Gemäß der internationalen Norm IEC 61851 für das Wechselstromladen (AC) liegt der niedrigste mögliche Ladestrom bei 6 Ampere ..

Sagt mir die qwen AI ..
 
Naja, die hier genannten Beispiele haben gezeigt, dass es gar nicht sooo unrealistisch ist, wenn man auch mit dem Verbrenner nur einmal im Monat tankt, aber das war mir gar nicht so wichtig. Wenn ich über eine normale Schuko den Ladevorgang langsam gestalte und eine Stromspeicher am Balkon habe damit ich nicht nachdenken muss, ob gerade die Sonne scheint, erspare ich mir immerhin ein paar Euro, schätze ich.

Ich denke die Grundlast der Wohnung liegt im Sommer bei rd. 300 Watt und wenn man die Klimaanlage (typischerweise eh bei großer Sonneneinstrahlung) auf kleinster Stufe laufen lässt kommen nochmal ca. 550 dazu. Schon da macht das Balkonkraftwerk Sinn. Und für sonstige Einsparungen dann halt doch mit Speicher, den ich früher vom Preis/leistungsverhältnis nicht so sinnvoll fand.
 
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