E-Auto mit Balkonkraftwerk laden?

Mimir schrieb:
Sowohl mit als auch ohne E-Auto. Entscheidend ist die Bilanz und nicht, ob der Strom vom Balkonkraftwerk beim E-Auto landet oder im Kühlschrank...
Ja, und die Bilanz ist genau dann am besten, wenn der größte Verbrauch während der größten Erzeugung stattfindet und die Verbraucher dabei keine Alibi-Verbrwucher sind. Genau darum dreht sich der Hase bei einer unvergüteten Einspeisung. Sicherlich war der Gedanke des TE u.a. möglichst das zu erreichen, hat das aber mit einer Ausschließlichkeit begründet und genau das wurde hier, so denke ich, "kritisiert."
 
Na ja, das Haus, die Wohnung hat einen gewissen Stromverbrauch.
Dazu zählen fest eingebaute Grundverbraucher, wie Kühlschrank, Backofen, Kochfeld, evtl. Durchlauferhitzer usw. aber auch Waschmaschine, Staubsauger, Kaffemaschine, Wasserkocher, Haartrockner und andere Einbauten, wie Klimaanlage, Lüftung, Beleuchtung, Heizung uvm.
Lädst du dann zusätzlich noch ein Elektroauto über deinen Stromanschluss, kommt der Stromverbrauch noch oben drauf.
Ein Balkonkraftwerk mit seinen 800W Wechselrichterleistung kann unmöglich das alles stemmen.
Aber es hilft natürlich den Stromverbrauch ein wenig zu senken, bzw. natürlich nicht den Stromverbrauch, sondern die Menge an Strom, die dem öffentlichen Stromnetz entnommen wird und bezahlt werden muss.
Ob der Strom nun in die Waschmaschine fließt, in den Staubsauger oder das Elektroauto, spielt dabei keine Rolle.

Man kann jetzt päpstlicher als der Papst sein und noch von Wirk-, Blind- und Scheinleistung anfangen, aber das kann weitgehend vernachlässigt werden.
Ein Stromzähler misst nur die Wirkleistung.

Selbst mit einer großen Photovoltaikanlage mit großem Akku schafft man nur zu x% Autarkie.
Die Königsdisziplin wäre dann eine inselfähige Anlage, die auch ohne externe Stromzufuhr weiterlaufen würde.

Von da her ist ein Balkonkraftwerk im Grunde nie sinnlos. Es macht nur je nach Ausgangslage mal mehr, mal weniger Sinn.
Und die Überlegung das Auto dann nur damit aufladen zu wollen - was aber tatsächlich nie angedacht war - ist unsinnig.

Ein Elektroauto mit dem üblichen CCS-Ladeanschluss braucht mindestens eine einphasige Ladung mit 6A. Das entspricht 1.380W.
Drunter geht es nicht. Üblich sind 11kW, also 3x16A zum Laden zu Hause.
Laden mit Wechselstrom, also üblicherweise max. 11kW ist für den Akku im Auto völlig unkritisch.
Kritisch wird es, wenn dauernd an Gleichstrom-Schnellladesäulen geladen wird, mit sehr hohen Ladeströmen und einer hohen End-Zellspannung, also wenn man den Akku ständig auf 100% lädt. Aber selbst dann geht der nicht sofort kaputt.
Die Degradation, also die Abnutzung des Akkus ist dann aber sehr wahrscheinlich etwas höher.
In der Regel führt aber selbst das nicht zu einem Defekt, höchstens sinkt im Laufe der Zeit die Akkukapazität ein wenig.

Daher haben viele Elektroautos auch Akkus wo eine Netto- und Bruttokapazität angegeben ist.
Da gibt es dann z.B. 5kWh Kapazität, die nicht genutzt wird und eine langsame Degradation des Akkus abfangen soll.
 
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Wo ist der Garagenstellplatz eigentlich?
In einer Tiefgarage unter dem Haus? Freistehende Garagen?
Liegt dort überhaupt schon ein Stromanschluss? Wenn ja, läuft der über deinen Stromzähler von der Wohnung? Oder seperate Zähler?
Oder habe ich etwas übersehen?
 
Doly schrieb:
Wo ist der Garagenstellplatz eigentlich?
In einer Tiefgarage unter dem Haus? Freistehende Garagen?
Liegt dort überhaupt schon ein Stromanschluss? Wenn ja, läuft der über deinen Stromzähler von der Wohnung? Oder seperate Zähler?
Oder habe ich etwas übersehen?
Muss man selbst in die Tiefgarage legen lassen. Stromzähler jeder Wohnung ist am anderen Ende der Parkgarage.
 
Bei einer Solix 4 kann an der 230V Off Grid Steckdose 2500W und mit Netzunterstützung 3600W bereitgestellt werden und selbst das ist schon ziemlich ineffizient, weil der Ladevorgang einfach sehr lange dauert und in der Zeit auch viele Systeme vom Auto Strom brauchen für den Ladevorgang.
Die Ladezeit bei einer 11kW Landung ist schon mal deutlich kürzer und das Ladesystem kürzer aktiv, frisst dadurch auch weniger Strom vom Ladestrom weg. Müsste man aber mehr Geld in die Hand nehmen, dann könnte man sich ein 3-phasiges Ladesystem mit 3 Anker Solix 4, Anker Power Dock und Anker Wallbox aufbauen. Ich habe auch mehrere 400V Verbraucher, werde mir das Baukastensystem so ausbauen.
 
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Offensichtlich reden wir ja von Österreich, nicht Deutschland.
Ich weiß ja nicht welchen Stromanbieter/-tarif der TE hat oder haben wird, aber durchschnittlich zahlt man in Österreich rund 26Cent/kWh.
Das ist schon deutlich weniger als Deutschland mit rund 34Cent.

Selbst das wären bzw. sind deutlich niedrigere Unterhaltskosten als normaler Sprit kosten würde (egal ob Diesel oder Benzin).
Wenn ich also ein Elektroauto überwiegend an der heimischen Steckdose auflade, sind das sehr überschaubare Kosten und weniger als jeder Verbrenner kosten würde.

Ein Auto mit eigenem Strom aufzuladen, ist dann immer eine Rechenaufgabe. Sinn macht es bei einer großen Photovoltaikanlage den Überschuss ins Auto zu laden statt ins Stromnetz abzugeben. Aber dann muss ich auch erstmal einen Überschuss haben.
Und der eigene Strom ist mitnichten kostenlos, da man schließlich die Kosten für Errichtung und Betrieb so einer Photovoltaikanlage gegenrechnen muss.
Langfristig kann man mit so einer Investition sicherlich Geld sparen, aber keinesfalls kurzfristig. Da würde man immer draufzahlen.

Ein einfaches und relativ günstiges Balkonkraftwerk mit seinem relativ kleinen 800W Wechselrichter kann helfen, den Grundverbrauch eines Gebäudes/einer Wohnung zu decken bzw. zu unterstützen. Da spart man eben an den zu zahlenden Stromkosten, weil man diese 800W nicht aus dem Netz entnehmen muss.

Zusätzlich spare ich mit einem Elektroauto noch an anderer Stelle.
Man zahlt in Österreich anders als in Deutschland zwar auch KFZ-Steuer für ein Elektroauto,
aber Strom ist billiger als Benzin oder Diesel. Dazu kommt der deutlich niedrigere Verbrauch dank deutlich besserem Wirkungsgrad.
Niedrigere Wartungskosten, weil da eben nicht so viel dran ist was kaputt gehen kann.

Das einzige woran man sich bei einem Elektroauto gewöhnen muss ist der spürbar höhere Reifenverschleiß.

Für meinen Ford Explorer müsste ich in Österreich aktuell 511,26€/Jahr KFZ-Steuer bezahlen.
In Deutschland muss bis Ende 2035 gar keine KFZ-Steuer gezahlt werden,
ab 2036 dann beispielsweise für meinen Ford Explorer 62€/Jahr, wenn es bis da hin bei der aktuellen Regelung bleibt.
 
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KnolleJupp schrieb:
Das ist schon deutlich weniger als Deutschland mit rund 34Cent.
Das ist aber für D ein ganz schön teurer Tarif, ich zahle aktuell nicht ganz 28€Cent/kWh. Grad kurz geprüft, geht in meiner Region schon für 22,5€Cent los, geht also günstiger.
 
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Region ist das Stichwort. Bei uns kommst Du kaum unter 35ct
 
Die würde ich nicht mal nach der Uhrzeit fragen, so nervend wie deren allgegenwärtige Werbung ist ;).
 
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OK, man findet auch 18ct. Aber die bekannteren Anbieter liegen um die 30ct. Muss mal schaune, welche Haken bei dem 18ct Angebot sind. Ah: "Ab dem 2. Monat variabler Preis" Danke.
 
Micha- schrieb:
Ist eben nicht der Normalfall
Zeitweise wurden extra Stromtarife für E-Autos von einigen Netzbetreibern vertrieben. Diese haben dann halt einen separaten Zähler für eine separate Abrechnung.
Bei meinem Bruder ist es so, dass er seit 15 Jahren einen zweiten Zähler für die Wärmepumpe mit separaten Tarif hat und damals daran auch die Wallbox angeschlossen wurde. Mittlerweile macht das der Netzbetreiber allerdings nicht mehr.
Bei einer Mieter-/Eigentumsgenossenschaft gehts auch um die Abrechnung für die gemeinschaftlich genutzten Bereiche, wie eben eine Tiefgarage etc, wobei da das Auto dann wieder separat ein Problem darstellt.
Die Frage dabei ist dann kann die Wallbox das separat aufzeichnen und ist dessen Zähler für eine Abrechnung geeignet (geeicht)?
Da gibts noch und nöcher an Umsetzungen, auch durch das Chaos des EEGs, was gefühlt 2 mal im Jahr mehrere Paragraphen durcheinander geworfen hat gemischt mit dem Durcheinander der verschiedenen Netzbetreiber.
 
@Micha- Aber selbst 30 Cent wären ja schon 5 Cent weniger je kWh. Aufs Jahr gerechnet wären das bei mir immerhin 140 EUR. Kannst ja auch filtern nach "2 Jahre Preisgarantie".
 
Das sind ja auch nur ungefähre Durchschnittspreise. Natürlich gibt es auch günstigere Tarife.
Ich wollte damit nur aufzeigen das Strom in Österreich ein bisschen günstiger ist als in Deutschland.
Und selbst in Deutschland lohnt sich ein Elektroauto, wenn man nur die Stromkosten den Kosten für Benzin/Diesel gegenüberstellt.

Dafür ist die KFZ-Steuer in Österreich deutlich höher als in Deutschland.
Über 500€/Jahr gegenüber aktuell noch 0€ ist schon ein Unterschied. Aber die Steuer würde ja für einen Benziner/Diesel genauso anfallen.
 
Ich sage euch jetzt nicht, was ich für den Strom bezahle :D

Nur so viel: Das was eine Liter Diesel dzt. kostet , damit fahre ich ca. 100 KM
 
So einfach ist das leider nicht in Österreich.
Ein Fahrzeug in Österriech kostet immer deutlich mehr als in Deutschland.

zB BYD Seal Comfort
D: 32.340€ AT: AB 39.990€

Da sind schon 7.600€ Preisdifferenz.

Auch das Thema Versicherung ist ein Thema: Da hängt es von der Leistung des Fahrzeuges ab.
zB A Klasse mit 110PS ist günstiger als mit 421PS...in Deutschland ist es ja irgendwie anders..

Strom und Tanken ist vielleicht günstiger in Österreich, aber dafür fast alles andere teurer. Lebensmittel sind aktuell deutlich teurer. Sogar teliweise Produkte die in Österreich hergestellt werden, sind in Deutschland günstiger als in Österreich (zb manner Schnitten).
 
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