E-Auto mit Balkonkraftwerk laden?

TR2013 schrieb:
Aber langsames laden damit möglichst viel vom Balkonkraftwerk kommen kann, ist ja im Grunde keine blöde Idee, oder?
Ja doch, leider schon, wie du hier ja schon erfahren hast?! Das funktioniert so ohne weiteres einfach überhaupt nicht. Es funktioniert nicht nur schlecht, es funktioniert garnicht.

TR2013 schrieb:
Wir haben eine LuftWärmepumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung, bald eine Klimaanlage und das nächste Auto wird höchstwahrscheinlich ein E. Also wäre wohl ein Balkonkraftwerk mit Speicher sowieso eine gute Investition. Vielleicht warte ich noch ein Bisschen ob sich die Regeln für Balkonkraftwerke verbessern, was die Ausbeute angeht.
In dem Kontext, nein, wäre nicht wirklich eine gute Investiton. Es schadet zwar nicht, wird dich in dem Kontext aber auch nicht weit bringen. Eine richtige Solaranlange auf dem Dach wäre die Größenordnung, mit der du dann was anfangen kannst. So im Bereich von 5-10kWp mit 10-20kWh Speicher.
 
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lazsniper schrieb:
... aber ein e-auto lädt ja auch an der 230v steckdose mit ca. 2kw. warum sollte es dann mit weniger nicht zurechtkommen?...
Es gibt Geräte, die nur innerhalb eines vordefinierten Leistungsrahmens laden. Alles darunter oder darüber wird blockiert.
Demnach müssen sowohl das Ladegerät als auch das Gerät selbst mit der Ladeleistung kompatibel sein.
Und ein Auto ist im Grunde ein großes Gerät.

Das Problem lässt sich immer umgehen, indem z.B. ein Zwischenspeicher mit der richtigen Ladeleistung dazwischengeschaltet wird.
 
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Das Ganze kann man zwar mit einem Balkonkraftwerk "angehen", aber es stellt sich die Frage, ab welcher Stromstärke der "Ladeziegel" beim Auto oder eine vorgeschaltene Wallbox das Laden überhaupt anfängt.
Je nach Auto ist das ein zähes Ringen um Reichweite reinzubekommen.
Mein aktueller A6 e-Tron hat 95kw/h netto und der Ladeziegel kann an Schuko auf die halbe Leistung reduziert werden, somit 1kw Ladeleistung (ob der auch bei 800W lädt kann ich nicht sagen, ein A3 Hybrid aktzeptiert auch die max. 600W aus den alten Balkonkraftwerken). Man kann sich ausrechnen wie lange man bei 1kw/h laden muss um überhaupt nennenswerte Reichweite reinzubekommen. Allerdings kann man den überschüssigen Strom nehmen, der <800W ins Haus geht und der Rest zu den 1kw muss aus dem Netz gezogen werden. Braucht man gerade wenig im Haus, dann gibt es mehr Gratisstrom für das Auto, ansonsten muss von Außen geholt werden.

Sinnvoll wäre es, wenn man 4 Panels mit 500W Peak hat und dazu einen Akku, an dem man den Ladeziegel anstöpseln kann. Bei z.B. Solarkon können am Akku max. 1,2 kw gezogen werden. Allerdings muss die Sonne auch so richtig scheinen um diese Ladeleistung aufrecht erhalten zu können. Rein aus dem Akku kommt man nicht weit, da der 2,1kw/h hat (stapelbar bis 12kw).

In Summe, man kann etwas mithelfen, aber so richig sinnvoll ist das nur bei einer PV-Anlage die >6-8kw Peek liefern kann und >10kw Akku dazu hat. Bei der Lösung "nehmen wir den Teil bis zu 800W den das Haus nicht benötigt" kommt es auf den Grundverbrauch des Hauses an. Aber, Akkus gehören hier m.M.n. definitiv dazu.
 
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TR2013 schrieb:
Naja, die hier genannten Beispiele haben gezeigt, dass es gar nicht sooo unrealistisch ist, wenn man auch mit dem Verbrenner nur einmal im Monat tankt,
Nein, die ganzen Antworten sagen alle: das geht nicht, weil die Leistung schon nicht ausreicht, damit das Auto auch nur anfängt zu laden..
 
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Ich würde dir empfehlen:
Nimm einen 230V Lader, sofern dein KfZ das kann.

Kauf dir ein Balkonkraftwerk mit größeren externen Speicher und Wechselrichter. (z.B. EcoFlow Stream Ultra) das kann 3kW dauerlast ausgeben und speist 0,8kW ein.

Du kannst mehr Paneele an das Kraftwerk klemmen.

Ich rate aber zur Vorsicht: 2,4 kW dauerlast auf Schuko ist nicht ohne. Stecker werden warm und es kann durchaus die Steckdose Schaden abbekommen / schmelzen.
 
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TR2013 schrieb:

Das schöne beim Strom ist, man muss nicht schätzen, sondern kann rechnen.
Knolle Jupp hat das sehr schön getan. Ergebnis: Um ein e-Auto zu laden taugt ein BKW nicht,
ansonsten spricht nichts gegen ein BKW.
 
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TR2013 schrieb:
Wir haben eine LuftWärmepumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung, bald eine Klimaanlage
Dann sind die 800W schon verbraucht.
 
Karre schrieb:
Kauf dir ein Balkonkraftwerk mit größeren externen Speicher und Wechselrichter. (z.B. EcoFlow Stream Ultra) das kann 3kW dauerlast ausgeben und speist 0,8kW ein.
Das ja, aber man muss die 3kW Dauerlast auch erst mal herbekommen.
Ein Balkonkraftwert mit mehr als ca. 6kW an Akkukapazität ist m.E. nicht sinnvoll mit 4 Panelen, da man die ja vollbekommen muss und wenn ein Auto noch was will und das Haus auch, dann bekommt man die Panels nicht mehr voll.
Karre schrieb:
Du kannst mehr Paneele an das Kraftwerk klemmen.
max. 4 (ca. 2000W Peek), sonst ist das kein Balkonkraftwerk mehr
Karre schrieb:
Ich rate aber zur Vorsicht: 2,4 kW dauerlast auf Schuko ist nicht ohne. Stecker werden warm und es kann durchaus die Steckdose Schaden abbekommen / schmelzen.
Ja, da ist was dran. Ich lade derzeit OHNE Wallbox mit Ladeziegel und einer Starkstromdose. Da zieht das Auto dann 3,7kW Brutto durch die Leitung, diese ist mit 16A abgesichert und das wird gut warm (auch die Leitungen des Ladeziegels).
 
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ueg schrieb:
Nein, die ganzen Antworten sagen alle: das geht nicht, weil die Leistung schon nicht ausreicht, damit das Auto auch nur anfängt zu laden..
...und selbst wenn das Auto laden würde, wären die Ladezeiten jenseits von Gut und Böse.

Wenn man 13-25 kW/100 km rechnet und das Auto mit 1-3 kW/h bei Sonnenschein geladen wird, dann kann man sich ausrechnen, wie weit ein Trip am WE werden darf.

Bei ca. 30 Cent/kWh (AC zu Hause) oder meinetwegen 50-60 Cent/kWh am DC-Lader würde ich mir den diskutierten Aufbau nicht geben und die Stromnutzung zu Hause anders optimieren.,
 
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Es gibt doch von Anker schon Lösungen, wo intelligent verteilt wird. Die 800W gelten zur Einspeisung ins Netz. Aber von Panel über Steuergerät zum Auto gilt das nicht.
 
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TR2013 schrieb:
Wir haben eine LuftWärmepumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung, bald eine Klimaanlage und das nächste Auto wird höchstwahrscheinlich ein E. Also wäre wohl ein Balkonkraftwerk mit Speicher sowieso eine gute Investition
Wie hoch ist dein Tagesverbrauch?

Bei all den Verbrauchern + normale Grundlast wird nix übrig bleiben fürs Auto. Im Winter zu wenig Sonne und im Sommer frisst die Klima den Überschuss.

Also hol dir das BKW lieber für den Rest vom Haus, als explizit fürs Auto 😅

Oder halt gleich richtig PV aufs Dach. Das kommt nach dem BKW sowieso kurz danach, weil's süchtig macht 😜
 
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ich habe seit mitte April 2 Sachen:

- Ne Anker Solix 3 mit 4x 500Wp Modulen und zusatzakku, damit komme ich auf 5,4kWh Speicher, der im Sommer auch gut gefüllt wird bei sonnigen Tagen.

- meine Holde hat sich einen Opel Mokka e geholt, gebr. mit 50.000km, 47kWh Netto Akku, bei rund 94% SOC = ca. 44kWh.

Ich lade das Auto abwechselnd am Schnelllader im Nachbarort beim Einkaufen, oder wenn man unterwegs ist, ansonsten zu Hause an der Steckdose. Auto zieht dabei 1780W aus der Dose mit dem Ladeziegel. Das passiert nicht täglich, da der Arbeitsweg auch nur 8km am Tag sind, zwischendurch mal zu den Schwiegereltern gesamtweg 40km alle paar Tage / alle zwei Wochen.

Ich stecke das Auto ran, wenn die Sonne scheint. Gehts nicht anders, wird halt nachts geladen.

Es ist nicht viel, aber die 800W tragen schon etwas zu bei. Es wird dann eben weniger aus dem Netz bezogen. Nachteil: bei vollem Eigenbedarf wird natürlich der Akku leer gesaugt. Optimal wird durch Überschuss bei Sonne die Batterie dennoch geladen. Lädt das Auto nicht an den Tagen, unterstütze ich mit dem BKW den Strombedarf im Haus. Bis jetzt habe ich in den rund 3 Monaten im Schnitt 100kWh weniger pro Monat aus dem Netz bezogen, trotz das Auto hin und wieder geladen wird.

tl:dr

ein BKW unterstützt gut, das E-Auto alleine laden ist nicht drin. Dazu ist der Akku, die Ausgangsleistung bei der Notstromsteckdose und die Leistung zu wenig.
 
Man muss hier Mal "langsam" richtig definieren und in Relation bringen:
Wenn ein Auto Akku 66kwh Kapazität hat, entspricht der Ladefaktor 1c einer Ladeleistung von 66kw. Das ist ein für den Akku normaler Ladevorgang. Wenn man von typische AC Ladeleistung spricht, ist man bei 11kw (16A 3 phasig 400V) und erreicht damit 1/6c was schon extrem schonend für den Akku ist.
Rein um den Akku zu schonen, macht es wenig Sinn, die Leistung noch weiter zu reduzieren. Wenn es um die Akkulebensdauer geht sollte man hier eher drauf achten die maximale Zellspannung niedrig zu halten, also nur bis 80-90% zu laden und nicht jeden Tag gleich wieder auf den Wert zu laden, wenn man es im Alltag nicht braucht.
Die Ladeleistung zu reduzieren kann sinnvoll sein, wenn man PV Überschuss hat und möglichst wenig teuren Strom zu kaufen zu müssen.
Ich habe bei mir die alte Wallbox pauschal auf 6kw Ladeleistung begrenzt. Dadurch schafft es die PV Anlage alleine, den Bedarf von Auto und Haus (gestützt mit der Pufferbatterie) komplett zu decken, ohne das ich Strom von Netz zu kaufen muss. Damit habe ich gestern ab 10 Uhr das Auto, was von der Woche auf ~40% runter war wieder bis 14:00 auf 90% zu laden.
Die PV Anlage hat 12,8kwp mit 21kwh Puffer Speicher. Ist also 16 Mal so groß wie ein Balkon Kraftwerk.
 
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Habts ihr gelesen, dass er eine (Eigentums)WOHNUNG hat und kein Haus? Da kann er nicht einfach eine PV Anlage aufs Dach draufpacken bzw. ist halt limitiert auf das BKW.
 
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Genau. Einfachstes Rechnen.

Beispiel mal wieder der VW ID.4 mit 77kWh Akku (nutzbare Kapazität).
Normale Ladelleistung "1C" wären entsprechend 77kW. Das ist ziemlich viel...
Bleibst du da drunter, lädst du sowieso schon sehr akkuschonend.
Eine typische Wallbox bzw. ein typisches Wechselstrom-Ladegerät im Auto kann 11kW.
Das entspricht den 3x16A einer roten CEE-Dose ("Starkstrom", manche sagen auch "Kraftstrom").

Lädst du nur über eine Haushaltssteckdose wären das maximal 3.680Watt.
Allerdings sind haushaltstypische Schuko-Steckdosen nicht auf eine solche Dauerlast ausgelegt.
Dauerlast wären 10A, nicht 16A. Dann wärst du bei 2.300W und das wäre das was du maximal über eine Haushaltssteckdose laden solltest.

Das ist bereits mehr als akkuschonend, entspricht ca. 0,03C. Da merkt der Akku nichtmal das überhaupt was passiert....
Noch akkuschonender wäre es dann den Füllstand auf maximal 80% zu begrenzen. Dann verschenkt man natürlich auch Reichweite.

Immer mit bedenken das selbst eine Ladeleistung von 2C kein großes Problem für den Akku wäre, also in dem Fall ca. 154kW.
Das sollte ein ID.4 durchaus an einer Gleichstrom-Schnellladesäule schaffen je nach Akkufüllstand und Akkutemperatur.
Und davon geht der Akku auch nicht sofort kaputt...

Selbst wenn du ständig mit 11kW laden würdest, der Akku merkt das nichtmal...

Den Akku eines Elektroautos mit einem Balkonkraftwerk aufladen zu wollen, ist illusorisch. Was anderes hat hier auch niemand geschrieben.
Ein Balkonkraftwerk ist deshalb nicht sinnlos, es hat einfach einen anderen Nutzen.

Mit den 3,5A die aus so einem Balkonkraftwerk raus kommen, würde ein Elektroauto nichtmal anfangen zu laden.
Egal wie lange die Ladung auf dem Papier dauern würde. Bei den meisten Autos dürften 6A der Mindest-Ladestrom sein.

Wenn du jetzt schon Wärmepumpe, Lüftung, Klimaanlage usw. mit Strom versorgen musst, zusätzlich zu allen übrigen Verbrauchern wie Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher, Staubsauger uvm. ist das was aus einem einfachen Balkonkraftwerk raus kommt nur ein Tropfen auf einem heißen Stein...

Ich lade mein Elektroauto immer auf 100%, ist eh nur geleast. Und zu 95% an einer heimischen CCE-Dose mit 11kW.
Die ganze Überlegung wie lange so ein Akku denn wohl hält hat sich doch schon lange erledigt.
Es ist schon seit langen klar das Elektroauto-Akkus deutlich länger halten als vorausgesagt.
 
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Nicht alles was möglich ist macht auch Sinn.
 
TR2013 schrieb:
Danke schonmal für alle Meinungen. Kenn mich mit Strom wenig aus und bin jetzt etwas klüger. Ja, ich tanke unser aktuelles Auto auch nur alle 3-4 Wochen voll
Mit meinem SEAT Mii electric ist das ähnlich. Ich lade mit einer normalen Schukosteckdose maximal 16 Stunden den 35 KW/H Akku , wenn er ziemlich leer ist wieder voll

Das Problem mit der Wallbox ist, das es der Stromlieferer erlauben muss und dann darf man mit Maximal 8 A laden derzeit

Ich habe noch eine WIEN Tanke Karte, damit ich auf der Straße laden kann, wenn es mal schneller gehen muss , oder ich komme nicht nach Hause - ist aber noch nie passiert
 
Ich z.B. habe gar keine fest installierte Wallbox, sondern eine mobile.
Und zwar den JUICE BOOSTER 2. Das Ding hatte ich mir vor Jahren mal gekauft für mein erstes Elektroauto, das war damals ein KIA e-Niro.
Heute fahre ich einen Ford Explorer, quasi die Ford-Variante des VW ID.4.
Das Ding wird einfach in eine CEE-Dose eingesteckt und lädt demnach mit maximal 11kW.
Angemeldet ist da nichts... ist ja keine Festinstallation.
Ursprünglich gekauft mit dem Hintergedanken das Ding auch unterwegs mitnehmen zu können, was ich aber praktisch gar nicht mache.
Und eine CEE-Dose (3x16A) hatte ich sowieso seit Jahrzehnten in der Garage...

Der JUICE BOOSTER 2 könnte theoretisch auch 22kW, aber weder das Auto können das noch habe ich eine entsprechende 3x32A Steckdose.

Ladekarten von diversen Anbietern habe ich auch im Auto liegen, aber nur die jeweils kostenlosen Varianten, also ohne monatliche Grundgebühren.
Damit konnte ich bisher überall aufladen. Da ich das nur selten mache, brauche ich keine Grundgebühr-Tarife und würde da vermutlich draufzahlen.
Ich glaube, die Karte, die ich bisher am häufigsten genutzt habe ist die EWE Go.
 
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Im Garten habe ich so etwas auch - ich habe aber das Problem nicht gleich verstanden, warum der Schutzschalter nach ca. 1 Stunde auslöste

Der SEAT Mii electric lädt nur mit 2 Phasen - die dritte Phase geht dann in Wärme auf - BING!

Runter auf 10-12 Ampere statt 16 - funzt nun alles.
 
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