Leserartikel Festplattenbeschleunigung und Märchen

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Onkelhitman

Gast
Also, wir haben hier ja jede Woche mit dem Thema Geschwindigkeit zu kämpfen im Festplatten-Bereich.

Ich habe mich schon in einem anderen Forum etwas damit aufgehalten und erstmal ein paar Informationen gesammelt wie und was ich überhaupt testen soll.

Als Testsystem steht bereit:
Prozessor: Intel Q6600 G0 (Boxed)
Mainboard:MSI P45 Neo FR-3
Arbeitsspeicher:4 x 1GB DDR2 667Mhz (Cellshock D9GKX)
Grafikkarte: ATI 4550
Netzteil: Coolermaster UCP 700W
Laufwerk: IDE LG DVD Brenner

Festplatte: Seagate 1,5TB 7200.11 mit 7200U/Min (später im Raid-0)
Festplatte2: Western Digital Caviar Green 1,5TB EADS (später im Raid-0)

Jetzt meine Frage an euch:
Was soll ich testen, wie soll ich es testen?

Bisher habe ich folgende Testprogramme zur Installation bereit:
SuperPi 1MB; wPrime; PCMark Vantage; HD Tach, HD Tune Pro (inkl. Short-Stroke Test) ; Atto; 3DMarkVantage; IOMeter; SisSandra
Open Office zum installieren und ausfüren (Zeitmessung)
Itunes zum ausführen und installieren (Zeitmessung)
Kopieren von 4,7GB ISO Datei und Zeitmessung
Winrar Test
Booten Zeitmessung (hoch und runter)
Booten Ruhezustand Zeitmessung (hoch und runter)

Kopieren von kleinen Dateien (wie und was?)

Außerdem werde ich in mehreren Schritten einen Short-Stroke Test machen. Und zwar in der Konstellation des Ultimate Sweep Points, welcher den schnellsten Teil der Festplatte bedeutet, den Sweep Point (noch recht normale Speicheraufteilung) und die Gesamtkapazität der Festplatten. Das ganze dann nochmals mit einem Raid-0.

Nach dem Gesamttest werde ich diesen wiederholen und zwar nach einer Defragmentierung mit 0&0 Defrag.

Als Betriebssystem wird Windows 7 Ultimate eingesetzt. Auslagerungsdatei aktiv, Ruhezustand aktiviert.

Die Prozessorleistung wird auch getestet. Einmal mit 1600Mhz, dann mit Multiplikator auf Normal , also 2400Mhz und von mir aus auch eins mit OC-Settings auf, sagen wir mal 333Mhz FSB, was dann 3Ghz wären.

Ihr versteht natürlich, dass der Test sehr aufwendig ist. Es wäre also schon geholfen wenn ich vorher genau festlege, was ich alles testen soll. Daher oben schonmal eine Auswahl.

Ich möchte noch gerne eine Spieledemo testen, und zwar auf FSP und auf Ladezeiten. Dafür brauche ich aber ein Spiel zum testen.

Also, für alle Vorschläge offen. Windows ist momentan schon ready für den Test mit nur einer Partition der einzelnen Seagate Platte. Dann fangt mal an zu lästern ;)

PS: Zum Short-Stroke noch ein Wort:
Durch Short-Stroke verliert man normalerweise Speicherplatz. Da Windows (ob es generell so ist kann ich nur vermuten) auf den Speicherplatz zugreift den es auch sehen kann, umgeht man dies durch eine nicht-formatierung. Den Rest-Speicherplatz kann man mit Truecrypt nutzen indem man diesen Speicherplatz mounted. Leider kann ich das mit keinem mir bekannten Tool messen. Ich hoffe aber, einige Testresultate lassen etwas andeuten von der Leistung.
 

Ernst@at

Admiral
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Um einen derartigen Klamauk sinnvoll abzuhalten, müsste man vor jedem Test ein Image aller Partitions aufspielen, um 100% idente Anfangsbedingungen zu schaffen, damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht.
 
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Onkelhitman

Gast
Wieso?
Es kommt dasselbe Betriebssystem drauf. Es kommen dieselben Programme drauf, es werden dieselben Testroutinen eingehalten. Ich werde nicht jeden Test anders durchführen.

Einzig eine Zero-Nullung mit Eraser oder dergleichen könnte noch was bringen. Bin ich bereit zu machen um auszuschließen dass da noch ne null oder eins liegt sondern stabile Bedingungen habe.

Die Tests werden in selber Reihenfolge durchgeführt, bei der Takterhöhung werde ich jedoch nicht neu installieren um zu gucken ob dadurch was schneller läuft sondern nur Neustarten, Takt ändern, Test durchführen.

Wenn es da natürlich massive Veränderungen gibt werde ich das näher durchleuchten.
 

Ernst@at

Admiral
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Jeder Test, bei dem über das Filesystem Testdateien angelegt werden (wie zB Atto, IOMeter), hinterlässt nach Beendigung und Löschung ein unterschiedliches Muster in der freelist. Dieses ist niemals gleich, außer in einer frisch formatierten Partiton.
Schon winzige Unterschiede können zu völlig anderen Zuordnungen beim Anlegen der Testdateien führen. Insbesonders dann, wenn Clusters vor und hinter dem für die $Bitmap reservierten Bereich zugewiesen werden.
Grafisch kannst Du das sehr anschaulich beobachten, wenn Du während eines Tests den O&O-Defrag Analyze-Schirm ansiehst.

Dir ist aber schon klar, dass Du für einen RAID0 Test zwei Platte jeder Sorte brauchst, oder willst Du den mit einer ST und einer WD benchen? :D
 
O

Onkelhitman

Gast
Ist mir schon bewusst. 2 Seagate hab ich hier. Die zweite WD kauf ich noch.

Ja, nur wie soll ich anders testen? Ich installier ja nicht Windows, dann nen Image davon, dann ein Programm installieren und benchen, dann wieder Image aufspielen und Erasern.

Dann bin ich in 10 Jahren noch dran ;)
 

Ernst@at

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Das mit dem Erasern ist eine Schnapsidee, weil es keinen Unterschied macht, was in unbenutzen Bereichen steht und nur sinnlos Zeit braucht. Der Inhalt beeinflusst bestenfalls Tests an USB 2.0 Datenträgern.

Die Programme kann man alle schon vorinstallieren, und die Testplatte mit diesem vorbereiteten Image zu beschicken dauert ein paar Minuten (oder willst Du die 1,5TB Platte zu 75% befüllen? :) ) Wenn man die Tests an verschiedenen Bereichen(außen, mittig, innen) stattfinden lassen will, kann man das auch per Partitionierung erzielen
 
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Onkelhitman

Gast
"(oder willst Du die 1,5TB Platte zu 75% befüllen? )"
Hatte ich eigentlich vor....

"Wenn man die Tests an verschiedenen Bereichen(außen, mittig, innen) stattfinden lassen will, kann man das auch per Partitionierung erzielen "

Musss man letztendlich zwingend. Ich bin immer noch nicht sicher, ob Windows auch beim Partitionieren immer vom Schnellsten zum langsamsten Teil geht. Meine bisherigen Testergebnisse sagen: KA ;)
Einzig Atto zeigt durchgehende MB/s Zahlen an.

Ok, ich werde demnach mal ein Image machen und auf nen anderen Datenträger schaufeln. Danke für den Tipp.
 
O

Onkelhitman

Gast
Mal eine Frage.

Habe es jetzt so vor wie oben beschrieben (mehr oder weniger).

Ich möchte für eine optmale Testumgebung Windows 7 installieren, die Exe-Dateien und Programme draufwerfen und dann ein Backup davon machen mit Acronis. Ich habe ja jetzt nur eine Platte drin und werde daher mit den AHCI Windows7 Treibern installieren. Zusätzlich werde ich die Raid Treiber draufhauen in der Hoffnung später mit dem Raid dieselbe Installation nutzen zu können.

Oder kann ich die einfach hinzufügen die Ini-Dateien? Immerhin hab ich ja momentan kein Raid.

Gruß
Onkelchen

PS: Wenns gut läuft kann ich auch einen Test machen mit:
Samsung 1TB 7200 U/Min HD103UJ x 1
Samsung 1TB 7200 U/Min HD103UJ x 2
Samsung 1TB 7200 U/Min HD103UJ x 3

Samsung 1TB 5400 U/Min HD103SI x 1
 

JensS.

Commodore
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Ich würde folgendes Probieren:
Das System auf einer IDE-Platte aufsetzen, erstmal mit dem SATA-Controller im AHCI-Modus, dann umschalten auf RAID-Modus und die Treiber dazu einpflegen.
Dann hat das OS erstmal die nötigen Treiber und sollte auch von SATA-HDDs oder RAIDs starten.

Ich glaube, Windows Treiber unterzuschieben, ohne dass es diese in dem Moment haben möchte war etwas problematisch.
 

Ernst@at

Admiral
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Gehört das noch nicht zum Allgemeinwissen :), dass am ICH10R im AHCI-Mode mit Installation des Matrix Managers/RST die AHCI/RAID-Treiber installiert werden und ein switchen zwischen AHCI und RAID dann problemlos möglich ist?
(Im AHCI-Mode ist dann aber kein Zugriff auf allfällige RAID-Memberplatten möglich)
 

Ernst@at

Admiral
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Tja, der ICH10R unterscheidet sich von seinen Vorgängermodellen, indem er sowohl als AHCI- als auch als RAID-Controller konfiguriert sich mit der gleichen Vendor/DeviceID meldet.
Daher kann man die Treiber schon im AHCI-Mode installieren, die dann für beide Betriebsarten zuständig sind.
Sehr praktisch also - im Gegenzug umso dümmer, dass man für den kleinen Bruder ICH10 (der eine andere DeviceID meldet) diese AHCI-Treiber nicht verwenden kann (aber mit Mods lässt sich ja bekanntlich alles zaubern)
 
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Onkelhitman

Gast
Wusste ich auch nicht. Werde es also so machen. Erstmal auf eine Festplatte installieren und dann den RST.
Dann Daten rüber und Backup mit Acronis.

Habe heute meine zweite WD Green 1,5TB bekommen.
 
O

Onkelhitman

Gast
Die ersten Testergebnisse habe ich.

Wie stelle ich IOmeter auf dieselben Parameter wie Computerbase ein? Blick da noch nicht ganz durch.

Der Tipp mit dem Intel Treiber ist übrigens Gold wert. Ich habe ein Backup auf eine 2,5" er gezogen und kann damit entweder eine, oder ein Raid mit füttern.
 

Ernst@at

Admiral
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Tja, Spezialisten leisten eben mehr.
Dazu brauchst Du deren Testkonfigurationsdatei, welche Du nur in IOmeter öffnen und eventuell anpassen musst...
 
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Onkelhitman

Gast
"Tja, Spezialisten leisten eben mehr."

Mnap mnap mnap.

Dann lass ich den Test eben sein ;) Ich mach hier nichts um CB zu unterwandern sondern um einen Einblick in Raid, Short-Stroke und eben Beschleunigung zu bekommen.
 

Ernst@at

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Der oben gepostete testmix von c't ist ja mal ein ganz guter Anhaltspunkt - samt Anleitung.
PS - hier ein Dokument auf Deine RAID-Gebetsmühlen :D - kanntest Du das schon?
 

Eggcake

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Anhang in .icf umbenennen und mit IOMeter (Adminrechte!) öffnen. Die Oustanding I/Os musst du selbst noch verstellen (CB verwendet 3). Das sollte eigentlich genau die Einstellungen bei CB wiedergeben, wenn sie sonst nichts exotisches verstellt haben.

Wenn du's selber erstellen willst: einfach in "Access Specifications" reingehen und eine neue erstellen. Dort kannst du die Request Size verstellen, wieviel % gelesen/geschrieben werden soll und wieviel % Random es sein soll. Am Rest musst du (normalerweise) nichts verändern.

Wenn du einstellen willst, wieviel Speicherplatz für den Test benutzt werden soll: im Tab "Disk Targets" die "Maximum Disk Size" verstellen. 0 bedeutet, es wird der gesamte freie Speicherplatz benutzt. 2000000 sind 1GB.

Beim ersten Durchgang auf einer Partition wird zuerst die Datei erstellt. Das kann, je nach Schreibgeschwindigkeit eine Weile dauern (sie wird jeweils direkt im Startverzeichnis der Partition erstellt).
Ergänzung ()

So, nochmals eine neue Datei.

Automatisch eingestellt:

- 3 Outstanding I/Os
- 1GB Testdatei
- Worker sind jeweils Anzahl CPU Kerne, aber das hat normalerweise keinen Einfluss auf die Ergebnisse

Unter "Access Specifications" auswählbar:

- 4k Random Read
- 4k Random Write
- Sequential 512kB Read
- Sequential 512kB Write
- Workstation Access Pattern
- Database Access Pattern
- File Server Access Pattern


Das Fileserver Access Pattern wurde von Intel definiert, die anderen beiden sind auch allgemein bekannt und wurden von storagereview.com definiert - die sollten auch im "IOMix" enthalten sein, soviel ich weiss.


Verwendung:

- Umbenennen in name.icf
- Mit IOMeter (Admin!) öffnen
- Disk auswählen
- Access Pattern auswählen
- Starten (grüne Fahne) und auf Results Display wechseln
 

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