Formula-1 Talk (2010)

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um mal wieder konstruktiv zu werden:
eine freigabe beispielsweise der motorenentwicklung? Was würde das bringen, außer mehr Kosten und mehr Leistung? Für die Spannung nichts, würde ich sagen.

Meiner Meinung nach müsste es während des Rennverlaufs deutliche Geschwindigkeitsunterschiede geben, um überholen zu ermöglichen. dies kann zum einen durch eine wieder freigestellte taktik geschehen (d.h. anzahl der boxenstops, nachtanken und reifenwahl komplett frei), zum anderen auch durch techniken wie kers.
Flankiert werden müsste das ganze natürlich weiter durch aerodynamische einschränkungen, wie dem verbot des doppeldiffusors, um auch nahe am gegner hinterherfahren zu können.

Als "Notfallmaßnahme" könnte man auch den Grand Prix in 2 Teilstarts untergliedern, ähnlich wie in der WTCC, bei der beim zweiten start die ersten acht (?) in umgekehrter reihenfolge starten müssen.

my2 cents
 
@Haudrauff:
Die Tankanlagen waren komplizierter als es nötig war.
Tierisch groß, viele Bauteile mehrfach redundant (und trotzdem nicht ausfallsicher), aktiv gekühlt, hoher Durchsatz...

In der DTM geht es doch auch mit Tankkannen.
Da sind zwar nur 20 Liter drin, aber man kann die Kanne auch unter die Decke schrauben und einen Schlauch nehemen.

Ich fänd es wie gesagt echt gut, wenn es zwei unterschiedliche Tankstopps gibt.
Damit könnten die Teams spielen und man hätte wieder unterschiedlich schwere Autos auf der Strecke.
Natürlich wird dann auch wieder mehr in der Box überholt, aber wie wir sehen geht mit gleichschweren LKW's auch kein Überholmanneuver.

Mit mindestens zwei Stops hätte ein Reifen im Schnitt auch nur 100km durchzuhalten.
Dabei gibts einen härteren, der 140km (+/-) hält und zweimal die weicheren Reifen für jeweils 70km.

Aber statt sinnvollen Verbesserungen könnten wir auch einfach eine Tankstelle bauen.
Von der Boxengasse aus gesehen am anderen Ende der Strecke und für alle außer den Fahrern tabu.
Mit NeoSephiroth, Haudrauff und mir haben wir ja schonmal drei Fans der Idee.
Das letzte Mal als ich geguckt hab war 3 größer als 0 (Anzahl der Fans des Tankverbots).
Also: Machen!

Grüße vom:
Jokener

Man könnte die Tankstelle auch als Abkürzung für eine Kurve benutzen, vornehmlich eine Haarnadel.
Dann rauschen ein paar Autos im Rennspeed da durch während die Fahrer nachtanken. Safety first!


@ Anfi:
Alle Hersteller haben mehr als genug Kapazität um noch ein paar Teams mit Motoren zu versorgen.
Wenn man nun die Anschlussmaße vereinheitlicht, dann könnten alle Kundenteams von Jahr zu Jahr wechseln.
Damit gäbe es einen Wettstreit den besten Motor zu haben, also wieder einen Konstruktionswettbewerb.
Gerade beim Motor drückt sich dies in den drei Faktoren Leistung, Verbrauch und Fahrbarkeit besonders merklich aus.
Wenn es also unterschiedliche Motoren gibt, dann haben Fahrzeuge ein Merkmal um sich zu differenzieren.
Bei einheitlichen Anschlussmaßen wäre es auch möglich, dass andere Firmen einen F1-Motor bauen, wenn sie sich für gut genug halten.
Die Entwicklungskosten kann man ja begrenzen wie man es für sinnvoll hält.
Ein Basisbudget, das alle nutzen dürfen. Ein Zusatzbudget für Siege, ein größeres Zusatzbudget wenn wenige Teams den Motor verwenden.
Damit kann jeder entwickeln. Die Sieger haben auch noch was von ihren Siegen, zu denen der Motor ja beiträgt.
Und wer auch immer nur wenige Teams ausrüstet, der bekommt über mehr finanzielle Freiheiten die Möglichkeit gleichzuziehen oder besser zu werden.

Der Doppeldiffusor war ja nie vorgesehen, in den Regeln zu 2009 sowieso nicht.
Damals war der Einfluss aber auch noch nicht so groß, da die Fahrzeugkonzepte nicht darauf basierten.
(Der Brawn war der beste und wurde in ein Auto eingebaut, dass erst sehr spät überhaupt einen Motor mit Getriebe bekam)
Die Teile wurden dann zwar etwas raffinierter, aber nicht so extrem wie 2010.
Da jetzt sogar das Anlasserloch für eine dritte Ebene genutzt wird, der Motor gekippt wird und adaptive Aero zum Einsatz kommt... Das führt natürlich zu dirty Air.
Für 2011 ist es aber sowieso schon wieder rausgeflogen, dass wird also besser.
Nur werden dann die Zeiten auch noch langsamer, weil einfach noch weniger Grip da ist.
Und wer will überholmanneuver sehen, wenn das Safety Car plötzlich auch bei trockener Strecke schneller ist (bei nasser Strecke ist es das jetzt schon teilweise).

Achso... Von den Teilstarts halte ich nicht viel.
Wer als erster im Ziel ankommt, der sollte auch oben aufs Treppchen kommen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Jokener schrieb:
Nur werden dann die Zeiten auch noch langsamer, weil einfach noch weniger Grip da ist.

weniger aerodynamischer grip solltest du genauer sagen.
und darum ging der "Arbeitsgruppe Überholen" doch!
weniger aero mehr mechanischen grip

das nun die vorderreifen schmaler gemacht wurden statt die hinteren noch breiter zu machen mag man sehen wie man will.
(ich finde es immer noch schwachsinn)

was man aber gerne vergisst:
früher hatte man über das ganze feld gesehen VIEL grössere abstände.
da war man schon froh wenn die ersten 5 innerhalb 1 sek. waren.
heuer sieht es ja eher nach 12-14 autos in einer sek aus.

Wie sollen die sich denn ohne cheaten überholen?
bei den indycars gab es das problem letztes jahr auf den ovalen auch.
man führte den "overdrive" ein. ca. 35-50PS kurzzeitig mehr, begrenzte nutzung.
das folgende oval rennen war eines der besten in der geschichte und die weiteren folgenden waren ebenfalls wunderbar.

das sich die F1 immer noch gegen einen solchen show verbesserer wehrt ist mir einfach ein rätsel. lieber die motoren auf 16.000 begrenzen und ihnen dafür wieder etwas mehr ccm geben. und einen overdrive einbauen der kurzzeitig 17.500 oder sogar 18.000 erlaubt.
 
@Jokener:

ich war ja anfangs eigendlich auch für die nicht-nachtank-regel...da ich mir dadurch mehr überholzwang erhofft hab...dies wurde jedoch durch die reifen-regel und das neue punkte sys komplett zunichte gemacht.

das problem ist dass sich überholen bei der jetzigen reifenregel + dem punkte sys nicht lohnt...jeder will seine reifen schonen und man gibt sich mit platz 7 oder so zufrieden weil man hat ja punkte.

ich lag da vor der saison was das angeht total falsch weil ich den zusammenhang nicht gesehn hab.

wie gesagt ne ähnliche regelung wie 1995 und wir sind alle happy:

- aerodynyamik radikal beschneiden, gerade den unterboden, dafür größere heckflügel und generell breitere autos um den windschatten zu vergrößern
- tankstops erlauben (tankanlagen bitte aus deutschland...fracko-technik suckt! XD)
- reifenregel weg...jeder soll den reifen fahren mit dem er zurecht kommt
- punkte sys wie 1995: 10,6,4,3,2,1 .......damit lohnt sich schnell fahren und nicht aufs material achten wieder
- 5 extra punkte für die schnellste rennrunde (was meint ihr wie die dann abgehn ^,..,^)
- motoren-anzahlbegrenzung weg und weiterentwicklung erlauben (ps und drehzahl bleiben limitiert)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man den Overdrive über Drehzahl regelt, dann kann ich damit sogar leben.
Mehr Hubraum bei weniger Drehzahl ist auch erstmal was feines.
Vor allem weil ein V8 bei großem Hubraum erst anfängt Spaß zu machen, bei 18.000rpm ist ja keine Zeit für unregelmäßige Zündabstände :D.
Außerdem käme man dann mit Overdrive mal wieder auf ordentliche PS-Zahlen.
750PS ist einfach lächerlich für solche Autos.

Man muss nur wirklich aufpassen, dass man die Nutzung korrekt einschränkt.
Es darf nicht zum KERS werden, dass man jede Runde nutzen kann.
Wenn es nur 10 Mal im ganzen Rennen ist, dann würde es einen Fahrer schon viel mehr fordern...

Grüße vom:
Jokener

@NeoSephiroth:
Die Motorenbegrenzung finde ich ganz gut. Nur so können die Hersteller für andere Teams mitproduzieren.
Und Anlagen zum Motorenbau sind teuer, das wäre dann nicht zielführen glaube ich.
Vor allem kann man, solange man nicht bei Renault arbeitet, Motoren ja auch haltbar machen.
Wie man sieht kann Cosworth in 9 Monaten sogar einen Motor bauen, über den Williams sich nicht beschwert.
Die hatten vorher zwar auch keinen Stern unter der Haube, aber dafür das Cosworth so wenig Zeit hatte...

5 Punkte für die Rennrunde wären zu viel.
Einen Punkt als Belohnung, zwei oder drei Punkte wenn man es zum Ziel machen will (bei 10P für den Sieg).
Dann sollte aber (was ich generell gut fände) auch ein Punkt für die Pole vergeben werden, evtl sogar 3-2-1 für die ersten drei.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich finde auch die zylinderbeschränkung müll!
soll doch jeder in seinen motor bauen was er will und in welchem bankwinkel er will!

ich würde sogar soweit gehen und sagen overdrive so oft du willst ab höchsten alle 5% der renndistanz einmal. was dann maximal 20 nutzungen entsprechen würde aber nicht hintereinander verballert werden kann sondern pö a pö nur genutzt werden könnte ;)

aber wir fans wissen eh alles besser nicht wahr ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fänd es spaßiger, wenn man die Anzahl etwas verringert und dafür die Nutzungszeit nicht beschränkt.
Wenn einer am Start voll losballern will, dann soll er doch. Er kann ja versuchen sich von den anderen abzusetzen.
Und gegen Ende zieht dann einer die Supersoftis auf und gibt dem Affen Zucker :D

Zylinderbeschränkung und festgelegter Winkel sind schon in Ordnung.
Sonst wird Geld in Sachen gesteckt die womöglich nicht funktionieren bzw eingesetzt werden.
Und ein V8 ist mit etwas Hubraum sowieso am spaßigsten.
Wenn man die Drehzahl runterholt, dann macht es ja leistungsmäßig nicht viel aus...

Natürlich wissen wir Fans es besser. Und das meine ich ernst.
Denn wir wissen was wir sehen wollen. Wenn wir nicht zusehen, dann bauen die ab morgen wieder an Clio, A-Klasse und Getränkedosen.
Von daher ist das Argument Unterhaltungswert direkt nach der Sicherheit von Leib und Leben aller Beteiligten das zweitwichtigste.

Grüße vom:
Jokener

P.S.: Nur eine Idee sollten die sich ganz schnell schenken: Weniger als 8 Zylinder zu fahren, dafür einen Turbo draufzusetzen.
Beides gehört nicht in ein Rennauto!
 
Jokener schrieb:
P.S.: Nur eine Idee sollten die sich ganz schnell schenken: Weniger als 8 Zylinder zu fahren, dafür einen Turbo draufzusetzen.
Beides gehört nicht in ein Rennauto!

ein turbo gehört nicht in ein rennauto? :eek:
die geilsten karren aller zeiten hatten nen turbo!

gruppe B rally
gruppe C/5 Langstrecke
F1 in dem 80ern
CART
CanAm Serie der 70er (siehe 917/30 :king: )

und viele zylinder die Karre hat ist doch wirklich egal hauptsache kein einheitsbrei.
einfach die pflicht schaffen das der Motor für summe x verleased werden muss und fertig.
 
was ändert es denn, wenn die Motorenentwicklung auf einmal wieder freigegeben wird?
Auf der Strecke prinzipiell nichts, außer dass die Abstände aufgrund unterschiedlich guter Entwicklung eher noch größer werden...
 
Das Punktesystem wurde ja eingeführt, damit ein Sieg merh wert ist, das bringt nun leider nichts wenn man nicht überholen kann. Deswegen muss man wie schon erwähnt an anderen Ecken überlegen wie man das ganze Spannender macht.
Ich glaube die Aerodynamik zu begrenzen dürfte das wirkungsvollste sein, einen kleinen PS schub wärend des Rennens würde warscheinlich auch nichts bringen. Wenn sich die Fahrer darauf eingestellt haben, benutzt es der eine um zu überholen und der andere um sich zu verteidigen. Dann hat auch keiner was gewonnen. Die Autos dürfen einfach nicht mehr so abhängig von ihrer Aerodynami sein das sie nur in "sauberer" Luft schnell sind. Wenn das wie auch immer ereicht wird kann auch wieder schön überholt werden. Wenn man zudem 2 Pflichtboxenstops einführt, kann man mit den Reifen auch härter umgehen und man könnte es dabei belassen das nicht getankt wird.
 
Die Punkteregel kann eig. so bleiben finde ich...vorraussetzung ist halt das die Fahrer auch um den ersten Platz kämpfen, was momentan etwas ins utopische reicht.
 
Haudrauff schrieb:
Ich habs!

Die Tankstopps wurden weggelassen damit Schumi auf seine alten Tage nicht mehr so viel streß hat.:D
Die Formel 1 soll ja auch für Senioren attraktiv werden.

:D:D:D das war ne gute meldung naja aber irgendwie hast ja auch recht dabei


gruß Mario
 
Buttermilk-95 schrieb:
Die Punkteregel kann eig. so bleiben finde ich...vorraussetzung ist halt das die Fahrer auch um den ersten Platz kämpfen, was momentan etwas ins utopische reicht.

Um das zu erreichen, könnte man evtl. die Quali-Platzierungen umdrehen in der Startreihenfolge... Hab ich gerade auf Sport1 gelesen.
Ich persönlich find's nicht uninteressant.
 
Es steht im Moment nur eins deffinitiv fest: Sicherer ist die Formel 1 auf jedenfall geworden. Ist ja auch nicht unbedingt schlecht.

Die Frage bei der Diskussion bezüglich der Regeländerungen ist jedoch: Inwieweit könnte man die jetztigen Regel überhaupt anpassen? In der laufenden Saisson? Schon in den nächsten paar Rennen? Oder erst nächstes Jahr?

Die Regeländerung bezüglich der Tankstopps ist ja schon eine wesentliche Änderung. Ich bin mir jedenfalls nichts sicher ob man so eine "wesentliche" Änderung gleich wieder knicken könnte.

Edit: @whocares75

Quali-Platzierungen umdrehen? Wer fährt dann denn noch freiwillig auf dem ersten Platz?
 
@Haudrauff

Die Quali-Zeiten beruhen doch auf der Leistungsfähigkeit Auto/Fahrer. Dementsprechend sollte der schnellste in der Quali auch in der Lage sein im Rennen zu überholen ;)
 
Und wenn ich in der Quali absichtlich langsamer fahre als dann später im Rennen? Ich versteh dein System von vorne bis hinten nicht.
 
@whocares75

Genau das ist doch das Problem in der Formel 1 selbst wenn man etwas schneller ist kann man nicht überholen. Deswegen würde das gar nichts nutzen. Auserdem würden dann in der quali wohl alle um den Kurs schleichen.

Man könnte sich auch überlegen ob man die Strecken nicht künstlich bewässert, regenrennen sind ja meistens die Spannensten! :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@Haudrauff

Und wer macht DAS freiwillig in der F1? Am Ende will jeder das Rennen gewinnen.
Wie bereits oben geschrieben, als Denkansatz nicht uninteressant.
Praktikabilität sehe ich auch nicht.
 
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