Fragen zu Hitachi Feature Tool 1.91

Miniwinni

Lt. Commander
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In den News auf CB steht :


Hitachi Feature Tool 1.91 | 23.01.2004 |
Dieses geniale Stück Software macht es möglich, den Modus der Hitachi- und IBM-Festplatten (Quiet Seek / Normal Seek) zu wechseln. Weiterhin kann hiermit der Read-Ahead- oder Write-Cache aktiviert oder deaktiviert werden. Auch das Wechseln des Ultra DMA Modus sowie die Ausgabe der Laufwerkstemperatur stellt kein Problem dar. Das Programm wird von Diskette ausgeführt.

Jo, was quiet und normal seek ist weiss ich ja , aber kann mir mal einer erklären was Read Ahead bzw Write Cache... ist und was besser ist von beidem bzw was schneller ist für die HDD?


Thx im Voraus
 

werkam

Alter Meckermann
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Read Ahead:
Englische Bezeichnung für "vorausschauendes Lesen" • Ein spezieller Treiber reserviert einen Teil des Arbeitsspeichers und erweitert damit den Festplatten-Cache, der bei E-IDE-Festplatten meistens nur 128 KByte (heute 2 oder 8 MB) beträgt. Hintergrund: Statistiken zeigen, daß eine Vielzahl von Computer-Programmen oft zusammenhängende Informationen anforderen und daß in solchen Fällen ein vorausschauendes Lesen der Daten das Arbeiten beschleunigt. In Verbindung mit einer ständig aktualisierten Statistik werden also Daten wie kleine Dateien oder Records einer Datenbank vorab im Cache abgelegt. Bei einer Abfrage dieser Informationen muß so nicht mehr auf die Festplatte, sondern nur noch auf den wesentlich schnelleren Cache-Bereich des Arbeitsspeichers zugegriffen werden. In ähnlicher Form setzen Hersteller von Raid-Controllern diese Read-Ahead-Lese-Technologie ein.
Nachteile ergeben sich allerdings beim Lesen von großen Dateien (zum Beispiel Audio- und Videosequenzen in Spielen). Während des Lesevorgangs führt der Treiber unnötige Read-Aheads aus, und die Performance sinkt. Auch Anwender von CAD-Programmen sollten zum Erreichen der optimalen Performance in Erwägung ziehen, diesen Treiber in der SYSTEM.INI zu deaktivieren. Vor dem Eintrag device=ios0.vxd ist dazu nur ein Semikolon zu setzen und anschließend neu zu booten.
Write Cache:
Spezielle Variante eines Caches, bei dem Daten verzögert auf dem angesprochenen Datenträger (in der Regel der Festplatte) gelegt werden und somit die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht wird.
Nachteil, wenn der Rechner abstürzt oder unverhofft abgeschaltet wird, werden im Cache befindliche Daten nicht mehr auf die Platte gespeichert und sind somit verloren, bei wichtigen Daten kann es da schon zu Problemem kommen.
Viele Tools (Sisoft) bemängeln oft das Write-Cache bei Platten nicht eingeschaltet ist.
 

Miniwinni

Lt. Commander
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Sehr ausführliche Erklärung!

Nur was ist denn nun besser für mich!? Meine 80 GB ATA Platte läuft jetzt lt. Tool auf Write Cache.

Wäre demnach Read Ahead nicht besser für mich?


Thx
 

rIQ

Lt. Commander
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hehe, das ach so tolle ibmfeature tool :D
boot mal ne linux-livecd dann haste des kostenlos für ALLE festplatten:

hdparm - get/set hard disk parameters - version v5.3

Usage: hdparm [options] [device] ..

Options:
-a get/set fs readahead
-A set drive read-lookahead flag (0/1)
-b get/set bus state (0 == off, 1 == on, 2 == tristate)
-B set Advanced Power Management setting (1-255)
-c get/set IDE 32-bit IO setting
-C check IDE power mode status
-d get/set using_dma flag
-D enable/disable drive defect-mgmt
-E set cd-rom drive speed
-f flush buffer cache for device on exit
-g display drive geometry
-h display terse usage information
-i display drive identification
-I detailed/current information directly from drive
-Istdin similar to -I, but wants /proc/ide/*/hd?/identify as input
-k get/set keep_settings_over_reset flag (0/1)
-K set drive keep_features_over_reset flag (0/1)
-L set drive doorlock (0/1) (removable harddisks only)
-M get/set acoustic management (0-254, 128: quiet, 254: fast) (EXPERIMENTAL)
-m get/set multiple sector count
-n get/set ignore-write-errors flag (0/1)
-p set PIO mode on IDE interface chipset (0,1,2,3,4,...)
-P set drive prefetch count
-q change next setting quietly
-Q get/set DMA tagged-queuing depth (if supported)
-r get/set readonly flag (DANGEROUS to set)
-R register an IDE interface (DANGEROUS)
-S set standby (spindown) timeout
-t perform device read timings
-T perform cache read timings
-u get/set unmaskirq flag (0/1)
-U un-register an IDE interface (DANGEROUS)
-v defaults; same as -mcudkrag for IDE drives
-V display program version and exit immediately
-w perform device reset (DANGEROUS)
-W set drive write-caching flag (0/1) (DANGEROUS)
-x tristate device for hotswap (0/1) (DANGEROUS)
-X set IDE xfer mode (DANGEROUS)
-y put IDE drive in standby mode
-Y put IDE drive to sleep
-Z disable Seagate auto-powersaving mode
-z re-read partition table




für Infos über deine aktuellen einstellungen:
root@vector:# hdparm -I /dev/hda (entsprechend deinen laufwerken)

/dev/hda:

ATA device, with non-removable media
Model Number: FUJITSU MPC3102AT E
Serial Number: 01014416
Firmware Revision: 6206
Standards:
Supported: 3 2 1
Likely used: 4
Configuration:
Logical max current
cylinders 16383 17475
heads 16 15
sectors/track 63 63
--
CHS current addressable sectors: 16513875
LBA user addressable sectors: 20000536
device size with M = 1024*1024: 9765 MBytes
device size with M = 1000*1000: 10240 MBytes (10 GB)
Capabilities:
LBA, IORDY(cannot be disabled)
bytes avail on r/w long: 4 Queue depth: 1
Standby timer values: spec'd by Vendor
R/W multiple sector transfer: Max = 16 Current = 16
DMA: mdma0 mdma1 mdma2 udma0 udma1 *udma2
Cycle time: min=120ns recommended=120ns
PIO: pio0 pio1 pio2 pio3 pio4
Cycle time: no flow control=240ns IORDY flow control=120ns
Commands/features:
Enabled Supported:
READ BUFFER cmd
WRITE BUFFER cmd
Look-ahead
Write cache
Power Management feature set
SMART feature set


zum setzen der parameter:
root@vector:# hdparm -K 1 /dev/hda
/dev/hda:
setting drive keep features to 1 (on)

root@vector:# hdparm -A 1 /dev/hda
/dev/hda:
setting drive read-lookahead to 1 (on)

root@vector:# hdparm -M 254 /dev/hda
/dev/hda:
acoustic = 254 (128=quiet ... 254=fast)


so to sum up, take linux and you are fine
 

Miniwinni

Lt. Commander
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boot mal ne linux-livecd dann haste des kostenlos für ALLE festplatten:
??

Bahnhof sorry!? :rolleyes:

Wollte doch nur wissen was jetzt besser ist. Read ahead ofder wirte cache!?

trotzdem danke !

gruss
 

werkam

Alter Meckermann
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@RiiQ
Das Tool von IBM/Hitachi ist auch kostenlos.
@Miniwinni
Das solltest Du am besten selbst testen. Pauschal lässt sich das nicht sagen. Es liegt ja auch daran was Du mit dem PC veranstaltest. Aber da Du wohl mehr auf Spiele gehst als in Datenbanken arbeitest, würde ich den Write Cache nehmen. Evtl kannst Du ja auch beides einstellen. Normalerweise sind die Platten für den Normaluser vom Werk her schon gut eingestellt. Was für Dich noch relevant wäre, das AAM mal zu benutzen, da wird die Platte leiser.
Frage mal @Green Mamba, der kennt sich damit bestens aus. :daumen:

PS: Darauf bin ich gekommen, weil Du so schön übertaktet hast, ein Datenbankanwender macht das nicht, der will ein stabiles System haben.
 

Miniwinni

Lt. Commander
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Zitat von werkam:
PS: Darauf bin ich gekommen, weil Du so schön übertaktet hast, ein Datenbankanwender macht das nicht, der will ein stabiles System haben.

Hehe stimmt.

Bedeutet AAM auf leise nicht gleich auch langsameres Arbeiten?

Weis einer was das bedeutet im Bios unter Festplatte " 32 Bit Transfer aktivieren".



Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:

werkam

Alter Meckermann
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Du solltest diese Option die den 32-Bit Transfer ermöglicht auf Enabled stellen. Dadurch wird der Datentransfer beschleunigt und die CPU entlastet. Diverse BIOS bieten diese Option nicht mehr, da sie bereits grundsätzlich aktiviert ist.

AAM:
Du wirst den Unterschied nicht wirklich merken, die Lautstärke aber hören.
 
G

Green Mamba

Gast
danke werkam! :daumen:

an deiner stelle würde ich sowohl read ahead als auch write chache aktivieren. schließt sich ja nicht gegeseitig aus. im bios dann "ide block mode" oder "ide block transfer" enablen. aber das müsste eigentlich standard-mässig an sein.
aam würde ich auch aktivieren, da die zugriffe der platte dadurch fast unhörbar leise werden. der geschwindigkeitsnachteil hingegen ist dabei kaum messbar, und spürbar schonmal gar nicht!

ps: bei weiteren fragen zum bios bitte erst mal hier reinschauen: http://www.bios-info.de/
(ist vielleicht auch mal einen bookmark wert! ;))
 

Brigosa

Ensign
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ich muß mich mal einmischen :p
wo genau kann man aam einschalten? auch mti dem hitachi drive feature dings? ;)
und besteht ne möglichkeit auf dieses tool zurückzugreifen ohne ein diskettenlaufwerk zu besitzen? sprich boot cd oder sowas?
 

werkam

Alter Meckermann
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http://www.hgst.com/downloads/ftool_v192.img
Hier ist eine Image Datei, solltest mal versuchen damit eine Boocd zu erstellen. Einstellungen kannst Du in einem Menü machen, jedenfalls bei der Disketten Version.

Enable or disable the read-ahead or write cache.
Change the drive Automatic Acoustic Management settings to the:
Lowest acoustic emanation setting (Quiet Seek Mode), or
Maximum performance level (Normal Seek Mode).
Change the predefined capacity of the drive. This option can be used in situations where there is a BIOS limitation and the drive is not recognized. See the Users Guide for specific details.
Switch the Ultra DMA mode
Change Advanced Power Mode - allows you to change between the lowest power consumption and the highest power consumption (maximum performance level).
Show Drive Temperature - shows the current drive temperature in Celsius and Farenheit

http://www.hgst.com/hdd/support/ftool_userguide.pdf
 

Brigosa

Ensign
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geht super, vielen dank
und meine 7k250 ist merklich leiser geworden obwohl die eh schon sehr leise ist finde ich
die ic35serie die vorher drin war war die lauteste komponente und extrem störend :p

edit: gibts so ein accoustic management auch für samsung festplatten?
 
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