Gebrauchtwagenkauf ist Glücksspiel! Je mehr Technik in die Autos kommt, um so schlimmer wird das werden.
Habe jetzt ziemlich genau 1 Jahr einen der hier vor einigen Seiten angesprochenen E39 5er Diesel für ca 5500€ Recht nah dran an den 5000 die hier im Raum standen. BJ 2001, 230tkm bei Kauf. Bremsscheiben rundherum waren neu, alle Inspektionen gemacht. Gekauft von einem Verwandten, also preislich und in Sachen Ehrlichkeit sicherlich eher besser als ein unbekannter Verkäufer.
Gemacht bzw machen müssen habe ich in dem Jahr:
2 Stoßdämpfer (einer undicht), Kostenpunkt 240€ Material (Bilstein). Arbeit ist halt meine eigene Freizeit.
1 Satz Xenon Brenner (80€ Phillips aus der Bucht), der Wechsel ging in 10 Minuten überraschend einfach.
Rostbekämpfung an der Kofferraumklappe: 1 Samstag, 30€ Farbe.
3 PDC-Sensoren, 70€, Arbeitszeitaufwand noch unbekannt. Behebung eigentlich nur weil mich das Piepen nervt.
1 Endstufe Gebläse (Igel), 70€ Material, 30 Minuten Arbeit
1 Satz Reifen 700€ (Pirelli P-irgendwas)
1 Batterie 150€ (war noch die erste von 2000 drin, erstaunlich genug)
Dazu kommt jetzt im Frühjahr noch mal ein Service für das Automatikgetriebe, wird auch noch mal mit ca 350-xyz Euro zu Buche schlagen.
Verschleißteile fallen bei jedem Auto, hier sucht man sich über Marke und Fahrzeugklasse eigentlich nur das ungefähre Kostenniveau aus.
Hätte ich nicht die Möglichkeit die meiste Schrauberei selber zu machen hätte ich mir so ein Auto nicht gekauft. Bei dem was da bis jetzt an Geld rein ging ist ja nur das Material schon 1200€, da käme in der Werkstatt noch mal knapp das selbe an Lohn dazu. Bei meiner Fahrleistung werde ich um den Satz Reifen pro Jahr nicht drum herum kommen, davon ab waren es bis jetzt nur Kleinigkeiten. Bleibt es dabei bin ich zufrieden.
Dazu kommt der Vorteil das hier in der Gegend keine Umweltzonen sind, Diesel mit gelber Entwertungsplakette waren auch vor einem Jahr nicht mehr wirklich gefragt.