Fußball-Stammtisch 2019/20 (1. Beitrag beachten)

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oemmes schrieb:
Wenn er nen Ausweichversuch gemacht hätte und ihn dabei umgerempelt hätte, hätte ich kein Problem damit, aber er macht das vorsätzlich und mit voller Absicht. Da hört es dann bei mir auf.
Und genau deswegen gehört er auch bestraft.
Nur wenn das vorsätzliche Körperverletzung war, was war dann die Lienen Geschichte? Mordversuch, versuchter Totschlag?
Mit den juristischen Begriffen einfach etwas vorsichtiger umgehen und gut is!

Die Aktion war Scheiße, aber niemand ist zu Schaden gekommen, und er wird seine berechtigte Strafe absitzen und fertig.
 
Der Straftatbestand der Körperverletzung ist selbst bei normalen Fouls gegeben. Wird aber nur durch die Stille Zustimmung ausgeklammert.
Es scheitert in der Regel allein an der Nachweisbarkeit, dass er das mit Absicht gemacht hat.
Und Letzteres, auch wenn im Affekt, ist im vorliegenden Fall doch unbestreitbar gegeben.
Genauso wie bei jeder Tätlichkeit. Da greift die Stille Zustimmung nicht, da grob gegen die Regeln verstoßen wurde.
Kann ich den Vorsatz nachweisen, ist es Klage- und somit auch Straffähig.

Zu deinem Ewald Lienen:
Im wohl spektakulärsten Fall von 1981 zwischen Norbert Siegmann und Ewald Lienen, dem der rechte Oberschenkel aufgeschlitzt wurde, gab es übrigens keinen Prozess, weil es sich nach allgemeiner Auffassung lediglich um ein „unglückliches“ Foul handelte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ist das eine vorsätzliche Körperverletzung, was geht denn hier ab?
Wenn du von hinten jemand übel in die Beine grätschst und Verletzungsgefahr in Kauf nimmst, dann ist das vorsätzliche Körperverletzung.

Jetzt drehen wir das mal bitte um, und schauen uns die Szene oben an: Jemand steht außerhalb(!) des Platzes und nur verbal beteiligt ohne Körperkontakt da, dann kommt jemand aus dem Team volltrainiert und fit angerannt absichtlich und rempelt in vollem Lauf frontal gegen einen untrainierteren Mitfünfziger, welcher niemals damit rechnet berührt zu werden, schon garnicht in dem Tempo, außerhalb des Platzes und rückwärts fallend! und das IST vorsätzliche Körperverletzung! Er nimmt eine Verletzung vollkommen in Kauf! Ende der Diskussion! Streich steht NEBEN dem Platz und rechnet damit nicht, wie kann man so verblendet sein und das relativieren. Hart auf hart würde eine Anklage aber sowas von Erfolg haben, ob man das will oder drauf anlegt ist egal, in der Theorie würde dem vollkommen stattgegeben werden.

und nochmal, Streich ist mit Sicherheit nicht
Teil eines Kampfspiels
sondern Trainer abseits des Platzes im fortgeschrittenem Alter!
 
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Silverangel schrieb:
Es scheitert in der Regel allein an der nachweisbarkeit des groben Vorsatzes.
Und Letzteres, auch wenn im Affekt, ist im vorliegenden Fall doch unbestreitbar gegeben.
Eben nicht! Du beschreibst es doch perfekt und widersprichst dir dann. Denn wo willst du den Vorsatz denn eingrenzen oder nachweisen. Grob formuliert, müsste Abraham ab einem bestimmten Zeitpunkt einen Vorsatz gehabt haben. Gehen wir Mal davon aus, dass das nicht beim Frühstück war, nicht bei Spielbeginn und auch noch nicht in dem Moment als der Ball im Aus landete und er Richtung Aus trabte.. Die Aktion resultiert also aus der unmittelbaren Situation heraus, vermutlich in maximal 1-2 Sekunden oder auch nur Sekundenbruchteilen. Wo bleibt dann der Vorsatz? Es gibt keinen, denn das ist die klassische Handlung im Affekt.

Das kann trotzdem brutal enden. Wir hatten hier ja kürzlich diesen Fall:
Der Schiri war bewusstlos und musste ins Krankenhaus. Aber selbst da wird's schwierig mit dem Vorsatz. Es bleibt eine Handlung im Affekt.
Der Spieler wurde i.Ü. auf Lebenszeit gesperrt und der Verein hat den Spielbetrieb eingestellt. Der Schiri ist aber erstaunlich gelassen mit der Aktion umgegangen.

Bei der alten Lienen Geschichte konnte man noch eher von vorsätzlicher Körperverletzung ausgehen, denn es war offensichtlich, dass Rehagel den Siegmann zu dem/einem Foul aufgefordert hat und der hat dem das Bein aufgeschlitzt. Lienen ist aber mit den Zivilklagen gescheitert. Man hat die Sportgerichtsbarkeit des DFB für zuständig erklärt.
Um den Unterschied klar zu machen zu gestern habe ich die blutige olle Lamelle raus gesucht. Und Oemmes kennt die sicher auch noch zu gut. Von Toni Schumacher und Battiston nicht zu reden. Nicht wenige hätten Schumacher am liebsten weggesperrt. Und da hab ich sogar mit dem Affekt so meine Bedenken.
Ergänzung ()

dunkelbunter schrieb:
Natürlich ist das eine vorsätzliche Körperverletzung,
Ist es nicht! Siehe oben. Der Unterschied zwischen Vorsatz und Affekt sollte auch dir klar sein.
 
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Sagmal hast du dir mal die Szene angeschaut? Was stimmt nicht mit dir, wenn da keine zielgerichtete Linie und Vorsatz dahinter für dich zu erkennen ist solltest du vll mal den Optiker besuchen. Mir zu blöd, wer da keinen Vorsatz sieht muss blind sein :freak: Viel Spaß noch, ich bin dann raus aus der Diskussion :lol:
 
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Oh man, sorry aber wie verblendet bist du bitte?
JEDES FOUL ist vom Grundsatz her schon mal Körperverletzung. Jede Tätlichkeit sowieso. (Das ist übrigens genau das was Abraham da macht)
Normale Fouls innerhalb der Regeln werden durch 228 StGb ausgeklammert, da sie nun mal Teil des Spiels sind (siehe Ewald Lienen). Ist ein Vorsatz nachzuweisen(und auch jede Tätlichkeit), verstößt er damit sowieso eindeutig gegen DFB Regel 12 und somit entfällt das ausklammern (die Stille Zustimmung).
Diese greift nach meinem Verständnis sowieso nur bei normalen Foulspielen zwischen SPIELERN!
Der Trainer ist nicht mal Teil dessen, weswegen diese Stille Zustimmung sowieso hinfällig ist und jede körperliche Aktion gegen den Trainer somit Körperverletzung ist.
. Der Tatbestand setzt voraus, dass eine anderer Person körperlich misshandelt beziehungsweise in ihrer Gesundheit geschädigt worden ist. Unter einer Misshandlung ist jede üble, unangemessene Behandlung zu verstehen, durch die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit eines anderen nicht nur unerheblich beeinträchtigt worden ist. Hierzu reicht bereits das Zufügen eines kleinen blauen Flecks aus bzw. einer kleinen Verletzung aus. Sofern dies dann noch vorsätzlich erfolgt ist, liegt der Tatbestand der einfachen Körperverletzung im Sinne von § 223 Abs.1 StGB vor.

Im vorliegenden Fall ist der Vorsatz mehr als eindeutig.
Auch im Affekt bleibt es Vorsatz! Dafür muss ich nicht Wochenlang im dunklen Zimmer einen Plan schmieden.

Die Fakten sind, dass es hier 1. Gegen die Regeln ist, 2. die Stille Zustimmung sowieso nicht greift, selbst wenn durch das Fehlverhalten hinfällig wäre und 3. es auch schon genug Urteile gibt, selbst bei "Normalen" Foulspielen. und 4. der Vorsatz Eindeutig gegeben ist.

Wenn du das nicht einsehen willst, bitte, aber aktuell machste dich damit eher lächerlich.
 
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@dunkelbunter
Streich rechnet damit in dem er z.B. den Schritt nach rechts macht und die Schulter vorzieht und will auch fliegen wie man an der übertriebenen Flugeinlage und Gestik sieht. Und selbstverständlich kann da auch ein Mitfünfziger stehen bleiben, aber das wollte er wie gesagt nicht. Einfach nochmal das oben gepostete Video anschauen.
 
kampion schrieb:
Streich rechnet damit in dem er z.B. den Schritt nach rechts macht und die Schulter vorzieht..
Schritt nach rechts? Schulter vorzieht? Alles was er macht ist dem Ball ausweichen und dann sein Gewicht wieder verlagern. Das er dann leicht nach rechts pendelt ist was völlig normales, ein Schritt nach rechts impliziert das man sein rechtes Bein versetzt. Siehst Du da was?
Sorry das ich das so hart sage, aber so schräg wie Du kann man die Videosequenz doch gar nicht interpretieren. :freak: :rolleyes:
 
Wieso ist Abraham denn nicht im Affekt oder vorsätzlich an Streich vorbei gelaufen? Wollte er wohl nicht... Möglich wäre das gewesen.
 
Er stellt sich in den direkten Weg von Abraham, da hat @kampion schon recht, aber Abraham hatte mehr als genug Zeit da auszuweichen. Dafür muss er natürlich den Vollsprint abbrechen, was vermutlich Sinn und Zweck der Aktion war.
Und so wie Streich da umfällt, hat er sich dazu entschlossen den Rempler einfach anzunehmen. Ausweichen oder Stehen bleiben wären beides Optionen gewesen.
 
Silverangel schrieb:
JEDES FOUL ist vom Grundsatz her schon mal Körperverletzung. Jede Tätlichkeit sowieso. (Das ist übrigens genau das was Abraham da macht)
Du hast jetzt Mal ganz elegant das Wort "Vorsatz" weg gelassen. Das jedes Foul Körperverletzung ist bestreitet doch keiner.
Silverangel schrieb:
Diese greift nach meinem Verständnis sowieso nur bei normalen Foulspielen zwischen SPIELERN!
Nach deinem Verständnis!

Warum soll ich mich lächerlich machen?Im juristischen Sinn kann gar kein Vorsatz bestehen, da dem zwingend ein Grund voraus gehen muss. Der Grund ist hier aber unmittelbar aus der Situation entstanden. Und selbst mit 10 Sekunden Vorsatzbeschluss entsteht daraus kein Vorsatz, sondern ein Affekt da die unvorhersehbare Situation eine unmittelbare, nicht geplante Aktion begründet. Klingt logisch, ist aber so!

Man kann aus Fussballern keine Vorsatztäter machen. Dann kannst den Sport gleich einstampfen!

Selbst der Idiot, der oben den Schiri umgehauen hat, könnte u.U. erfolgreich vor einem Zivilgericht gegen seine lebenslange Sperre klagen, da ihm Vorsatz nicht nachgewiesen werden kann, sondern nur die grobe Unsportlichkeit.

Auf die grobe Unsportlichkeit wird es bei Abraham auch hinaus laufen. Bekommt er 5 Spiele Sperre wird es die SGE vermutlich dabei belassen, bei mehr vermutlich Widerspruch einlegen. Zudem verliert er die Kapitänsbinde und bekommt eine dicke Geldstrafe vom Verein aufgebrummt. Ob er hier generell noch eine Zukunft hat, ist auch eher fraglich, da jeder Auftritt in der Fremde zum Spiessrutenlauf wird. Ein Wechsel im Winter würde mich jedenfalls nicht weiter wundern.
Die Geschädigten sind also in erster Linie er selbst und der Verein.
Trotzdem ist hier kein Vorsatz gegeben. Es ist eine grobe Unsportlichkeit aus dem Affekt. Schlimm genug!

Es ist auch egal, ob Streich sich bewegt oder ob er was sagt, ich denke beides trifft zu, Abraham muss die Situation zwingend vermeiden, bei allem Verständnis für Affekthandlungen im Fussball.

"Vorsätzlich im Affekt" ist mir zu schwammig!
 
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Affenzahn schrieb:
Er stellt sich in den direkten Weg von Abraham, da hat @kampion schon recht, aber Abraham hatte mehr als genug Zeit da auszuweichen. Dafür muss er natürlich den Vollsprint abbrechen, was vermutlich Sinn und Zweck der Aktion war.

Anscheinend hast Du vergessen wie schnell Abraham ist. Ich vermute es muss mindestens fast 3x so schnell wie Hummels gewesen sein. Mindestens. Das hab ich aus dem Überfliegen von 6 Posts zu dem Thema vor einigen Seiten mitgenommen.
Sprich: es war unmöglich abzubremsen in dem Tempo.
 
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Nein, hab ich nicht vergessen. Das Durchbrechen der Schallmauer hat man ja sogar in Stuttgart noch gehört.
Ich hab muss außerdem meine Aussage von vorher relativieren, da hab ich einen riesen Scheissdreck verzapft:
Abraham joggt. Zügig, aber das ist joggen, nicht rennen. Ergo: Hätte dicke ausweichen können.

Den Rempler hat Streich da aber wie ein guter Stürmer mitgenommen. Muss man schon auch dazu sagen.

Gabs da nicht letzte Saison auch so nen Eklat? Irgendwas mit auf den Fuß gestanden oder so.. Irgendwas lächerliches an der Seitenlinie.... Da war schon mal was.
 
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xxwernixx schrieb:
Glückwunsch an Dortmund zur Leistungssteigerung. Letztes Jahr 0:5, davor 0:6, in vier Jahren dann 0:0.


Wenn wenigstens die Leistung stimmen würde, dann ist auch eine Niederlage verschmerbar in München.
Aber die Art und Weise ist mehr als daneben gewesen. Große Töne wie "Männerfussball", etc. spucken und dann?
 
Habt euch nciht so. Als Meisterschaftsanwärter in München unter die Räder kommen ist zwar doof, aber passiert.

Schlimmer ist, wenn dir das gegen Zweitliga Kellerkinder passiert -.-
Wenigstens sind wir noch 9 Punkte vor unseren Mitabsteigern vom Clubb und Kind96.

btw: Fürth 4 Punkte vor Nürnberg. thumbsup!
 
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